Urlaub im AuslandWohin die Reise in diesem Sommer doch gehen könnte

Langsam gibt es Wegweiser auf der Reise ins Ungewisse für den heurigen Sommerurlaub. So sieht es in den beliebtesten Feriendestinationen der Österreicher aus.

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Kroatien. Der Lungomare ist leer. Der altehrwürdige Kurort schnauft noch einmal tief durch, denn hinter den Kulissen machen sich die Hoteliers und Gastronomen in Opatija schon an die Umsetzung von Corona-Maßnahmen, um möglichst bald wieder Gäste empfangen zu können. „Eigentlich hätten wir schon Mitte März aufgesperrt“, sagt Martina Riedl, Direktorin des Hotels Miramar in der Kvarner-Bucht. „Derzeit sind nur wenige Mitarbeiter vor Ort und pflegen die Gartenanlagen. Aber wir hoffen, dass Mitte Juni die Grenzen wieder ganz aufgehen.“

Top 7: Die besten Wandertipps für die Kvarner Bucht

Am Morgen mit Blick auf Palmen und Meer frühstücken. Dann einen aussichtsreichen Gipfel im Naturpark Učka erobern und am Nachmittag in der Adria baden. – An der Küste zwischen Brseč und Volosko lässt sich dieser Zauber immer wieder anders erleben. Von den meisten Küstenorten führen Wanderwege auf den Vojak (1401 m), den höchsten Učka-Gipfel mit traumhafter Aussicht. Je nach Route ist man 1,3 bis 5,3 Stunden unterwegs.

TVB KVARNER

Liebespfad und Liebeslabyrinth – Ein Künstlerkollektiv hat an besonders schönen Orten 10 „Kiss Spots“ installiert, an denen Paare dazu animiert werden, sich zu küssen. Der „Liebespfad“ rund um den Kurort Crikvenica zählt auch ohne nennenswerte Höhenmeter zu den schönsten Wegen der Kvarner-Bucht und führt durch eine traumhafte mediterrane Naturlandschaft.

TVB Crkvenica

Über eine Brücke bei Rijeka mit dem Festland verbunden, erwarten ihre Besucher rund 400 Kilometer Spazier- und Wanderwege, von denen viele seit Jahrhunderten gleichgeblieben sind und auf den 569 Meter hohen Berg Obzova, durch mediterrane Wälder, über duftende Karstwiesen und vorbei an uralten Steinmauern, Weinbergen und Olivenplantagen führen.

TVB KRK

Naturliebhaber genießen hier immer ein erhabenes Gefühl. Wer aber den 588 Meter hohen Berg Televrin besteigt, dem liegen die Inseln Lošinj, Krk, Rab, Silba und Pag in Puppenstubenformat zu Füßen. Die rund 100 Kilometer markierte Wege der urwüchsigen Insel führen immer wieder zu entlegenen romanischen und gotischen Kirchen. Wild lebende Schafe und majestätische Gänsegeier sind hier ständige Begleiter.

Frank Heuer/laif

Die Chance einen Delphinschwarm zu entdecken ist auf diesem wunderschönen mediterranen Küstenweg (einfach 20 km) groß. Ab dem Strand Veli Žal in der Sonnenbucht führt er entlang der Küste, über die traumhafte Badebucht Krivica und die Bucht Balvanida, wo die gleichnamige Konoba zur Einkehr einlädt. Ziel ist der sehenswerte Seefahrerort Veli Lošinj. Zurück geht's mit dem Bus oder via Taxiboot.

TVB LOSINJ

Sie punktet mit echten Sandstränden, smaragdgrünen Steineichenwäldern, hundertjährigen Pinien und ca. 150 Kilometer markierten Wanderwegen. Dabei zeigt die Naturlandschaft der Sonneninsel zwei völlig gegensätzliche Gesichter: den pittoresk-kahlen, vegetationslosen Nordosten und den lieblichen, üppig grünen Westen.

