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Reisen

Was man in Lettland gesehen haben sollte

Mit der Hauptstadt Riga hat Lettland die einzige echte Metropole im Baltikum zu bieten. Das ist aber nicht der einzige Grund, dem Land einen Besuch abzustatten.

Karin Riess
Karin Riess
Karin Riess
Samstags- und Sonntagbeilage, Leiterin Samstagsbeilage und Reiseredaktion
vor 2 Jahren2. März 2024 um 04:00
Leute & Stars
Altstadt von Riga. Die Hauptstadt Lettlands liegt an der Düna, ihre Kronjuwelen konkret am rechten Ufer. An der Mischung der Baustile in der Altstadt von Riga, die zum Welterbe der Unesco zählt, kann man sich nicht sattsehen. Im Wirrwarr der kopfsteingepflasterten Gassen (die engste ist die Rozena-Straße) gibt es an jeder Ecke zu entdecken: hanseatische Speicherhäuser, barocke Bürgerhäuser oder Gebäude aus dem Mittelalter. Das meistfotografierte ist das Schwarzhäupterhaus auf dem Rathausplatz mit seiner prächtigen Fassade. Den besten Überblick hat man von der Aussichtsplattform der Petrikirche.
Jugendstilviertel. Um Altstadt und Parks schlingen sich die Boulevards von Riga, die vom Jugendstil geprägt sind, besonders in der Elisabeth- und der Albertstraße. Im Jugendstilmuseum in der Hausnummer 12 gelangt man über eine spektakuläre Wendeltreppe in die passend möblierten Räume. Sie waren einst die Wohnung des lettischen Architekten Konstantīns Pēkšēns, der dort bis 1907 lebte und arbeitete. Er entwarf unter anderem das prachtvolle Jugendstilhaus in der Smilšu-Straße.
Zentralmarkt. Einst beherbergten sie Luftschiffe, seit den 1920er-Jahren bekommt man in den fünf Hallen des Zentralmarkts von Riga einen Crashkurs in baltischer Küche. Eingelegte Gurken, geräucherter Aal, Birkensaft, lettischer Līgo-Käse, Grauerbsen, je nach Saison frisch gebrockte Pilze und Beeren aus den Wäldern. Modern interpretiert wird der Geschmack des Landes etwa im Restaurant Max Cekot Kitchen, das erste in Lettland mit einem Michelin-Stern, das in einem Industriegebiet am Rande der Stadt liegt.
Nationalpark Gauja. Der älteste und größte Nationalpark Lettlands hat seinen Namen vom Fluss Gauja, der die Landschaft prägt. Genauso wie die steilen Klippen wie die von Ērgļu, Höhlen wie die der Lielā Ellīte und leuchtend rote und gelbe Sandsteinfelsen wie der Zvārtes. Ebenfalls rot erheben sich die Türme der mittelalterlichen Burg Turaida über die sattgrünen Baumspitzen. Sie ist eine von mehreren Festungen und Schlössern, die in und um die Städte Cēsis und Sigulda liegen. Das Gebiet, das auch als lettische Schweiz bezeichnet wird, ist ein Paradies für Outdoorfans wie Wanderer, Paddler und Radfahrer.
Jūrmala. Mit rund 30 Kilometern feinem Sandstrand gesegnet, ist Jūrmala prädestiniert für ein Seebad. Doch der Küstenort hat nicht nur das Meer zu bieten, sondern auch Mineralwasserquellen und den Duft der dichten Kiefernwälder (etwa in den Waldparks Dzintari und Ragakāpa) zu bieten. Als solches entdeckte es der Geld- und Blutadel bereits in den 1910er-Jahren, was man an den knapp 300 historischen hölzernen Häuser und Jugendstilvillen ablesen kann. Noch heute werden im Dzintari-Konzertsaal Kurkonzerte gegeben. Dem Ursprung als Fischerdorf kann man im Freilichtmuseum nachspüren. Neben dem Strand ist in den Sommermonaten die Jomas-Straße munteres Zentrum von Jūrmala, gesäumt von Lokalen und Geschäften.
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