AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Zürnende PostingsPhilippa Strache war Marionette eines Tauschhandels unter Männern

Der tägliche Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
Straches Puppentheater
Straches Puppentheater © Petar Pismestrovic
 

Guten Morgen!

Gestern landete eine hochtoxische Ladung auf dem Schreibtisch. Meine Social Media-Kollegin vom Desk hatte sie überbracht. Kommt ab und zu vor, um die Frustrationsschwelle am Morgen zu testen. Es handelte sich um einen langen Ausdruck zürnender Postings zu einer Karikatur, die wir tags zuvor in der Zeitung veröffentlicht hatten. Die Zeichnung von Petar Pismestrovic zeigte Philippa Strache als Marionette und im Hintergrund ihren Mann als Fädenzieher. Eine Karikatur hat immer auch eine Unterzeile, obwohl sie oft gar keine bräuchte. Sie lautete: „Puppentheater“. Eine Frau als „Puppe“, als „Pupperl“ zu diffamieren, das sei sexistisch, frauenfeindlich und ungeheuerlich, wetterten die Wortführer des Protests, darunter viele klingende Namen aus dem freiheitlichen Lager, diesmal im Gewand politischer Korrektheit und zur Abwechslung frauenbewegt, aber immerhin: echte Namen. Sie orchestrierten die Empörung und riefen zu konzertierten Abbestellungen auf.

Kommentare (9)

Kommentieren
peterhager
0
10
Lesenswert?

Existenzsorgen?

Ich hätte auch gerne ein Fixmandat im NR - zwecks Absicherung meiner Familie. Die 2 zusätzlichen U-Bahnstationen in der Früh nehme ich gerne in Kauf, wenn sich dafür mein Kontostand ordentlich :-) erhöht.

Frau Strache geht lt. Medienberichten doch ohnehin schon wieder arbeiten bzw. hat/hätte sie Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld, also mittellos ist die Familie nicht. Und wenn sie Vollzeit ”hackln” sollte, kann HC Kinderbetreuungsgeld beziehen, ergo ordentlich
Kohle für die Family - das geht sich bestimmt aus. Die blauen Parteifreunde beraten die beiden sicher gerne, wie man mit EUR 150,- monatlich über die Runden kommt. Ach ja, fast hätte ich aufs AMS vergessen ...

Antworten
POB
15
0
Lesenswert?

Kann ein Mann beurteilen ob eine Zeichnung frauenfeindlich ist oder nicht?

Sehr geehrter Herr Patterer! Sie schreiben „[...] Die Frage ist: Haben die Kritiker recht? War die Karikatur tatsächlich „frauenfeindlich“ oder konnte sie so wahrgenommen werden? Ich meine, auch nach selbstkritischer Revision: Nein. [...].“ Frage: Warum sollten Sie, als Mann, beurteilen ob eine Zeichnung „frauenfeindlich“ ist oder nicht? Warum konnten/wollten Sie diese Beurteilung nicht Ihren hervorragenden Mitarbeiterinnen - Antonia Gössinger und/oder Carina Kerschbaumer - überlassen? Das wäre wohl erlicher gewesen. Mit freundlichen Grüssen POC

Antworten
ronny999
1
29
Lesenswert?

Man wundert sich,

dass offensichtlich noch immer 19% der Österreicher diese Partei wählen, welche für nichts steht - außer eigener Bereicherung auf tiefsten Niveau!

Antworten
MoritzderKater
1
26
Lesenswert?

Also es war kein Deal?

Was war es denn sonst?

Ich habe heute morgen sehr geschmunzelt, weil es thematisiert und auf den Punkt gebracht wurde.
Liebe KLEINE , Deine Berichterstattung mit unendlich viel Humor lässt einen das triste Leben, rund um die Politik noch erträglich erscheinen.

Vielen Dank

Antworten
wahlnuss
1
35
Lesenswert?

Ich kann die Empörung verstehen,

weil Herr Pismestrovic mit seiner Karikatur den Deal auf den Punkt bringt. Da Frau Strache über das passive Wahlrecht verfügt, wäre dies prinzipiell nicht das Problem. Ich könnt ja auch, aber... Der Sitz im Parlament wurde ihr so verscherbelt, dass sich die Dame nicht einmal der Wahl stellen muss. Ich stelle mir vor, ein Chirurg wird gekündigt und an seiner Stelle operiert jetzt die Frau des Chirurgen. Als Hausfrau hat sie immerhin einschlägige Erfahrung im Umgang mit dem Messer.

Antworten
IlmarTessmann
23
3
Lesenswert?

Text

Nun beim Sexismus ist man meistens sehr schnell, würde da Doris Bures hängen und hinten Werner Faymann - dann darf es auch nicht Sexismus sein, also von meiner Warte sexistisch war es nicht.

Nur worauf ich schon hinweisen möchte, dass oft mit zweierlei Maß gemessen wird, rechte Politiker werden viel härter angefaßt als Linke und müssen sich auch mehr gefallen lassen als Linke

Die Karikatur hat sicherlich nicht ganz unrecht, nur als Part of the game es zu bezeichnen ist unkorrekt, da ja LR Scheuch für diese Aussage rechtskräftig verurteilt wurde und damit unterstellt wird, das wäre unrecht oder ungesetzlich, es ist ein politisches Spiel, das man mögen kann oder nicht, aber das ist keinem Fall Part of the Game, das heißt, dass dadurch sich jemand ungesetztlich bereichert, um diesen Unterton sollte der Bericht bitte erleichtert werden

Antworten
Gotti1958
3
26
Lesenswert?

Herr Patterer

Vortrefflich kommentiert. 👍👍👍👏👏👏

Antworten
styriart
2
33
Lesenswert?

Jaja, der Herr G.G.

Ein abgehalfterter BZÖ-Politiker, der in mittelschulphilosophischer Art und Weise Texte verfasst, die zwar gut klingen, aber inhaltlich gelinde gesagt Abfall sind (sich aber einfach selbst gerne hört und sieht).
Wer seine Texte ein wenig durchliest, merkt sofort, wes Geistes Kind er ist. Inhaltlich auf Menschen zugeschnitten, die gerne das Denken anderen überlassen und am glücklichsten sind, wenn sie in ihrer eigenen "Meinung" bestärkt werden.

Bei der Darstellung einer Marionette via "Puppe" auf Sexismus zu schließen... Hawidere...

Antworten
Lodengrün
2
18
Lesenswert?

Er ist nicht mehr oder weniger

als der Pausenkasperl von OE24TV. Man bewahre uns das dieser Sender Staatsfernsehen wird.

Antworten