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Von Mensch zu MenschVielleicht fragt heute jemand die Justizministerin, wann es Fußfesseln für Weggewiesene geben wird

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© Kleine Zeitung
 

Eine Forderung ist diese Woche untergegangen. Berechtigt untergegangen. Die Frauenministerin müsse nach den Frauenmorden die Konsequenzen ihrer Untätigkeit ziehen und zurücktreten, forderte die Sozialistische Jugend. Sie soll also verantwortlich sein, dass Männer morden? Beim heutigen runden Tisch mit Frauenrechts- und Gewaltschutzorganisationen wird Susanne Raab zwar nicht zum Rücktritt aufgefordert, aber zu Recht eines hören: dass es zu wenig Geld für Frauenhäuser, Opferschutzorganisationen, zu wenig Personal gibt. Was da allerdings gerne vergessen wird? Dass 2021 nur ein einziger mutmaßlicher Mörder zuvor von der Polizei weggewiesen wurde und eine Intervention möglich gewesen wäre. Wie meinte soeben eine Sprecherin der Gewaltschutzzentren im „Kurier“? Es sei „entsetzlich, wie reißerisch mit den Morden umgegangen wird, wie Ängste geschürt, Schuldige gesucht, Panikmache betrieben wird, Zahlen undifferenziert hingeschmettert und teils absurde Forderungen gestellt werden“.

Kommentare (1)
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tupper10
2
7
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"Sie soll also verantwortlich sein, dass Männer morden"

Männer morden nicht. Pauschalunterstellungen wie diese tragen das ihre zur Unsachlichkeit der Diskussion bei. Wahr ist lediglich, dass elf von rund 4 Millionen Männern in Österreich in diesem Jahr zu Mördern wurden. Wenn Journalisten aufhören, Männer allein aufgrund ihres Geschlechts als potenzielle Bestien unter Generalverdacht zu stellen, ist ein wichtiger Schritt getan, um eine zielführende Debatte zu ermöglichen.