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Olympia 2020Fit bis ins hohe Alter: Das Geheimnis von Japans Supersenioren

Nirgends werden die Menschen so alt wie in Japan. Das liegt vor allem daran, dass viele von ihnen körperlich aktiv sind und sich gesund ernähren. Besonders die Bewohner in der Präfektur Nagano stechen heraus.

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Knackte mit über 100 Jahren noch Rekorde Hidekichi Miyazaki
Knackte mit über 100 Jahren noch Rekorde Hidekichi Miyazaki © (c) imago/Kyodo News (imago sportfotodienst)
 

Takuji Hayata sitzt auf der Bank und macht eine kurze Pause. „Ich bin heute schon zum zweiten Mal zum Spazieren hergekommen“, sagt er und blickt zufrieden in die Umgebung. In seinem Rücken liegt ein 20.000-Zuschauer-Stadion, vor ihm eine Turnhalle. „Hier fühle ich mich wohl.“ Die sportliche Atmosphäre im Komazawa Park, im westlichen Zentrum Tokios, sporne den 80-Jährigen an, sich nicht hängen zu lassen. Vorne spielen Studenten Basketball, etwas weiter üben Kinder am Springseil. Der Komazawa Park, der 1964 das Zentrum der Wettbewerbe bildete, als Tokio die ersten Olympischen Spiele veranstaltete, ist bis heute eine der wichtigsten öffentlichen Sport- und Naherholungsanlagen der Metropole. Hochleistungssportler, wie Takuji Hayata einst selbst einer war, trainieren hier für Turniere. Hobbysportler laufen eine große Runde oder spielen Baseball. Und Senioren genießen die frische Luft und das Gefühl der Aktivität.

„So etwas gab es in meiner Jugend kaum“, sagt der alte Mann zu seiner Frau, die wie er in Trainingskleidung gekommen ist. Für den Nachwuchs seien damals die Sportanlagen der Schulen da gewesen, aber auf die körperliche Aktivität älterer Menschen habe man kaum geachtet. „Als ich für die Olympischen Spiele trainierte, trieben alte Menschen eigentlich keinen Sport.“ Die Olympischen Spiele von 1964 sollten aber dann nicht nur das Leben von Takuji Hayata verändern, der im Turnen zweimal Gold holte. Durch die neue öffentliche Infrastruktur hatte zumindest in Japans Hauptstadt die ganze Bevölkerung gewonnen.

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