Die ÖVP und die KPÖDas Schreckgespenst von Graz

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

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© Kleine Zeitung
 

In den vergangenen Tagen: auffallend viele Anrufe und Besuche aus dem erweiterten Radius der Grazer und steirischen ÖVP. Lanciert wird keine Geschichte, keine vertrauliche Information, sondern nur eine alarmistisch untermalte Sorge, ein Drohbild, im Flüsterton gezeichnet. Die KPÖ, angeführt von Elke Kahr, marschiere in internen Exit Polls still und leise Richtung dreißig Prozent, während der Bürgermeister, der verschleiß- und altersresistente Siegfried Nagl, von oben im Paternoster auf den Dreißiger zusteuere. Wenn die Grünen ihren Korridor ausschöpfen und auf 15 Prozent kämen und die sieche Stadtpartei der SPÖ zweistellig bleibe, drohe, was im bürgerlichen Graz nur mit einem schockstarren Kreuzzeichen bedacht würde: ein von den Kommunisten angeführtes, rot-grün-rotes Linksbündnis. Rocky Horror Picture Show am Vorabend der Wahlen in Österreichs zweitgrößter Stadt, die CDU lässt aus der Ferne grüßen. Der schrille Spin hat da wie dort ein einziges dramaturgisches Ziel: Aufbau einer Drohkulisse zur Befeuerung der eigenen, apathiegefährdeten Anhänger.

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eratum
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Möööööp

Fail Hr. Patterer ;)

ilselampl
9
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... die Kahr ...

ist das nicht die, die für das Verkehrsresort zuständig war ???????
Hat sie mit diesem Geld vielleicht die sozialen Ausgaben getätigt ?????
Na wumm....................

Geom38
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Grazer sehen vermutlich immer alles eher mit der rosaroten Brille

aber gerade was Verbauung angeht, kann ich schon lange nicht mehr nachvollziehen was an dieser Stadt schön sein soll. Das trifft eher nur mehr auf die Innere Stadt und einige Bezirke zu, aber gerade nach Süden hin wird das mit Sicherheit niemand mehr behaupten, der die Stadt noch aus den 60ern oder 70ern kennt. Wir haben ja auch nicht grundlos schon vor Jahrzehnten unsere Sachen gepackt, einfach weil der einstige Stadtrand immer mehr verbaut und verschandelt wurde, mittlerweile eher einem Innenbezirk ähnelt. Und das "nach Süden hin offen" eher wenig Gutes verheißt. Vor allem für diejenigen, die sich schon mal darauf einstellen können, früher oder später eingemeindet und "urbanisiert" zu werden.

stprei
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Erster

Das ist der erste Artikel in der Kleinen seit langer langer Zeit, in dem nicht alles schlecht und fürchterlich ist und man das Gefühl hat, auf der Lebenswert-Liste nur knapp vor Kabul zu stehen.

Schade, dass es so lange gedauert hat, bis auch die Kleine Zeitung den Fokus vom Schlechtreden auf das legt, was die Grazer jeden Tag sehen. Eine schöne, sichere und lebenswerte Stadt, die heimelig klein ist, aber dennoch gerade groß genug, dass man alles hat und auch mal für sich sein kann.

Lodengrün
2
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Den Bock schießt die FPÖ ab

Meldet die Wahlveranstaltung als Demo an um sich die Kosten für den Polizeieinsatz zu sparen. Den Zahlen dann wir. Jetzt passen all die Sätze von Norbert Hofer: „Ihr werdet Euch noch wundern. Wir sind für die kleinen Leute da. Wir wollen die Kontrolle sein“. Herrlich, nicht wahr? 😆

neuernickname
14
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Lodengrün - Das ist jetzt net wirklich wichtig, wo aus dem "erweiterten Radius" der ÖVP

auffallend viele Anrufe kommen.

Warum sich mit der FPÖ befassen, die gegen Geimpften, Migranten hetzt und sich diese Hetze vom Steuerzahler" mit Hundertschaften von Polizisten "schützen" lässt.

Das ist doch völlig belanglos. Wichtig ist, wenn aus dem "erweiterten Radius" der ÖVP wer anruft.
Da wird man hellhörig in den Redaktionen und vermutet "Beeinflussung".

GEFÄHRLICH Lodengrün, unglaublich GEFÄHRLICH, wenn vielleicht ein ÖVP-Wähler anruft und sagt, also die Kommunisten muss ich nicht grad als Bürgermeister haben.
Schließlich hat die ÖVP ja eine "Vergangenheit" - die KPÖ ja nicht - es gab nie antidemokratische Tendenzen im Kommunismus. Das waren alles echte Volksdemokratien, wo ausschließlich das Volk der Partei vorgeschrieben hat, wie die Partei das Volk zu regieren und zu überwachen hat und in welche Lager man zur körperlichen Ertüchtigung eingewiesen wurde. Die Kommunisten sind ja nur ein "Schreckgespenst" in der Realität (siehe DDR, UDSSR, usw.) völlig harmlos.

