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Medienkrieg in UngarnOrbán hat seinen Stil einst mit Muhammad Ali verglichen. Tänzeln, ausweichen, zuschlagen

Den EU-Gipfel hat Ungarns Regierungschef Viktor Orbán gemeistert, doch jetzt steht er zum Thema Pressefreiheit wieder am Pranger. Wieso stellt er seine Erfolge aufs Spiel?

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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist einer der erfolgreichsten Regierungschefs Europas. Alle objektiv messbaren Parameter – Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit, Durchschnittseinkommen, Staatsverschuldung – sehen von Jahr zu Jahr besser aus, seit er regiert, und besser als der EU-Durchschnitt.

In der Europäischen Union und international hat er Ungarns politisches Gewicht gesteigert, vor allem durch den Ausbau der Kooperation der Visegrád-Staaten und ihrer Freunde in Ostmitteleuropa zu einem schlagkräftigen politischen Block, dem beispielsweise die jetzige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihren Job verdankt.
Er könnte mit diesen Erfolgen eigentlich zu den Geehrten und Geachteten in Europa gehören. Aber reihenweise und immer wieder holt er neben diesen Leistungen zu derben Schlägen aus, die in der westeuropäischen politischen Kultur inakzeptabel sind. Statt Vorzeigeschild Europas – das könnte er durchaus sein – ist er der Prügelknabe geworden. Warum macht Viktor Orbán das?

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