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Fehler im SteuerbescheidSteirerin fleht: "Bitte, Finanzamt, nimm das Geld zurück!"

3690 Euro zu viel überwies ihr das Finanzamt nach ihrer Steuererklärung für das Vorjahr. Seit einem halben Jahr versucht eine Steirerin das Geld der Behörde zurückzuüberweisen.

© (c) Gina Sanders - stock.adobe.com (Erwin Wodicka)
 

Als pensionierte Finanzbedienstete erledigte unsere Leserin ihren Steuerausgleich für 2019 zu Jahresbeginn gewissenhaft. Umso erstaunter war sie, als sie daraufhin im vergangenen März ihren Steuerbescheid erhielt: „Ich bekam 3690 Euro vom Finanzamt überwiesen und wusste sofort, dass da nur ein Fehler passiert sein konnte“, erzählt die Steirerin und ging der Sache nach: „In meinem Antrag auf Jahresausgleich habe ich richtigerweise einen Gewerkschaftsbeitrag von 125,40 Euro angegeben, das Finanzamt machte durch einen Kommafehler 12.540 Euro daraus, daher die irrtümlich zu hohe Rückerstattung“, sagt sie. Am 5. April wandte sie sich deshalb per guter alter Briefpost freundlich an das zuständige Finanzamt - mit einem herzlichen Danke für die prompte Erledigung des Jahresausgleichs und der Bitte, den offensichtlichen Fehler zu korrigieren.

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Danke für Ihr Verständnis.

vkherby
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Schon gehabt

Hatte das schon zwei mal vor Jahren.. im März gemacht und mich über einige Tausend Schilling gefreut. Da ich Saison gearbeitet habt, dachte ich mir nichts dabei. Halbes Jahr später kam eine Aufforderung 2/3 zurück zu zahlen. Ein Job war nicht einberechnet... ein paar Jahre später zum€ Zeiten, das gleiche nocheinmal. Wurde wieder ein Job vergessen, Das Geld wurde trotz meiner sofortigen Reaktion auszahlt. Ein paar Tage später kam kam der neue Bescheid, Mit einen Teil Rückforderung. 😎
Nur an die Zeitung zugehen, hat ich nie im Sinn..🤓

dieRealität2020
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...Als pensionierte Finanzbedienstete erledigte unsere Leserin...

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ja ber da hätte sie doch wissen müssen, dass man einen korrekten offiziellen Antrag mit einer dementsprechenden Begründung stellt, denn dann ist dieser Antrag im System und wird bearbeitet.
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Im Antrag gibt man bekannt, dass diese Geldsumme bereits mit schuldbefreiender Wirkung an das auszahlende Finanzamt überwiesen wurde. In der Überweisung wird der Zweck angegeben.
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Das "Normalsterbliche" hier verzweifeln können kann ich noch verstehen, nur als ehemalige Finanazbeamtin habe ich vermutlich doch Kontakte die mir helfen können.
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Eine formlose Beschwerde ist für das System bedeutungs- wertlos. Naja so geht man halt zur Zeitung und ist in den Medien.

Simunek
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BErufung gegen den Bescheid

Sie hat ja schriftlich eine Berufung eingereicht, wie ich das lesen kann. Also müsste ein neuer Bescheid ausgestellt werden. Sie hat auch die Gründe dargelegt.
Sie schreiben: "Eine formlose Beschwerde ist für das System bedeutungs- wertlos. Naja so geht man halt zur Zeitung und ist in den Medien." Das sehe ich nicht so. Die Sache ist eher so zu sehen, dass man mit der Erledigung zahlreicher Steuerangelegenheiten seitens des FA wegen COVID-19 im Verzug ist. Eine Bescheidberichtigung nach § 293b BAO kommt nicht in Frage.

zweigerl
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Kollegial?

Nun, vielleicht gab es hier eine Sonderbehandlung für die pensionierte Kollegin? Der Verdacht ist natürlich obsolet, aber umgekehrt erinnere ich mich an ein über einstündiges Gespräch mit einem verbohrten Finanzer, dem ich jeden Literaturabschreibeposten wortreich erklären musste, warum er zu meiner Berufsausübung nützlich ist. Ich hoffe, diese Amtsschimmeltypen sind inzwischen pensioniert. Heute handhabt ja auch der Staat sein Füllhorn vil großzügiger. Das Virus ist eine Geldmaschine.

smithers
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@zweigerl

Sie meinen wohl so eine Art Corona-Dreitausender.

dieRealität2020
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ein praktikables Beispiel aus der Realität,

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man schaut "wer diesen Jahresausgleich" abgewickelt hat und ruft dort an, man nennt das "den zuständigen Beamten" der freut sich wenn der Fehler den er bei der Eingabe gemacht hat, bereinigen kann. Das nennt man dann "von Amtswegen" wird ein ein neuer Bescheid erstellt. Der zuständige Beamte sagt dann wie der Zahlungsuasgleich abzuwickeln ist. So einfach kann es auch gehen.