WM 2023Schachern um Großereignisse

 

Die Vergabe von sportlichen Großereignissen böte das eine oder andere Mal wahrlich Stoff für Geschichten. Wenn, ja wenn man wüsste, was hinter den Kulissen wirklich vorgeht. Faktum ist: In Griechenland wird die Exekutive des Internationalen Skiverbandes seine Weltmeisterschaften vergeben. Einst war es die Vollversammlung, die - so wie es bei der Olympia-Vergabe nach wie vor ist - über Austragungsorte abstimmte. Weil das aber für die Kandidaten ins Geld ging und man sich den Vorwurf der Bestechung nicht gefallen lassen wollte, wurde der Entscheiderkreis auf die Exekutive beschränkt.

Am „Dealing and Wheeling“, wie man das Schachern und Handeln vor solchen Entscheidungen nennt, ändert das wenig. Es geht bei den Entscheiden weniger darum, ob und in welcher Form die Kandidaten (besser) geeignet sind, eine WM auszutragen. Es geht darum, wem welcher Austragungsort was bringt - und wer geografisch an der Reihe ist.

Klar ist: Die WM 2023 wird stattfinden, egal, wer den Zuschlag bekommt. Und Saalbach-Hinterglemm weiß: Wenn es heute mit dem Zuschlag nicht klappt, dann das nächste Mal. Obwohl: 2025 wäre, gemäß dem geografischen Zyklus, wieder Nordamerika dran. Aber vielleicht gibt es ja dann auch einen Deal ...

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