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Aussensicht"Wir wägen nicht ab, welchen Preis wir bezahlen, um den Tod zu verhindern"

Nach welchen Kriterien entscheidet die Politik? Ein Kommentar von Univ.-Prof. Tina Ehrke-Rabel, die das Institut für Finanzrecht an der Universität Graz leitet.

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Seit wir diesen neuen Feind entdeckt haben, sind wir unser eigener Feind geworden. Dieser neue Feind ist unsichtbar. Er ist so unsichtbar, so schnell und so allgegenwärtig wie die Technik, die uns dank unseren Smartphones und sonstigen smarten Helfern für andere kalkulierbar macht, ohne dass wir es merken.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hausschuh
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Zib 2

Sehr geehrte Frau Professor!

Haben Sie heute Zib 2 gesehen?

Eine einzige Warnung vor dem Kollaps des Gesundheitssystems. Dann steht die Entscheidung an, wer noch behandelt wird und wer nicht. Treffen Sie die Entscheidung?
Haben Sie noch lebende Eltern ?
Was machen Ihre Kinder am Abend ?
Und Ihr Mann ??

Schon darüber nachgedacht, wer nochbehsndelt würde? Oder ganz einfach nur sie selbst ????

zweigerl
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Party!

Die Todesfatwa einer liberalen Apologetin für die Party des Lebens ("was den Menschen in seinem Menschsein ausmacht") . Wenn das Risikovirus demnächst die Alterspyramide hinabsteigen sollte, kommt von der FInanzrechtsexpertin vermutlich keine Virusverharmlosungsverlautbarung mehr.

schulzebaue
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Mei Liabes Zweigerl

Während sie sich vor einem Virus fürchten das nachweislich eine Letalität von unter 0,3% hat sterben Kinder in der dritten Welt weil ihnen plötzlich die Lebensgrundlage wegfällt.

Sterben Väter und Mütter weil sie aus lauter Verzweiflung Suizid begehen.

Werden mehr Menschen an Krebs sterben weil die Diagnose zu spät gestellt worden ist.

Werden Menschen sterben weil es ohne funktionierende Wirtschaft kein solidarisches Gesundheitssystem geben kann.

Diese Liste lässt sich weiter führen.

Wer sich aber von den Panikmachern am Ballhausplatz unbegründete Angst ins Hirn pflanzen lässt dem fehlt halt mittelfristig die Weitsicht.

In Österreich sterben jährlich knapp 80000 Menschen. Und für ca. 1,5 % der Verstorbenen verkaufen wir die Zukunft unserer Kinder.

Mir wird gleich übel.

scaramango
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Wegen wenigen Monaten mit Einschränkungen....

....ist noch lange keine Kindheit bzw Leben "verloren" !!!

Denken Sie bitte mal 100 Jahre retour ->> I. Weltkrieg, alles zerstört, Millionen Tote .... und die Kinder damals???

Rund 80 Jahre retour >> II. Weltkrieg, alles zerstört, Millionen Tote ... und die Kinder damals???

Und Sie haben ein Problem, weil wir Abstand halten sollen und mal für ein paar Monate auf "Party" verzichten?

Machen Sie doch mal die Augen auf >> wir haben Alles - Essen, Wärme, sauberes Trinkwasser, Häuser & keine Trümmerhaufen .... und wir jammern !!!???

zweigerl
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Falscher Einwand

Ich hoffe, Ihre Übelkeit ist kein beginnendes Sars-Symptom. Ich will aber nicht mit dem Tod scherzen, sondern bloß dagegenhalten - und dazu gebrauche ich nicht unsere Regierung, sondern meinen Verstand - dass die von Ihnen angeführten Mortalitätsfälle, tragisch genug, in einem medizinisch abgeklärten Feld passieren, dass aber dieses unheimliche Virus nicht eingrenzbar ist. Der Hunger verfügt über eine eindeutige Kausalität, aber Covid-19 ist in seinen Auswirkungen und Ursachen gänzlich unerforscht. Mein Posting richtete sich aber auch gegen etwas anderes, nämlich gegen den Preis, den wir für unsere Freiheitsrechte zahlen sollen. Brutal gesagt: Lasst die Alten doch krepieren! Eine "Finanzexpertin" argumentiert eben wie eine Finanzexpertin: Sie hat immer das Ziel im Auge, die wirtschaftliche Prosperität zu sichern. Koste es, was es wolle.

