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Brexit am 31. JännerWas sich bei Reisen nach Großbritannien ändert

Mit 31. Jänner verabschieden sich die Briten aus der Europäischen Union. Welche Änderungen das für Reisende mit sich bringt.

© Thaut Images/stock.adobe.com
 

Von den schwer vorhersehbaren Kursschwankungen des britischen Pfund einmal abgesehen, ändert sich beim Reisen nach Großbritannien nach dem Brexit am 31. Jänner wenig. Großbritannien muss in der - zumindest bis Jahresende laufenden - Übergangsfrist alle Bestimmungen weiter anwenden. Die späteren Regelungen sind abhängig von der Ausgestaltung des künftigen Handels- und Partnerschaftsabkommens.

Notwenige Reisedokumente

Ein gültiger Pass ist bei Reisen ins Vereinigte Königreich mitzuführen. Als Reisedokument akzeptiert wird auch ein gültiger Personalausweis, obwohl Großbritannien bereits als EU-Mitglied nicht zum grenzkontrollfreien Schengenraum gehörte. An diesen Einreisebestimmungen ändert sich in der Übergangsphase nichts.

EU-Bürger benötigen kein Visum für die Einreise ins Vereinigte Königreich, sie hätten selbst im Fall eines Brexit ohne Austrittsabkommen keines gebraucht. Auch die EU hat Großbritannien bereits in die Liste jener Länder aufgenommen, deren Bürger kein Visum brauchen. Die Bedingungen könnten sich jedoch mit dem zukünftigen Einreisesystem ab 1. Jänner 2021 ändern. Das Bundeskanzleramt empfiehlt daher auf seiner Brexit-Informationsseite "bei geplanten Reisen in jedem Fall rechtzeitig mit der britischen Botschaft in Wien Kontakt aufzunehmen".

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Seven Dials. Oxford und Regent Street sind für Anfänger – viel besser strawanzt es sich rund um Seven Dials zwischen Soho und Covent Garden, einer Kreuzung, an der sieben Straßen zusammenlaufen. Geschäfte, Cafés, Bars, Restaurants – hier ist einfach alles hip. Nicht übersehen: den farbenfrohen und trotzdem gut versteckten Innenhof Neal’s Yard.

Visit Britain/Bray Leino

Viktor Wynds Wunderkammer. Schrumpfköpfe, das Skelett eines Einhorns, Spielzeuge aus dem Happy Meal von McDonalds: In der Kuriositätensammlung von Victor Wynd verschwimmen die Grenzen zwischen Möglichem und
Unmöglichem. In der angeschlossenen Bar sitzt man zwischen Kunstwerken und schlürft Absinth. 11 Mare Street.

Oskar Proctor

Dennis Severs’ House. Es sieht aus wie ein normales viktorianisches Stadthaus, ist aber ein lebendiges Stillleben: Der Künstler Dennis Severs richtete es im Stil des frühen 18. Jahrhunderts so ein, als wären die Bewohner gerade aufgestanden und hätten den Raum verlassen. Angebissener Frühstückstoast inklusive. 18 Folgate Street.

 

Roelof Bakker

Borough Market. Dass man in Großbritannien zwangsläufig schlecht isst, kann man heutzutage getrost in der Kategorie überholter Klischees ablegen: Der älteste (und für viele auch beste) Lebensmittelmarkt der Stadt liegt unter den Eisenbahnpfeilern der London Bridge. Am besten bucht man eine Foodie-Tour und kostet sich durch die Hunderten von Standln. Tipp: In jedem Gericht des Restaurants Rabot 1745 steckt Schokolade, die der Besitzer des Lokals auf seinen Plantagen auf Saint Lucia anbaut. Für einen Verdauungsspaziergang gleich in der Nähe: William Shakespeares Globe Theatre oder die Tate Gallery of Modern Art.

behrinmind/stock.adobe.com

Afternoon Tea Bus. Heute sind die alten, roten
Doppeldeckerbusse von den Straßen so gut wie  verschwunden. Aber bei der B Bakery kann man nach wie vor an Bord gehen und sich die Stadtrundfahrt mit einem
Afternoon Tea versüßen. london.b-bakery.com

KK

Brixton Village. Investoren und große Handelsketten – davon will man im Viertel Brixton nichts wissen, sondern lieber ein ungeschliffener Diamant bleiben. Als Herz der karibischen und afrikanischen Community, mit dem coolen Containerdorf Pop Brixton mit seinen Bars und Restaurants oder dem Markt will man lieber kunterbunt bleiben als glänzen.

