Werte im Bereich GlaubePaul Michael Zulehner: „Religionen sind eine Quelle von Vertrauen“

Christ zu sein, sei in Europa heute nicht mehr Schicksal. Trotzdem werde das Gewicht der Religionen zunehmen, sagt der Wiener Theologe Paul Michael Zulehner.

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Paul Michael Zulehner
Paul Michael Zulehner © (c) Franz Gruber picturedesk.com
 

In seinem Buch „L’archipel français“ malt der Politologe Jérôme Fourquet das Porträt eines entchristianisierten, zivilisatorisch verwildernden Frankreichs, das in unzählige Gruppen mit unterschiedlichen Interessen und Identitäten zersplittert ist. Droht dieses Szenario ganz Europa?

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Danke für Ihr Verständnis.

reschal
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Hr. Zulehner beschreibt mit interessanten Formulierungen. Danke dafür.

Zu den Kommentaren... Religion oder Wissenschaft?
...und wenn irgendwann alles erklärt ist? Ist der Mensch dann menschlicher und glücklicher?
Diejenigen, die Religion und Wissenschaft in Konkurrenz setzen, vergleichen oder gegeneinander ausspielen, tun sich und den Menschen nichts Gutes.
Die Hardliner auf beiden Seiten verteufeln die Gegenseite und erkennen nicht, dass Religion und Wissenschaft unterschiedliche Funktionen haben.
Es braucht Sonne und Regen für gedeihliches Wetter. Zuviel vom einen oder anderen schadet!

zweigerl
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Scharfer Kopf

Zulehner ist eigentlich ein scharfer Kopf. Gerade mal 5 Prozent unserer Pfarrer dürften ihn kapieren. Dass er sich trotzdem nahezu fanatisch einer biederen Frömmigkeit hingibt, ist erstaunlich. Und wohl auch respekteinfordernd. Ich weiß nicht, ob ihn seine "Kerche" (so lautet er immer "die Kirche") verdient hat.

wi1950
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Pure Angst

kann einen ergreifen, wenn die Aussage von Herrn Zulehner " Ich bin überzeugt, dass das Gewicht der Religionen rasch wachsen wird..." eintrifft. Denn nicht zuletzt den unterschiedlichen Religionssichten haben wir Massaker und Religionskriege zu verdanken. Was wächst ist der Islam, das ist sicher und das verheißt nichts Gutes

Hausverstand100
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Ich vermute

Dass es wohl nie so weit sein wird, dass die Menschheit Begriffe wie Unendlich oder Ewig wirklich erfassen wird können, ebensowenig wie die Frage des Entstehens des Universums.
Jahrhunderte alte Märchenbücher sind dafür allerdings als Erklärung denkbar ungeeignet.

Dr.B.Sonnenfreund
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Dabei sollten Religionen

heute doch eher ein Auslaufmodell sein, da wir so vieles schon ohne "Gott" erklären können durch die Wissenschaft. Früher brauchte man Gott als Erklärung für viel Unerklärliches. Mein Sohn, hat sich entschieden am 10 Geburtstag aus der Kirche auszutreten. Das war sein Wunsch zum 10 Geburtstag, den wir ihm mir unserer Unterschrift erfüllten, da das selbstständig erst mit 14 Jahren möglich ist.
Er als auch ich hatten in unserem ganzen Leben gar keine Art von religiösen Gefühlen oder gar Glaube an einen ominösen "Gott". Ich denke dass Atheisten in der Entwicklung schon weiter sind als Gläubige. Ist meine Hypothese.

feringo
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@Dr.B.Sonnenfreund : Dabei sollte....

In Glaubensrichtungen wurde und wird immer versucht Erklärungen für die Welt zu finden. Unterschiedlich erfolgreich waren und sind diese dabei. Die heutige Wissenschaft ist zur Erklärung der Welt am umfangreichsten ausgestattet. Nur zur Weltformel reicht es immer noch nicht und dadurch sind letztendlich die Erkenntnisse der Wissenschaft immer noch vorläufig, mit Glauben behaftet und nicht absolut gültig.
Außerdem: Woher nehme man Richtlinien zur Weltgestaltung? Von der Wissenschaft? Diese hat doch den raschen Klimawandel befeuert.
Ich bin kein Wissenschaftsgegner, ich liebe aber besonders die Überlegungen zur Erkenntnis- bzw. Wissenschaftstheorie.