Hausschuh
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Klug

Sie sind gebildet, klug und menschlich.
Danke fuer Ihre Kommentare, die vielleicht auch die Finanzrechtsexpertin erkennen lassen, was sie eigentlich gesagt hat und was das Mensschsein definitiv nicht ausmacht. Party ist nicht alles.

schulzebaue
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Ach ja

Auch die anderen Viren die uns Tag für Tag begleiten sind nicht eingrenzbar. Und nur in seltenen Ausnahmefällen behandelbar.

Und ganz so unheimlich ist es nicht. Da sind wir halt genau dort wo uns die Regierung haben will. In der Angstfalle.

zweigerl
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Phobophobie

Ach was, Politiker, die ja wiedergewählt werden wollen, sowie vor allem Wachstumsökonomen haben vor nichts mehr Angst als vor der Angstmache. Dieses Syndrom, die Psychologen nennen es die "Angst vor der Angst" (Phobophobie), könnte sich noch einmal verheerend auswirken. Der Populist Trump hat keine Angst und nimmt Tausende Covid-Tote in Kauf. Da sehe ich unsere Regierung in einer Position der viel größeren kollektiven Verantwortlichkeit und lobe sie dafür. Kurz beginnt eh schon einzuknicken vor der "Wirtschaft", unter dem Applaus der Finanzrechtsexperten und vermutlich auch von Ihnen.

schulzebaue
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Aber Freiheitsrechte

Haben immer einen Preis.

Die Alternative, Komminismus oder nationaler Sozialismus, sind auch keine Lösung.

Wer allerdings Sicherheit gegen die Freiheit eintauschen will hat am Ende weder Sicherheit noch Freiheit.

PS. Aus meiner Erfahrung leiden die Alten vielmehr an der aus den Maßnahmen resultierenden Vereinsamung und sie fürchten den Tod nicht so sehr. Aber gefragt, ob sie das So wollen wie es ist hat sie auch keiner.

pescador
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"Wir wägen nicht ab, welchen Preis wir bezahlen, um den Tod zu verhindern"

Der Preis ist für einen jungen, gesunden Menschen wie Frau Tina Ehrke-Rabel zu hoch. Für einen Menschen in der Risikogruppe, ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen ist der Preis sicher nicht zu hoch.

Shiba1
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Pflichtartikel!

!!!

babeblue
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Dieser Artikel ...

... spricht mir aus dem tiefsten Herzen.

Wir werden mit dem Virus leben müssen, zumindest noch viele Jahre. Es stellt sich dann über kurz oder lang die Frage, wie wir während und nach dieser Zeit noch leben können, wenn alles zerstört ist, die Menschen keine Arbeit mehr haben und weder medizinisch noch sonst eine Versorgung möglich ist?

Ich finde es vollkommen OK, sich zu schützen, Abstand halten, Hände waschen usw. Aber ich finde es verantwortungslos, sukzessive das Land zu ruinieren.
Derzeit werden pro Woche ca 160.000 Menschen getestet (im März waren es 20.000). Da ist es klar, dass die Infektionszahlen steigen. Mit diesen Zahlen werden aber nur ein großer Schaden für die Wirtschaft (Reisewarnungen etc) erreicht und natürlich die Angst geschürt, ändern tut das ansonsten gar nichts.

Jene Personen, die sich mit anderen, oft schweren Erkrankungen nicht mehr zum Arzt trauen und deshalb versterben, werden als Kollateralschäden in Kauf genommen. Eine eigenartige Einstellung...

Hausschuh
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Stimmt alles und doch ...