Visit Britain
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Für britische Reisende nach Österreich - genauer gesagt, für ihre Verwandten aus einem anderen Drittland außerhalb der EU - hätten sich Änderungen zunächst nur im Fall eines ungeregelten britischen EU-Austritts ergeben. Dann hätten nämlich Nicht-EU-Bürger nicht mehr als Familienangehörige ohne Visum zu touristischen, geschäftlichen oder Besuchszwecken nach Österreich einreisen dürfen. Da es aber ein Austrittsabkommen gibt, gilt auch diesbezüglich das bisherige EU-Recht weiter.

Tiere können wie bisher mit einem EU-Heimtierausweis nach Großbritannien mitgenommen werden. "Es muss abgewartet werden, bis das Vereinigte Königreich die spezifischen Bedingungen vorlegt", heißt es auf der Website des Bundeskanzleramts. Diese Empfehlung galt insbesondere für einen Brexit ohne EU-Abkommen.

Wer mit dem Auto aus Österreich nach Großbritannien reist, braucht bis auf weiteres auch nach dem Brexit keinen internationalen Führerschein. Der Führerschein aus dem eigenen EU-Land ist ausreichend. Die Grüne Karte ist als Versicherungsnachweis mitzuführen. Das Bundeskanzleramt empfiehlt, vor der Abreise bei der Versicherung zu überprüfen, ob das Gebiet des Vereinigten Königreichs von der Kfz-Versicherung auch abgedeckt ist.

Top 10: Spartipps für Edinburgh

Die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie etwa das Edinburgh Castle oder den königlichen Palast Holyroodhouse, besichtigt man am günstigsten mit einem 48 Stunden gültigen Royal-Ticket: Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Denn mit dem Ticket hat man bevorzugten Eintritt und muss nicht warten. Auch kostenlose Bustouren sind im Preis enthalten.

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Für beste Aussicht auf die Stadt lohnt der einstündige Aufstieg zum Arthur’s Seat. Das Panorama ist die Mühe allemal wert und kostet keinen Cent. Noch ein Tipp: Wem der Aufstieg zu lang erscheint, wählt alternativ den Calton Hill (Bild) – weniger anstrengend und mindestens genauso gute Sicht.

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Für viele Sehenswürdigkeiten in Edinburgh bezahlt man keinen Eintritt. Unbedingt erkunden sollte man das National Museum of Scotland (Bild): Hier begeistert etwa eine Ausstellung über Dolly, das erste geklonte Schaf. Auch die Scottish National Gallery mit vielen kostenfreien Führungen, Veranstaltungen und Workshops lohnt einen Besuch. Das Writers’ Museum zählt ebenso zum kulturellen Pflichtprogramm und konzentriert sich auf die berühmten Autoren Sir Walter Scott, Robert Louis Stevenson und Robert Burns.

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Das Zentrum von Edinburgh erkundet man idealerweise zu Fuß. Umso besser, wenn man einen Ortskundigen an seiner Seite hat, der die Stadt wie seine Westentasche kennt. Hier stehen verschiedene thematische Stadtspaziergänge zur Auswahl – viele Anbieter arbeiten ausschließlich auf Trinkgeldbasis.

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Empfehlenswert wären etwa die Sandemans NewEurope Free Tour oder ein Spaziergang auf den Spuren von Harry Potter auf dem Potter Trail (denn Edinburgh ist der Ort, an dem JK Rowling den Zauberhelden erschuf) sowie die Ghost Tour: Denn wenn es um Leichenfledderer, Kobolde und sonstiges gruseliges Treiben geht, hat die Stadt einiges zu bieten.

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Auch wenn die Altstadt die Postkarten ziert, so hat Edinburgh noch viel mehr zu bieten, als den mittelalterlichen Stadtkern. Die so genannte New Town ist keineswegs neu, aber besonders pittoresk mit eleganten Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Hier finden sich auch zahlreiche Stationen aus Edinburgh’s 101 Objects: Die selbstgeführte Tour erweckt Dutzende von ungewöhnlichen, aber interessanten Orten zu Leben – und die meisten kann man kostenlos besuchen.

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Leith ist seit Jahrhunderten der Hafen der Stadt. Das kreative Künstlerviertel erlebt derzeit eine Renaissance und lohnt in jedem Fall einen Besuch. Hier sind die Preise deutlich günstiger als in der Altstadt. Aus dem Zentrum von Edinburgh erreicht man die Gegend über den kilometerlangen Leith Walk. Einen Zwischenstopp sollte man im Musik-Buchladen Elvis Shakespeare einlegen. Hier gibt es regelmäßig kostenlose Konzerte. Für den Hunger empfiehlt sich das hervorragende schottische Restaurant The Walnut: In dem Lokal darf man sogar eigene Getränke mitbringen.

