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Kärnten im Herbst 2018Zwei Berge, zwei Botschaften: Völkerverbindend am Dreiländereck statt Ulrichsbergtreffen.

 

Der Mons Carantanus, der Kärntner Berg, wurde missbraucht. Wollten die
Organisatoren des Ulrichsbergtreffens noch der Weltkriegsopfer gedenken, zog es im Windschatten der Veteranen auch Neonazis nach Kärnten. Zuletzt sollte das auf das Zollfeld zum Herzogstuhl verlegte Treffen wieder mehr Teilnehmern den Weg ebnen, doch diese blieben immer öfter weg.

Schauplatzwechsel. Die Symbolik des Dreiländerecks wandelte sich: Händereichen junger Menschen statt Abgrenzung. Kaum
jemand könnte für dieses Überwinden nationaler Enge glaubhafter Pate stehen als die Kärntner Konsensgruppe. Ihr Wirken ist auch heute gefragt: Wenn so viele ihren Nationalstaat „first“, also „zuerst“, bezeichnen, wächst die Gefahr, seine Nachbarn als zweitklassig abzustufen.

Während die umstrittene Stimme vom Ulrichsberg in diesem Jahr verstummt, erinnert man in Arnoldstein dem Ende des Völker-Schlachtens vor 100 Jahren.

Zwei Berge, zwei konträre Botschaften. Rechte Umtriebe unter dem Deckmantel des Opfergedenkens sind Auslaufmodelle, das Verbinden von Menschen, deren Vorfahren sich einst auf das Heftigste bekriegten, hat nichts an Aktualität verloren.

Denn lernen wir nicht aus der Geschichte, laufen wir Gefahr, diese dereinst blutig wiederholen zu müssen.

Kommentare (1)

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CuiBono
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2
Lesenswert?

Danke

für die klaren und nur allzu richtigen Worte.

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