Es begann als Vermutung und endete als Behauptung. Deutsche Medien verbreiteten die Nachricht, dem ehemaligen Chef der österreichischen rechtsextremen Identitäten, Martin Sellner, drohe ein Einreiseverbot. Ende November hatte dieser bei einem Treffen von Rechtsextremisten in Potsdam über Pläne für eine großflächige Ausweisung von Menschen mit migrantischen Wurzeln aus Deutschland referiert. Es folgten heftige öffentliche Proteste und zahlreiche Demonstrationen, vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich.
Ex-Identitären-Chef
Wie sich Behörden im Umgang mit extremistischen Provokateuren lächerlich machen
Kommentar.
Deutsche Ausländerbehörde wollte Martin Sellner die Einreise verweigern. Der machte daraus erst ein Medienspektakel – und reiste dann einfach ein.
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