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Der Sommer steht in Edinburgh ganz im Zeichen der Kunst- und Comedy-Festivals. Doch das ganze Jahr über kann man in der Stadt lachen – im The Stand gibt es jeden Abend Comedy-Gigs und jeden Sonntagmittag eine kostenlose Impro-Show. Für den richtigen Swing besucht man die Live-Musik-Bar Whistle Binkies, wo man täglich umsonst Livemusik hören kann. Mit der Transport for Edinburgh App kauft man eine Vielzahl günstiger Bustickets. Außerdem gibt es in der Altstadt genauso wie in New Town gratis WLAN-Empfang.

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Wer den Geldbeutel schonen möchte, vermeidet den Sommer! Dieser Tipp klingt erst einmal unverständlich, denn schließlich bilden die jährlichen Festivals den besonderen Reiz der Stadt. Doch in der Festivalsaison schnellen die Übernachtungspreise rapide in die Höhe. Die besten Übernachtungsdeals gibt es in den Herbstmonaten Oktober und November sowie von Januar bis März.

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Wer bei schottischer Küche nur an Haggis oder Neeps & Tatties denkt, lebt definitiv im falschen Jahrhundert. Freitags und samstags finden in der Stadt verschiedene Streetfood-Märkte statt, wie etwa der empfehlenswerte Edinburgh Farmers Market. Curry zu guten Preisen bekommt man, in dem bei Einheimischen beliebten, Lokal The Mosque Kitchen. Auch bei Groupon oder Open Table gibt es Deals für hervorragende Restaurants in der Stadt. Oder man schlemmt ein preisgünstiges Mittagsmenü in Gourmettempeln wie dem Purslane Restaurant oder im The Grain Store.

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Bei Flugverbindungen sollte es "bis auf Weiteres zu keinen Unterbrechungen" kommen, dies hätten die EU und Großbritannien auch für einen Brexit ohne Austrittsabkommen so vorgesehen. Großbritannien habe auch versichert, alle Fluggastrechte - etwa bei Verspätung oder Absage eines Fluges - weiter zu gewährleisten, betont das Bundeskanzleramt.

Auch Schülerreiselisten können unverändert bis zum 31. Dezember weiter als Sichtvermerk- und Reisedokumentersatz weiter verwendet werden. Das Bundeskanzleramt empfiehlt dennoch in einem solchen Fall die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der britischen Botschaft.

Roaming-Gebühren

Nach der Übergangsfrist können wieder Roaming-Gebühren auf beiden Seiten für Reisende aus der EU nach Großbritannien und umgekehrt anfallen. Nachdem bestehendes EU-Recht im Übergangszeitraum weiter gilt, bleibt aber Großbritannien bis Jahresende an die Abschaffung der Roaming-Gebühren gebunden. Sowohl A1 wie auch Magenta, "3" und H.O.T. betonten auf APA-Anfrage, dass keine Änderungen anstehen würden. Wie es aber beim endgültigen Ausstieg der Briten aussieht, sei derzeit noch offen.

In der EU sind die Mobilfunkanbieter verpflichtet, ihre Kunden beim Grenzübertritt über Roaming-Kosten zu informieren. Später empfiehlt sich, vor einer Reise nach Großbritannien beim eigenen Mobilfunkbetreiber bezüglich der zu erwartenden Kosten für Anrufe, SMS und mobile Daten nachzufragen.

Wie die Mobilität insgesamt - Aufenthaltsrecht, Freizügigkeit, Familiennachzug, Reiserecht - in dem künftigen Abkommen geregelt sein wird, ist eine der Hauptfragen für die Zeit nach Ablauf der Übergangsfrist. Großbritannien will eine Regelung, die auf die ganze EU anwendbar ist. Kommt diese nicht zustande, gelten in jedem EU-Land unterschiedliche nationale Bestimmungen. Die Übergangsfrist läuft bis Jahresende und könnte bis 2022 verlängert werden, allerdings hat der britische Premier Boris Johnson eine Verlängerung bisher ausgeschlossen.

Kommentare (3)

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lombok
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Also ändert sich bei Reisen gar nix!

Pass braucht man immer dabei - egal ob innerhalb oder außerhalb der EU. Pfund hatten die Briten sowieso immer.

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Enrique76
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Auch Personalausweis

ist ausreichend... je nach Land

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lombok
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Ja genau ... Steht eh so im Artikel!

😀

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