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Berlin Fashion Week Ein erster Blick auf Lena Hoscheks Kollektion

Modischer Streifzug durch Folklore und Kunsthandwerk führt im 15. Jahr nach der Labelgründung von Wien über Norditalien und den Balkan nach Ostanatolien und Moldawien.

Im November begeht das Modelabel Lena Hoschek seinen 15. Geburtstag, und zum Jubiläum feiert die steirische Kleidermacherin ganz besonders jene Elemente, die ihre Kreationen seither so beliebt gemacht haben: feminin-mondäne Schnitte, edle Stoffe mit traditionellen Mustern und feines Kunsthandwerk, wie Mittwochmittag in Berlin zu sehen war. Die Herbst/Winter-Kollektion 2020 "Artisan Partisan" wurde im Rahmen der deutschen Fashion Week vorgestellt. Die zahlreichen Besucher in der Eventlocation Kraftwerk, darunter das deutsche Model Franziska Knuppe, nahm die Grazerin auf eine verschiedene Kulturen umspannende Reise mit, die Ethno-Einflüsse aus Wien und den Balkanländern, aus Frankreich und Italien bis Ostanatolien und Moldawien verschmolz.

(c) dpa-Zentralbild/Britta Pedersen (Britta Pedersen)

"Beim Designen geht es mir wie beim Kochen", plauderte Hoschek davor aus den Nähkästchen. "Am Markt inspirieren mich die unfassbare Farbenvielfalt und die vielen Gerüche. Im Atelier ist es die unglaubliche Materialvielfalt - unzählige Bänder, besondere Prints, erlesene Stoffe. So arbeite ich mich von den Zutaten bis hin zum endgültigen 'Gericht' vor."

(c) APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene (Jens Kalaene)

Wien steuerte als Inspiration den Wiener Schal bei, mit persisch inspirierten Mustern, aus feiner Seide und Wolle, mit handgeknüpften Fransen. Eine Wiener Seidenweberei stellt dieses Must-have des 18. Jahrhunderts noch her. Hoschek ließ für ihre neue Kollektion eigens prachtvolle Paisleys weben. Pakistanische Ikat-Muster, persische Granatapfelverzierungen und moldawische Rosenkelims zieren die Stoffe, alles in den Farben orientalischer Gewürzbasars mit vielen erdigen Tönen und kraftvollen Rot-Nuancen. Von einer Krawattenseide-Manufaktur aus der Region um den italienischen Comer See stammen viele der Materialien für Hoscheks Couture-Roben, und in Frankreich ließ sie in Anlehnung an antike Teppichmuster Stoffe mit Arabesken besticken.

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Die Models trugen das Haar zum Zopf oder Kranz geflochten und mit bunten Bändern in die Frisur eingearbeitet. Das Schuhwerk bestand aus hohen Pumps, flachen Schnürstiefeln, oder - passend zu den starken Ethno-Looks - Kelimboots. Eröffnet wurde der Laufsteg mit einem für die Steirerin typischen Bänderrock, der gänzlich aus verzierten Bändern und Borten gefertigt ist - einer ihrer Klassiker. Den Schlussapplaus nahm eine strahlende Lena Hoschek - sie erwartet in wenigen Wochen ihr zweites Kind - entgegen.

(c) APA/AFP/dpa/BRITTA PEDERSEN (BRITTA PEDERSEN)
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Hoschek/Getty Images
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