SlowenienUnterwegs im Reich des Drachen Lintver

Die Region Solčavsko ist geprägt von drei Alpentälern und dem Mittelgebirgsfluss Savinja, in dem Fliegenfischer gerne ihr Glück versuchen.

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Blick von der Panoramastraße ins Logartal © Jan Godec
 

Wer über den Paulitschsattel in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach nach Slowenien fährt, kommt direkt in die idyllisch gelegene Region Solčavsko. Das bekannteste Tal dieser Region ist das Logartal, das als schönstes Alpental Sloweniens gilt. Solčavsko umfasst neben dem Logartal noch die Alpentäler Matkov kot und Robanov kot sowie die Dörfer Solčava und Podolseva. Die Region prägt der Fluss Savinja.

Das Logartal und Robanov kot sind „Natura 2000“-Gebiete, somit stehen 80 Prozent der Fläche von Solčavsko unter Naturschutz. Außerdem gilt die Region als eine der „European Destinations of Excellence“ für nachhaltigen Tourismus in der EU und hat für Wanderer, Radfahrer oder Tagesausflüge mit dem Auto oder Motorrad zahlreiche Attraktionen zu bieten.

Ein Blick ins Matkov kot - dem kleinsten Tal der Region Solčavsko Foto © Simone Jäger

Die schönsten Aussichten hat man von der Solčavsko-Panoramastraße aus, die insgesamt 37 Kilometer lang ist. Es gibt mehrere Einstiegspunkte, einer davon befindet sich auch in der Nähe des Paulitschsattels.

Je nachdem, wie viel Zeit man hat und ob man zu Fuß oder motorisiert unterwegs ist, gibt es verschiedene Themen-, Spazier- und Wanderwege in unterschiedlichen Längen, die ihren Ausgangspunkt an der Panoramastraße haben. Entlang der Strecke befinden sich zahlreiche Bauernhöfe, die mit Aktivitäten, wie etwa Bogenschießen und Produkten aus der eigenen Landwirtschaft aufwarten, viele Natursehenswürdigkeiten und man kann die Geschichte des Drachen Lintver nachverfolgen, der einst in einem See im Matkov kot gelebt haben soll.

Im Ort Solčava finden sich Figuren des Drachen Lintver Foto © Simone Jäger

Eine besondere Natursehenswürdigkeit liegt im Matkov kot – dem kleinsten der drei Täler in der Region – der Matkov skaf. Dabei handelt es sich um einen kraterähnlichen Schneekessel, der im Frühjahr von einem etwa 40 Meter hohen Wasserfall ausgewaschen wird. Da sich dieser Schneekessel in Schattenlage befindet, kann er teilweise bis in den frühen Sommer hinein besichtigt werden. Vor allem an den Wochenenden zieht es viele Wanderer dorthin, weshalb ein Besuch unter der Woche empfehlenswert ist.

Im Ort Solčava gibt es im „Center Rinka“ eine Touristeninformation, einen Shop für regionale Produkte und eine interessante Dauerausstellung über die Region. Wer mit dem Auto entlang der Savinja weiter in Richtung der Orte Luce und Ljubno ob Savinji fährt, findet immer wieder Möglichkeiten, sein Fahrzeug zu parken und kann sich nach oft nur wenigen Metern Fußmarsch direkt am Wasser erfrischen.

Die Savinja ist ein Mittelgebirgsfluss Foto © Tomo Jeseničnik

Entlang der Savinja werfen auch Fliegenfischer ihre Ruten aus. Das Fliegenfischen (Catch and Release, mit wenigen Ausnahmen für Äschen und Regenbogenforellen) ist nur in ausgewählten Revieren von 1. April bis 31. Oktober erlaubt, die vom Logartal bis in etwa zum Sportzentrum Prodnik in Ljubno ob Savinji reichen.

Teil dieses Sportzentrums ist auch eine Gaststätte, auf deren Terrasse man direkt am Fluss sitzt und im wahrsten Sinn des Wortes den Fischen beim Schwimmen zusehen kann. In der Savinja leben die geschützten Flussforellen und in kleiner Anzahl auch die ebenfalls geschützten Huchen, Äschen und Regenbogenforellen. Zuständig für die Verwaltung der Reviere ist der Fischerverein Ljubno. Die Savinja lädt außerdem – abhängig vom Wasserstand und der Jahreszeit – zum Kajakfahren und Rafting ein.

Wer Zeit hat, kann von Ljubno ob Savinji mit dem Auto seine Rundfahrt vollenden und in Kärnten über den kleinen Grenzübergang Raunjak oder Lavamünd oder großräumig über Maribor und Spielfeld weiter in die Steiermark fahren. Wer auf bereits bekannten Straßen bleiben will, kann den Weg zurück durch das Reich des Drachen Lintver nehmen. Wie man sich auch entscheidet – zu entdecken gibt es genügend.

Charly Taibel/KK
Der bekannte Eistrichter im Matkov kot - ein beliebtes Ziel von Wanderern © Charly Taibel/KK

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