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Wenn Waren ewig nicht ankommenRechtfertigt Corona jede Lieferverzögerung?

Es ist wohl anzunehmen, dass die aktuelle Corona-Pandemie ein Ereignis höherer Gewalt darstellt. Das setzt zwar einige Grundregeln, auf die man bisher pochen konnte, außer Kraft, aber wie es mit Lieferverzögerungen. Muss man in Zeiten von Corona ewig geduldig auf bestellte Ware warten?

Ein Kunde muss es nicht hinnehmen, wenn ein Paket "irgendwann" geliefert wird
Ein Kunde muss es nicht hinnehmen, wenn ein Paket "irgendwann" geliefert wird © (c) ReaLiia - stock.adobe.com
 

"Wichtig zu wissen ist, dass vertragliche Leistungsfristen in Österreich - anders als in Deutschland - während der Krise normal weiterlaufen", sagt der Jurist Sebastian Mahr, Partner bei PHH Rechtsanwälte in Wien.  Das heißt: "Wenn etwa ein Kunde Ware bestellt hat, diese aber nicht fristgerecht eintrifft, dann hat der Kunde die Wahlmöglichkeit, entweder am Vertrag festzuhalten oder unter Nachfristsetzung vom Vertrag zurückzutreten." Verstreicht die Nachfrist ungenützt, falle der Vertrag durch Rücktritt weg und sei rückabzuwickeln. Zusätzlich sei zu klären, ob den Lieferanten am Lieferverzug ein Verschulden trifft, etwa wenn er deshalb nicht liefern kann, weil er aufgrund eines Fehlers zu wenig Ware in seinem Lager hat. "Liegt ein Verschulden vor, kann der Kunde zusätzlich Schadenersatzansprüche geltend machen. Wenn eine Lieferung allerdings aufgrund der Corona-Krise nicht fristgerecht erfolgen kann, so wird dies meist nicht dem Lieferanten als Verschulden angekreidet werden können."

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Danke für Ihr Verständnis.

Ifrogmi
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Bei uns...

... entstehen die Probleme durch die zustelldienste.
Als einziger Zusteller perfekt funktioniert die Post, das sollte deutlich hervorgehoben werden.
Die anderen versuchen gleich gar keine Zustellung. Man wird informiert, dass zw 9 und 11 zugestellt wird, man wartet. 4 Leute beim Haus und um 15 uhr findet man in der sendungsverfolgung, dass man um 10 Uhr nicht angetroffen werden könnte und eine - natürlich unauffindbare, weil nie ausgestellte - Benachrichtigung hinterlassen worden wäre.
Oder, auch mehrfach passiert, das Paket wird 8 km entfernt vor einem unbewohnten Haus abgestellt und den dortigen Nachbarn erklärt, dass man das nicht mehr mitnehmen wird, weil dad ein anderer Fahrer war. Nach 4 Wochen, aufgeweicht vom Regen hat es dann der örtliche briefträger, der gar nichts damit zu tun hat, in seiner Freizeit, im privaten Pkw zu uns gebracht.
Ein anderes zustellunternehmen gibt ständig alles gleich ohne Benachrichtigung Punkt 10 Uhr in einem abholshop ab. Hat man keine trackingnummer, dann erfährt man das nicht und alles wird retour geschickt.
Aber man kann ja zusätzlich zu den manchmal recht hohen Kosten für Porto zusätzlich nochmals die Post für Entgegennahme und Auslieferung bezahlen. Also doppelt, aber es kommt an.
MMn ist es höchste Zeit, dass der Staat, der diese unzuverlässigen zustellunternehmen an den futtertrog gebracht hat, diese entsprechend kontrolliert und dafür sorgt, dass sie die verrechnete Leistung auch erbringen.

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