Hund "Balou" ist am Freitag in Deutschland ohne Begleitung eines Zweibeiners mit dem Zug von Erftstadt in die rund 15 Minuten entfernte Stadt Köln gefahren. Am Morgen bestieg er den RE12 am Bahnhof Erftstadt, der über Trier, Mechernich und Euskirchen nach Köln führt. Am Bahnhof Köln-Süd nahmen ihn Beamte der Bundespolizei in Empfang, die vom Zugführer informiert worden waren.

Die Beamten brachten ihn auf die Wache: "Dort fühlte der Gast sich sichtlich wohl", wie die Bundespolizei in einer Mitteilung erklärte. Sie starteten dann über das Social-Media-Netzwerk Twitter eine Suche nach dem Herrchen oder Frauchen des drei Jahre alten osteuropäischen Schäferhunds. Kurze Zeit später meldete sich die Besitzerin.

Balou wurde in Köln von der Polizei "aufgegriffen"
Balou wurde in Köln von der Polizei "aufgegriffen" © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Nachdem sie sein Verschwinden bemerkt hatte, hatte sie nach eigenen Worten sofort vermutet, dass "Balou" wieder Zug fahre. "Mein Hund fährt gerne Zug", erklärte sie. Und er beherrsche die Kunst, selbstständig Türen zu öffnen – deshalb konnte er von Zuhause ausbüxen. Im Kölner Tierheim Zollstock wurden Hund und Halterin schließlich wieder vereint.