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Suizid auf Lieferschein?Die Verfassungsrichter vor Entscheidung über straffreie Tötung auf Verlangen

Im September verhandelte der VfGH bereits öffentliche über aktive Sterbehilfe
Im September verhandelte der VfGH bereits öffentliche über aktive Sterbehilfe © APA/Herbert Neubauer
 

Die zehn Richter und vier Richterinnen des Verfassungsgerichtshofes entscheiden in der diese Woche begonnenen Session über Leben und Sterben. Darum kommen sie nicht herum. Die Abstimmung darüber können sie nicht auslagern an ein Fernsehpublikum. Das ist gut so. Denn die Mehrheit von 70,8 Prozent, mit der Montag Abend ADR-Fernsehzuseher via Internet und Telefon den 78-Jährigen Herrn Gärtner ins Jenseits beförderten, verstört. Das Votum bestätigt mir befremdlicher Wucht den Spruch des deutschen Verfassungsgerichtshofes zu Jahresbeginn in Karlsruhe, die Beihilfe zum Suizid straffrei stellten, wirtschaftszweckliche Assistenz zum Suizid obendrein.

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Danke für Ihr Verständnis.

lieschenmueller
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Ich habe gerade nachgeschaut, ob der Artikel zum selben Thema vom gleichen Journalisten stammte

Er tat es.

"Befremdlich, ins Jenseits befördert, verstört" von heute, sind Worte aus der selben Feder.

Ehrlichgesagt, was mich mehr verstört, sind SIE, Herr Adolf Winkler. Ein so aggressives Meinung-Aufdrücken-Wollen bei einem derartig Sensiblem ist in der Kleinen Zeitung ungewöhnlich.

GordonKelz
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Verstört....

...mich gewaltig! Und dies kurz vor einer Höchstgerichtlichen Entscheidung...
Wenn man nur das Wort manipulativ in den Mund nimmt, in einem Bürgerforum, wird man sowieso nicht zugelassen...
Gordon Kelz

lieschenmueller
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Genau wie dieser "Lieferschein-Vergleich" daneben ist wie kaum was

Ich denke nur an die Beschreibung der Tochter* von Ellen Schwiers, die in hohem Alter nach unerträglichen Schmerzen sich zum "Sterbefasten" entschloss, um endlich gehen zu können von dieser Welt. Sie schränkte das Essen total ein und was extrem furchtbar sein muss, das Trinken ebenfalls.

Mit Sterbehilfe hätte diese Frau friedlich einschlafen können und nicht durch diese Quälerei müssen.

Meiner Meinung nach ganz mieser Journalismus.

*Sie war kürzlich in einer Sendung im WDR und beschrieb das ganze Leid

feringo
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Menschlichkeit

Herr Adolf Winkler, lassen Sie Gott, den Sie nicht kennen können, aus dem Spiel. Wir leben in einem Rechtsstaat. Nach diesem haben die Richter zu entscheiden.

Avro
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Nichts gehört davon Hr. Winkler?

"Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch Nichts davon gehört, dass Gott tot ist!"
Hr. Winkler, wir sind nicht Gott, wir wollen über das einzige entscheiden was uns wirklich gehört. Unser eigenes Leben!
Sie und andere haben nicht das Recht darüber zu bestimmen.