Da ist es klar, dass Patterer diesen "Einflüsterungen" ein Absage erteilen muss.

Lodengrün
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Uns @neuernick

ist doch bekannt das Herr Kurz Sonntag Vormittag den Herrn Patterer anruft wenn ihm ein Artikel nicht konveniert. Auffallend auch wie viel er jetzt Zeit für Fellner TV und andere Sender in New York findet. Kahr hat sich ihren Platz in Graz ehrlich erarbeitet und wird auch durch die „Spitzen“ des Herrn Nagl nicht fortzukriegen sein. Ich hatte mit ihr einmal zu tun und was darf ich sagen. Ehrlich, kompetent, unaufgeregt, in der Sache bemüht. Meine Stimme hat sie. Und ich bin kein Kummerer.

neuernickname
14
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Dann Patterer das sagen, wenn es so ist. Wo simma denn hier - bei Was -.bin - ich?

Hoffentlich stimmt das auch, was Sie hier verbreiten. Das mit dem Extraflug nach Linz hat wohl nicht gestimmt. Aber da haben Sie ja auch nicht geantwortet, Lodengrün.

Das ist halt so eine Sache, mit dem Verbreiten von Gerüchten.

Sie wählen in Graz KPÖ und leben in der Schweiz? Und wer KPÖ wählt ist ein Kommunist. so ehrlich muss man sein. Lesens mal das Programm der steirischen KPÖ:

"Was jetzt
nötig ist, ist ein Bündnis aller, die begriffen haben oder es auch nur fühlen, dass es so nicht
weiter gehen kann; die entschlossen sind, ihre Fragen und ihren Protest auf die Straße zu
tragen und so für Druck von unten auf die im Dienste des Kapitals tätigen Mandatsträger in
den Parlamenten und Regierungen zu sorgen. Jeden wirklichen Fortschritt für die Mehrheit
der Menschen gibt es nur als Resultat von sozialen Kämpfen"

Tja - wer das wählt, muss das auch wissen, wie die Kommunisten in Wahrheit ticken.
Demokratie, Parlamentarismus - das haben die nicht im Sinn, Lodengrün.
Aber Sie wollen ja in der Pension nach Österreich zurückommen, weil ihnen die Schweiz zu teuer ist.
Hm.....

Lodengrün
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Sie @neuernick

sind wohl eine sehr verbitterte Person. Ich wähle Kahr und nicht das Parteiprogramm.Ich denke die nette Frau kennt das Programm gar nicht.

neuernickname
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Lodengrün

Wenn jemand in einer Partei ist, der das eigene Parteiprogramm gar nicht kennt, würd ich so jemanden überhaupt nicht wählen. Frau Kahr ist bei der KPÖ, weil sie nicht weiß, wofür die KPÖ steht. Oida.....

Unfassbar - was hier alles für Unsinn zu lesen ist.

hfg
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Es gibt noch einige Gründe

zumindest für mich die KPÖ zu wählen:
Frau Kahr ist eine grundehrliche bemühte soziale Politikerin.
Es braucht starke Kontrolle für die anderen Parteien.
Und nicht unwesentlich, wird nach wie vor, einiges vom durchaus üppigen Gehalt für sozial bedürftige Personen gespendet.
Ob sich die Welt über dieses gallische Dorf Graz, wo die KPÖ reüssieren kann, wundert oder nicht ist zumindest mir egal. Außerdem gibt es überall viele Bürgerlisten und Abspaltungen von Parteien wo sich einzelne Personen und Gruppen durchsetzen. Das Wahlsystem begünstigt ohnehin die großen Parteien, weil die Stimmen der vielen Kleinparteien durch die % Hürde verfallen und daher die Mandate und das Bürgermeisteramt billig werden. Durch die Nichtwähler und der niedrigen Wahlbeteiligung wird das sehr stark unterstützt. Mit relativ wenigen Stimmen erringt man die ganze Macht.

neuernickname
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Ich hätte mir ja nach der FPÖ-"Demonstration" gestern am Hauptplatz

einen Kommentar gewünscht, der sich mit dem OFFENSICHTLICHEN beschäftigt und nicht mit irgendwelchen "Einflüsterungen" die aus dem "erweiterten Radius" der ÖVP kommen (also ganz offenbar von einfachen ÖVP-Wählern).

Aber da glänzt die Kleine ZEitung durch Stille.
Kein Wort der Kritik an Kickls DEMO, kein Wort dass sich die FPÖ den "Schutz" vom Steuerzahler bezahlen lässt.

NICHTS:

feringo
5
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😌

=============================================
Das Raunzen wird eher dem Wiener zugemutet? Denkste!