Ja, wir geben ein ordentliches Stueck Freiheit auf auch dessen, was es ausmacht, Mensch zu sein. Aber heisst Mensch sein nicht auch, die Wuerde aller anderen und damit auch deren Recht auf Schutz ihres Lebens zu wahren.
Dazu gehoert auch, das Gesundheitssystem zu schuetzen oder wollen Sie, sehr geehrte Frau Professor gerne die Entscheidung treffen, wer das letzte Beatmungsgeraet bekommt. Oder moechten Sie erleben, dass ein Ihnen nahestehender Mensch es nicht bekommt?
Mensch sein heisst auch, sich zuruecknehmen zu koennen fuer andere und fuer die Gemeinschaft.

berta47
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Würde

Warum darf ein Mensch, dessen Zeit abgelaufen ist, nicht in Würde sterben?
Muss man Ihn noch mit Apparaten quälen, die noch zusätzlichen Schaden anrichten?

Hausschuh
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Frage

Woher wissen Sie, dass die Zeit abgelaufen ist??
Wollen Sie das entscheiden? Und moechten Sie mit dieser Verantwortung leben ?

berta47
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Verstand, Vernunft, Verantwortung

Respekt, Wertschätzung, Rücksichtnahme, Empathie, Liebe... einfach einmal nachdenken.
kleinezeitung.at/kultur/buecher/5725518/Verhaltensforscher_Kurt-Kotrschal_Groessenwahn-gehoert-zum-Menschen:
Und zweitens hat künstliche Intelligenz nichts mit Intelligenz zu tun, es sind Algorithmen. Die typisch menschliche Art, über Dinge nachzudenken, flexibel zu sein, Standpunkte zu entwickeln, emotionale Einstellungen zu haben – das kann kein Algorithmus. Ich fürchte mich eher vor Leuten, die sehr gut darin sind, künstliche Intelligenz in ihrem Sinne einzusetzen.
kleinezeitung.at/meinung/5872548/Konrad-Paul-Liessmann_Die-Gesellschaft-auf-dem-Weg-zur
Lesen Sie diese Artikel in der Kl. Zeitung

Hausschuh
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Ja

Ich verstehe Sie, aber die Notwendigkeit von intensivmedizinischer Behandlung muss nicht immer heissen, Respekt, Empathie und Liebe zu vernachlässigen. Dazwischen liegt noch sehr sehr viel. Vor allem soll es nicht an der Verfügbarkeit von Ressourcen scheitern. Ich trage Maske ( Ungern, aber aus Respekt und zum Schutz anderer)

DannyHanny
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Und Sie leben nicht gerne Frau Prof.

Bestreitet niemand, das der Tod irgendwann eintritt!
Aber über das Wie er eintritt,muss man, glaube ich schon einen Unterschied zu machen!
Jetzt das Alter aussen vorlassend, kann ich an Krankheiten sterben,chronisch oder akut! An unvorhersehbaren Unfällen,sogar ermordet werden oder ich kann nach einem erfüllten Leben friedlich an Altersschwäche einschlafen!
Wenn mich jetzt jemand mit Sars Cov 2 infiziert, ich ins Krankenhaus, Intensiv muss und das nicht überlebe, habe ich dann Pech gehabt und soll mir denken, " eh wurscht sterben muss ich sowieso"!Und meine Familie soll froh sein, ein Esser weniger!
Man kann vieles der Wirtschaft unterordnen, nur Menschenleben dafür zu riskieren, sollte man sich gut, sehr gut überlegen, egal wie lange dieses Menschenleben schon dauert!

SAMochestri
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Regierung

Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre für jeden Entscheidungsträger und Grundlage für jede Entscheidung sein.
Wir haben anscheinend aufgehört zu akzeptieren, dass der Tod zum Leben gehört. Wir begeben und jeden Tag in Lebensgefahr, angefangen vom Straßenverkehr, degenerierten und behandeltem Essen usw.
Wir wiegen und in falscher Sicherheit, glauben alles im Griff zu haben, aber es ist nicht so!

joergputzl
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Guter Artikel

Ich bin genau ihrer Meinung. Wenn die Vor-Kommentatoren ihre Logik weiterspinnen, müssten sie den selben Maßstab auch auf andere bewusst akzeptierte Todesursachen ausdehnen.... wie WLAN-, Handystrahlung, Verkehr und Industrieemissionen, uvm