TVB RAB

Von der Stadt Skrad führt ein 6 Kilometer langer Rundwanderweg zu zwei Natur-Highlights: Die Wildbach-Quelle "Zeleni Vir" stürzt aus einer Höhle als Wasserfall 70 Meter tief ins Bachbett. Von hier geht es über Brücken und Stege durch die tief eingeschnittene Teufelsklamm ("Vražji prolaz"), eine der schönsten Schluchten ihrer Art in ganz Kroatien.

TVB KVARNER
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Energisch hat Kroatien in den letzten Wochen auf Reisefreiheit gedrängt und die Einreisebestimmungen für Ausländer bereits gelockert: Ohne Coronatest und Quarantäne kann passieren, wer im Land etwa eine Immobilie, ein Boot besitzt. Die Sehnsucht nach einem der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher ist jedenfalls groß: Herrschte bei den Buchungen Stillstand, haben die Anfragen laut Riedl wieder zugenommen, auch wenn viele Gäste sich erst kurzfristig entscheiden wollen. „Wir gehen trotz allem optimistisch in die Saison. Aus den Maßnahmen müssen wir das Beste machen und sie konsequent umsetzen. Das ist allen in der Branche klar“, sagt die Kärntnerin. „Es wird heuer sicher ein etwas anderer Urlaub, aber hoffentlich ein schöner.“

Nachbarländer

  • Die Grenzen nach Deutschland und zur Schweiz öffnen am 15. Juni.
  • Slowenien hat die Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aufgehoben. Zwei Auflagen müssen dennoch erfüllt werden: Man darf sich in den letzten 14 Tagen nicht außerhalb der EU aufgehalten und keine Corona-
    Symptome haben. Bei der Rückreise aus Slowenien nach Österreich gilt bis 31. Mai: aktuellen Coronatest vorlegen oder 14 Tage Quarantäne.
  • Tschechiens Grenze zu Österreich  könnten bis zum 8. oder 15. Juni wieder geöffnet werden.

Griechenland. Es sind vor allem die Betreiber kleiner Hotels, die die Hoffnung auf einen Urlaubssommer auf den griechischen Inseln noch nicht aufgegeben haben, während sich einige der großen All-inclusive-Clubs noch nicht entschieden haben, ob sie heuer überhaupt aufsperren. Fix ist hingegen, dass die Regierung in Athen den Startschuss für den Tourismus am 1. Juli geben will. Zudem ist im Gespräch, schon vorab für Urlauber aus einigen Staaten, darunter Österreich, die Quarantänepflicht aufzuheben.

Top 7: Griechische Inseln

Die Unbekannte. Der „Schmetterling der Ägäis“, wie Astypalea wegen seiner Form auch genannt wird, ist dem Massentourismus und Hotelburgen bisher davongeflattert. Stattdessen lebt man in seinem Urlaub mit den Einheimischen mit. Markant thront die der Hauptort Chora auf einem Berg und wird noch von einem Kastell aus dem 13. Jahrhundert überragt. Zu sehen gibt es die helenische Badehäuser mit gut erhaltenen Mosaiken in Maltezana, die Tropfsteinhöhle von Negrou oder die Kirche „Maria Himmelspförtnerin“, die eine der schönsten des Dodekanas sein soll. Der wohl beste Strand: Kaminakia.

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Die Exotische. Vulkanische Gesteine färben die Strände von Milos Rot, Pink und Orange – oder schneeweiß, wie in Sarakiniko, das an eine Mondlandschaft erinnert. Eine weitere Besonderheit sind die Syrmata, direkt an der Wasserlinie gebaute Häuser, deren Erdgeschoss im Winter als Unterstellort für Fischerboote dient. Einige von ihnen wurden zu Ferienhäusern umgebaut.

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Die Oscarprämierte. Nur wenige Kilometer Meter von der türkischen Küste entfernt, ist Kastelorizo durch und duch griechisch. Auf der bis dahin völlig verschlafenen Insel wurde 1991 der Oscar-prämierte Film „Mediterraneo“ gedreht, seither wurde der Ortskern aufwändig wieder zum Leben erweckt. Auf dem Vorposten gibt es kaum Straßen und Autos – perfekt für Entdecker.