>>> Der Grazer kann es genau so gut. <<<

Stephan123
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Beton-Siegi und sein fehlendes Gespür für eine charmante Stadt

Viele (mündige) Bürger sehen eben, dass die ÖVP unter Nagl Graz jahrelang zubetoniert hat:. Fast jeder Grazer hat auf einmal einen riesigen hässlichen Betonturm vor seinem Fenster, wo früher noch grün war. Den Charme, den Herr Patterer Graz zuschreibt und der zweifellos vorhanden war, verliert Graz sukzessive, weil charmante unverwechselbare Häuser abgerissen werden (es gibt unzählige Beispiele) ,und einem gesichtslosen und oft völlig einfalllosen überdimensionierten Betonbunker weichen mussten., Graz verliert unter Nagl sein unverwechselbares charmantes Gesicht und wird zu einer Betonwüste mit trostlosen Hochhaustürmen, wie es sie tausendfach auf der Welt gibt. Wer dieses Gespür für eine Stadt nicht hat, soll sich lieber selbst bei der Nase nehmen als zu versuchen, die Medien kurz vor der Wahl mit Anpatzen von Mitbewerbern zu beeinflussen.

Hausverstand
6
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Der Laschet von Graz

Beton-Sigi bekommt hoffentlich die Rechnung für 19 Jahre verfehlter Wohnungpolitik im Dienst der Immobilien- und Baulobby präsentiert. Er war im Wahlkampf saft- und kraftlos, nur mehr getrieben von der Angst des Machtverlusts!

neuernickname
11
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Ich wünsche mir rot-rot-rot in Graz, in Österreich auch in Deutschland und ganz Europa

Soll die Linke mal zeigen, ob sie was zusammenbringt.

Bisher hat sie immer nur "verteilen" können, wir sollten der Linken mal die Gelegenheit geben zu zeigen, ob sie auch was erwirtschaften kann.

voit60
4
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Österreich

wäre ja in den 70 und 80Jahre beinahe bankrott geworden. Da ist der Schulden-Sieg schon ein anderes Kalifer. Wie hoch ist Graz verschuldet nach 16 Jahren Nagl, und davor war er Finanzstadtrat

neuernickname
2
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voit Wirtschaftspolitisch waren die 80 er nicht sonderlich gut

Lacina hat aber die Notbremse gezogen, was man anerkennen muss.

Keynesianismus ist in Ordnung - in Krisen - nicht als Dauerzustand. Aber das laste ich Kreisky nicht an.

Sie wollen aber nicht ernsthaft die SPÖ von 1970 - 1983 mit der Linken von 2021 vergleichen.

Das sind zwei unterschiedliche Dinge - die haben miteinandern nur noch den Namen gemeinsam.

Ragnar Lodbrok
5
23
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Das Schreckgespenst von Graz

hatten wir jetzt jahrzehntelang - viel zu lange!

neuernickname
38
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Ob mal ein Kommentar kommt, der nicht ÖVP-feindlich ist in der Kleinen Zeitung?

Das ist schon auffällig, der geradezu fanatische Kampf der Kleinen Zeitung gegen die ÖVP.
Mag ja alles so sein, was das steht, aber derart einseitig gegen die ÖVP fixiert, kommentiert nicht einmal der Standard.

Bereits
5
22
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.

Scherzerl? Ohne Kleine und Medien der Styria würde die ÖVP weder den Landeshauptmann stellen (kann irgendwer spontan sagen, was Schützenhöfer bisher geleistet hat?) noch wäre Nagl Langzeitbürgermeister in Graz (zählt mal, wie oft Nagl zum Beispiel im "Grazer" pro Ausgabe abgebildet ist).
An Ihrer Stelle würde ich also nicht die Hand beißen, die Sie nährt.

neuernickname
15
5
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bereits (wieder ein "Neuer" aus der roten Ecke?)

Ich fordere FAIRNESS gegenüber ALLEN Parteien.

Aber von deiner Seite kommt WIEDER die Unterstellung, die Medien würden die ÖVP in den Sattel hieven.

WARUM dann die roten Stricherle, Genosse? Ich kritisier ja auch die Einseitigkeit.
Oder ist Einseitig dann super, wenns ausschließlich gegen die ÖVP geht?

Wollt ihr überhaupt eine unabhängige Presse, oder ist alles nur Schall und Rauch, was von den diversen Parteipostern kommt?
Dass eure Parteizeitungen wirtschaftlich abgestunken sind, ist bekannt. Warum könnt ihr nicht wirtschaften, Genossen?

voit60
0
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Tagespost

schon mal was davon gehört?

neuernickname
7
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voit - Ja, die Gitbs auch nicht mehr - Mir sind Parteizeitungen ohnehin powidl. Ich mag auch das zack-zack Magazin nicht.

Die Tagespost wurde aber von Krainer selber eingestellt.
Die Neue Zeit konnte die Löhne nicht mehr zahlen.

Na ja, wie auch immer......

Bereits
2
8
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.

Ihr Niveau ist mir ein bissl zu tief. Schönen Tag noch.

neuernickname
7
1
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Danke Bereits - ich weiß eh wer du bist

Grüße an rot-weiß-rot

 
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