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Karwochenserie, Teil 5Du bist gut wie Brot

Das Gemeinschaftsmahl von Pessach, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert, setzt sich im Osterfest fort. Zumindest in der Symbolik des Brotes.

Die Samaritaner feiern das Pessachfest bis zum heutigen Tag mit einem Lammopfer am Berg Garizim
Die Samaritaner feiern das Pessachfest bis zum heutigen Tag mit einem Lammopfer am Berg Garizim © (c) imago images / ZUMA Press (Shadi Jarar´Ah via www.imago-images.de)
 

Am Rande der Stadt Nablus im Westjordanland erhebt sich der Berg Garizim. Auf der 881 Meter hohen Anhöhe liegt das Dorf Kiryat Luza, das von einigen Hundert Samaritanern bewohnt wird. Einmal im Jahr feiern auch sie Pessach, wie es die Juden tun, aber zu einem anderen Datum, denn sie haben ihren eigenen Kalender. Überhaupt setzen sie sich vom Judentum stark ab: Ihnen sind nur die fünf Bücher Mose als Gottes geoffenbartes Wort heilig, alle anderen Schriften des Tanach (Altes Testament) lehnen sie ab. Als „Shomronim“ („Bewahrer“) – so nennen sie sich selbst – halten sie sich für die Erben des „wahren Israel“. Ihre Begründung: Sie seien seit den Zeiten Mose, als Gott ihnen das Land „auf ewig“ übergeben habe, hier wohnhaft geblieben. Die Bewohner des Südreichs seien hingegen ins babylonische Exil verschleppt worden.

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