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Die Grüne. Abseits der Küste ist Thassos ist von dichten Kiefernwäldern und Olivenhainen überzogen: Wanderer treffen auf Seen und Wasserfälle, hübsche Bergdörfer oder den höchsten Gipfel, den Ipsarion. Mit dem „Paradiese Beach“ hat die Insel einen der schönsten Strände der Ägäis im Ärmel, fast noch reizvoller aber sind die vielen kleinen, versteckten Buchten.

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Die Heilige. Das „Jerusalem der Ägäis“ nennt man Patmos, denn hier soll der Apostel Johannes seine Offenbarung in einer dunklen Grotte verfasst haben. Die kann man genauso besichtigen wie das nach ihm benannte Kloster, dessen Bibliothek zum Welterbe der Unesco zählt, oder den prächtigen Hauptort der Insel.

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Die Bescheidene. Die kleine Schwester von Paros hüllt sich verführerisch den den Duft von Bougainvillea und Eukaliptus und lockt Besucher, die das ursprüngliche Griechenland suchen – wie Hollywood-Star Tom Hanks übrigens, der hier ein Sommerhaus hat. Kastro, das Hauptdörfchen von Antiparos, ist eine architektonische Besonderheit, da die zweistöckigen Häuser selbst die Mauer einer Festungsstadt bilden. Auf der unbewohnten, vorgelagerten Insel Despotiko schwelgt man in Sonne und Stränden.

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Die Glamouröse. Leuchtend weiße Häuser, blaue Kuppeln, schwarze und rote Strände: Die Rede ist natürlich von der Vulkaninsel Santorin, auf der sich die Dörfer an die Klippen klammern. Eine Bootstour in den Krater sollte man sich nicht nehmen lassen, mit dem vor mehr als 3500 Jahren bei einem Vulkanausbruch verschütteten Akrotiri hat die Insel sogar ihr eigenes Pompeii. Den Sonnnenuntergang von Oia aus zu sehen ist für Tausende Besucher der Insel das Ritual schlechthin.

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In den Urlaubsorten am Meer sollen die Liegen und die Sonnenschirme etwa drei bis fünf Meter voneinander entfernt stehen. Große Diskussionen gibt es darüber, ob die Mahlzeiten im Buffetstil oder am Tisch serviert werden sollen. „Eine große Frage wird sein, ob es genügend Flugverbindungen gibt“, sagt Andrea Springer, Geschäftsführerin von Springer Reisen. „Ich glaube, dass es einen Trend zu den kleineren Inseln geben wird, auf denen weniger los ist“, sagt die Griechenlandexpertin. „Auf Naxos oder Paros zum Beispiel kann man auch in Saisonen, in denen viel los ist, mit großem Abstand zum Nachbarn am Strand liegen.“

