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Kolumne Valerie Fritsch: Walgesänge, David Bowie und ein Ave Maria

Valerie Fritsch
Valerie Fritsch © (c) Martin Schwarz, oxyblau photography
 

Wenn die Tage grau werden, kurz hell und lange dunkel sind, kann es geschehen, dass ich von der eigenartigen Lust auf Wunder heimgesucht werde. Ich habe kurz genug von den Problemen, die nicht genug von mir bekommen können, und mir reicht’s vom Tod, auch wenn ich nichts Beeindruckenderes kenne. Das Jammertal hängt mir zum Hals heraus. Ich habe stattdessen Sehnsucht nach den kleinen Schönheiten, die die Welt erleuchten, nach Unsinn und Überfluss, nach jenen Dingen, die im Dämmer der Welt stehen wie Kerzen, ewig brennend ans Besondere erinnern, mit ihrem Schein ans Außergewöhnliche gemahnen. Sie heilen für ein paar Augenblicke die Wunde der schweren Tage und die der Sinnlosigkeit, die dem Menschen so schwer zuwächst, ist sie einmal geschlagen.

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