China in den Nockbergen Acht wenig bekannte Foto-Ikonen in Kärnten

Instagram-Safari statt immer gleicher Spazierweg: Diese acht Orte in Kärnten zaubern außergewöhnliche Fotomotive vor die Linse.

Eine Spirale beginnt als Halbinsel im Fluss und windet sich nach oben um einen hohen, grasbewachsenen Kegel. Das „Zikkurat Drauwelle“ in Ludmannsdorf wurde von Edmund und Tomas Hoke sowie Armin Guerino als Land-Art-Projekt gestaltet. Seither dient es Draupaddlern als Rastplatz - und Hobbyfotografen als ästhetisches Motiv, besonders bei Sonnenuntergang.

 

photoroi.com

Eine Pagode mit der Petzen im Hintergrund, das gibt es nur in St. Michael ob der Gurk. Das internationale Meditationszentrum ist freilich nicht zugänglich, trohnt aber so fotogen auf einem sonnenlichtverwöhnten Westhang, dass das Fotografenherz hüpft. Außerdem eine schöne Ecke für einen ausgedehnten Spaziergang entlang weiter Felder.

@gerhard_kulterer

Am weitläufigen Plateau oberhalb von St. Donat am Zollfeld steht die Privatkapelle Maria Magdalena, geplant vom Grazer Architekten Gerhard Sacher – in strahlendem Weiß, mit klaren Konturen, transparenten Flächen und Proportionen, die dem „Goldenen Schnitt“ da Vincis entsprechen. Eingezäunt zwar, aber direkt an einem feinen, sonnigen Spazierrundweg.

@edwohlfahrt

Die Gurina ist eine römerzeitliche Siedlung nördlich von Dellach im Gailtal. Die dort entdeckten Tempelreste aus der Zeit um Christi Geburt waren die Basis für diese Rekonstruktion des einstigen „Herkulestempels“. Ein verborgenes, doch lohnendes Ausflugsziel – und ein tolles Fotomotiv inmitten der Natur des Oberen Gailtals. Negativen Coronatest mitführen!

@gerald_koestl

Hinter Hüttenberg, in einem kleinen Seitental, ragen diese spektakulären Bauten auf: Die Heft ist eine der europaweit größten historischen Eisenwerksanlagen aus dem 19. Jahrhundert mit zwei imposanten Holzkohlehochöfen im klassizistischen Stil. Ein eindrucksvoller und verlassener Ort für fotografische Entdeckungen.

Christian Grünwald

Da mussten schon viele nichts ahnende Flaneure zweimal hinsehen: Das Steinhaus am Ossiacher See von Architekt Günther Domenig ist ein Blickfang, den man zwischen Badehäuschen und Hotels nicht vermutet. Mittlerweile führt der Slow-Trail Bleistätter Moor direkt am Steinhaus vorbei. Der perfekte Fotostopp. Nach der Pandemie soll es Besuchern wieder offenstehen. 

Kärnten Werbung

Heiligenwände mit tibetischen Göttern, bunte Fähnchen im Wind, buddhistische Figuren, zwiebelförmige Stupas: Der Lingkor, ein tibetischer Pilgerpfad in Hüttenberg, ist für Mitteleuropäer ein optisches Großfeuerwerk. Und ein reicher Fundus an exotischen Fotomotiven, die uns derzeit im Original verwehrt bleiben.

Elias Jerusalem

Auch wenn das Hotel Hochschober derzeit zu ist: Der Chinaturm verleiht dem Turracher See einen fernöstlichen Touch. Gerade recht für einen Ufer-Spaziergang mit dem Teleobjektiv im Rucksack. Wenn Ausschnitt und Hintergrund stimmen, ist China plötzlich in den Nockbergen.

Hotel Hochschober
1/8
Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!