Andere Länder in der EU

  • Frankreich. Cafés und Restaurants könnten ab dem 2. Juni in den Regionen wieder öffnen, in denen das Virus weniger verbreitet ist. Sommerurlaub, so hofft die Regierung, soll für die Franzosen im Land ab Juli möglich sein. Bei Sehenswürdigkeiten wie dem Eiffelturm ist unklar, wann Touristen ihn wieder besuchen können. Große Museen wie der Louvre in Paris werden ihre Türen wohl nicht vor September öffnen. Kleinere Museen dürfen schon wieder Besucher empfangen. Für die Mittelmeerinsel Korsika besteht noch ein Reiseverbot - dort sind vorerst keine Touristen willkommen.
  • Niederlande. Der Holland-Urlaub wird wieder möglich. Schon jetzt öffnen stufenweise Bungalowparks ihre Tore und werden auch wieder Ferienwohnungen vermietet. Ab dem 1. Juli sollen dann alle Campingplätze und Ferienparks wieder voll geöffnet werden. Museen dürfen ab 1. Juni wieder Besucher empfangen - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Auch Restaurants, Cafes, Strandpavillons und Gasthäuser dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.
  • Polen. Das Land hält bis 12. Juni an Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern fest. Ausländer dürfen nicht rein. Bisher gelten Ausnahmen für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Seit dem 4. Mai sind Hotels und Einkaufszentren wieder geöffnet. In einem weiteren Schritt zur Beendigung des Lockdowns dürfen Restaurants und Cafes ab 18. Mai wieder öffnen. Es muss aber ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen eingehalten werden. Auch sind Köche und Keller verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ebenfalls ab kommendem Montag öffnen dürfen Friseursalons und Kosmetikstudios.
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Italien. Für eine Grenzöffnung zu Italien gibt es derzeit laut Österreichs Bundesregierung keine Perspektive. Und dabei sind es gerade Perspektiven, die das Land bräuchte. Aber zumindest die von René Deutsch ist klar. „Innerhalb von zwei, drei Wochen waren alle Buchungen bis in den Herbst abgesagt oder auf das nächste Jahr verschoben“, sagt der Tiroler, der auf der Isola Santa Cristina eine Villa an Gäste vermietet, Wein anbaut und Fische züchtet. „Diese Saison haben wir eigentlich schon abgeschrieben.“ Knapp 30 Minuten per Boot vom Canal Grande entfernt, herrscht auf der Privatinsel in der Lagune von Venedig gespenstische Stille, während das Leben in der Serenissima nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen langsam wieder in Gang kommt.

Reisetipps: Borromäische Inseln

Die Isola Bella (deutsch: schöne Insel) ist eine Insel im Lago Maggiore. Der Palazzo Borromeo (Bild) und seine Gärten sind ein Schmuckstück barocker Kunst, die - einem großen Schiff gleichend - durch das Wasser des Lago Maggiore gleiten. 

Die ganze Reportage lesen Sie hier.

KK

Im Untergeschoß des Palazzo befinden sich mehrere Muschelgrotten, die kunstvoll mit hellen und dunklen Stein- und Muschelverzierungen ausgestaltet sind.

MARCO BECK PECCOZ

Mit dem Bau wurde der Mailänder Baumeister Angelo Crivelli betraut, der auch für die Anlage der Gärten verantwortlich war.

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Die Gartenanlagen erheben sich treppen- und pyramidenförmig nach antikem Vorbild und sind mit Balustraden eingefasst, auf denen zahlreiche Statuen von mythologischen Helden und Tieren verteilt sind.

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Die Gärten beherbergen allerlei exotische Blumen, Pflanzen, Bäume und Obstsorten. Eine kleine Orangerie gehört auch dazu.

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Michela Modena kennt die Anziehungskraft der Isola Bella ganz genau. Denn sie betreibt vis-à-vis der Schiffsanlegestelle erst seit ein paar Jahren das Hotel „Elvezia“, von dessen Balkonen aus man einen herrlichen Panoramablick über die Inseln und die gegenüberliegende Küste genießt.

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Während des Sommers können alle Borromäischen Inseln mit der staatlichen Schifffahrtsgesellschaft angefahren werden. Dottore Stefano Pizzi ist der Marketing-Chef der „Navigazione Laghi“. Er nennt die Anlegestelle in Cannero am piemontesischen Ufer des Sees einen „idealen Ausgangspunkt für Ausflüge auf dem See“.

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Grösste Stadt am Lago Maggiore ist Verbania. Sehenswert sind die Botanischen Gärten der Villa Taranto, ein Geschenk ihres Gründers, Kapitän Neil Mac Eacharn, an Italien. Tausende aus aller Welt importierte Pflanzen, sowie seltene, in Europa zum Teil auch einzigartige botanische Sammlungen lassen sich hier studieren. 

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Die Isola dei Pescatori ist eine der fünf Borromäischen Inseln im Lago Maggiore und ist die einzige, die seit Beginn des 14. Jahrhunderts bis heute dauerhaft bewohnt ist. Markantestes Bauwerk des Fischerdorfs ist die Pfarrkirche, die dem heiligen Viktor geweiht ist.

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Die Isola Madre (deutsch: Mutterinsel) zählt zu den Borromäischen Inseln und ist die größte Insel im Lago Maggiore. Sie ist von einem historischen Gebäude-Ensemble und einer Parkanlage bedeckt, dem Palazzo Madre.

KK
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Nur dass es ein ganz anderes Leben ist: Die Venezianer sind unter sich. An ausländische Besucher wagt noch niemand zu denken, stattdessen hofft man auf einheimische Gäste, sobald sie ab 3. Juni wieder in andere Regionen Italiens reisen dürfen. Derzeit wird hitzig über aus Sicht der Betreiber nicht umsetzbare Abstandsregeln am Strand diskutiert, während Südtirol vorgeprescht ist und Ende Mai Hotels wieder aufsperren lassen will.

Es geht um zahllose Existenzen, auch in der Serenissima. „Wenn ich mich so umhöre, ergibt sich ein dramatisches Bild. Alle leiden wirtschaftlich unter der Krise, vom Taxifahrer bis zum Hotelier“, sagt Deutsch, der in den letzten Tagen zumindest eine Buchung sichern konnte. Allerdings keine alltägliche: „Anfang Juni erwarten wir 16 Ärzte und Krankenpfleger, die in den letzten Monaten in der Lombardei und Bergamo um so viele Menschenleben gekämpft haben.“ Ihnen steht das Inselparadies kostenlos offen.

Weitere Länder

  • Norwegen wird aller Voraussicht nach die Beschränkungen für Reisen ins Ausland und Einreisen bis zum 20. August verlängern.
  • Island. Spätestens ab dem 15. Juni will Island die Beschränkungen für  internationale Reisende lockern: Bei der Ankunft auf der Insel sollen Touristen die
    Wahl haben zwischen einem Corona-Test an Ort und Stelle, 14 Tagen Quarantäne oder dem Vorlegen eines Gesundheitszeugnisses. Zudem ist geplant, dass Urlauber eine Tracing-App herunterladen müssen.
  • Türkei. Ende Mai will die Türkei den inländischen Reiseverkehr aufnehmen, im Juni hofft das Land auf internationale Urlauber. Für Hotels und Restaurants sollen strenge Coronaauflagen gelten, das Personal soll eine Pandemieausbildung erhalten. Dafür wurde ein Zertifikationsprogramm entwickelt. An den Grenzübergängen, etwa am Flughafen Antalya, sollen Coronatests durchgeführt werden.
  • Ägypten. Es ist weiter unklar, wann an beliebten Ferienorten wie Hurghada und Scharm el Scheich wieder Normalität einkehrt. Hotels dürfen für einheimische Urlauber bei 25 Prozent Belegung inzwischen aber wieder öffnen und ab 1. Juni bei 50 Prozent Belegung. Die Hotels müssen unter anderem Desinfektionsmittel am Eingang bereitstellen und das Gepäck der Gäste bei Ankunft und Abreise desinfizieren. Wenn die Grenzen wieder öffnen, soll auch an Flughäfen sichergestellt werden, dass Reisende einen Mindestabstand zueinander einhalten können.

Spanien. Spanien öffnet sich nach einem Vier-Stufen-Plan – aber vorerst nur im Inland. Aus Regierungskreisen hört man, dass die Grenzen für Reisende aus dem Ausland noch bis Juli geschlossen bleiben könnten. Derzeit heißt es nach dem Übertritt 14 Tage Quarantäne. Schneller könnte der Tourismus auf den beliebten Ferieninseln Balearen und Kanaren wieder losgehen, die von der Pandemie weniger stark betroffen waren und für die inzwischen „Phase 1“ der Lockerungen gilt.

Top 10: Strände auf Mallorca

Ein Erlebnis für Naturliebhaber ist der einsame und unberührte Strand Coll de Baix umgeben von grünen Klippen. Um den Strand zu erreichen, bedarf es einer 45-minütigen Wanderung, jedoch lohnt sich die Mühe. Trinkwasser und festes Schuhwerk sind dafür unabdinglich.

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Die Bucht Cala Agulla liegt direkt an einem Naturschutzgebiet und ist umgeben von Dünen, Bergen und Wäldern. Links vom Strand führt eine Landzunge ins Meer, deren Spitze zum Wandern einlädt. Eine Verleihstation bietet Tretboote, Wasserski und Surfbretter an.

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Die Bucht der Cala Mesquida liegt in einer beeindruckenden Dünenlandschaft und steht unter Naturschutz, da hier zahlreiche Vogelarten zu Hause sind. Der Strand verfügt über eine Bar sowie sanitäre Anlagen, Sonnenschirm- und Liegenverleih. Das flache, türkisblaue Wasser lädt neben dem Schwimmen auch zum Wassersport ein.

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Mitten in einer gebirgigen, unbebauten Landschaft liegt der traumhafte Sandstrand Cala Torta. Wenn der Wind bläst, gibt es schöne hohe Wellen - beim Schwimmen gilt es auf Strömungen zu achten. Der Strand eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Küste.

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Die Bucht Cala Tuent zeichnet sich durch ihr klares Wasser aus. Der abgelegene Naturstrand ist gut mit dem Auto erreichbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Restaurant Es Vergeret mit herrlicher Aussicht und einheimischer Küche. Da es zu starken Strömungen kommen kann, ist beim Schwimmen Vorsicht geboten.

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Der längste Naturstrand Mallorcas nahezu ohne Bebauung gilt weithin als einer der schönsten Strände Europas: die Platja es Trenc. Der feine weiße Sandstrand mit dem kristallblauen Wasser vermittelt ein karibisches Flair. Aufgrund des flachen Einstiegs ins Wasser eignet er sich ideal für Familien mit kleinen Kindern.

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Die romantische Bucht der Playa Formentor liegt am Rande der Pinienwälder und hat ein traumhaftes Bergpanorama. An einem Bootsanleger laden Ausflugsboote zu einer Tour ein, beispielsweise zur Illa de Formentor. Am Ende des Sandstrandes steht das berühmte Hotel Formentor, in dem bereits Winston Churchill und John Wayne zu Gast waren.

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Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. S'Amarador befindet sich inmitten des Naturschutzgebietes Parque Natural Cala Montragó und verfügt über einen herrlichen, weißen Sandstrand, umgeben von einem großen Pinienwald. Angrenzend befindet sich ein kleiner See, in den ein Wildbach mündet.

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Der Strand Platja de es Carbó ist wenig besucht und daher sehr gut geeignet für alle Strandurlauber, die die Ruhe genießen wollen. Von den angrenzenden Dünen aus gibt es einen wundervollen Blick auf die gegenüberliegende kleine Insel na Molino. In den ruhigen Dünen lassen sich viele Vögel beobachten.

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Die Son Serra de Marina ist sehr ortsnah und befindet sich zwischen Colonia de Sant Pere und dem gleichnamigen Ort. Im Hintergrund liegen grüne Dünenfelder, das Wasser ist flach abfallend. FKK-Freunde genießen am östlichen Teil des Strandes hüllenlos die Sonne.

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Auf Mallorca etwa haben die Außenbereiche der Lokale sowie Hotels wieder geöffnet – dennoch dürften die meisten weiterhin geschlossen bleiben. „Warum sollen wir denn öffnen, wenn es keine Flüge gibt, mit denen unsere Gäste anreisen können?“, sagte Christoph Gräwert, Direktor des 900-Betten-Hotels „Samos“ in Magaluf, der „Mallorca Zeitung“. Deshalb appellieren die beiden Inselgruppen an die Regierung in Madrid, „sichere touristische Korridore“ einzurichten – zum Beispiel mit Direktflügen. Ab Juni wollen die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings wieder Urlauberjets auf die Inseln schicken. Und auch der Reiseveranstalter TUI hat angekündigt, dass der Sommerurlaub in Mallorca für ihn „nicht abgehakt“ sei.

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