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AnthropozänUnumkehrbar: So stark haben wir den Planeten verändert

Der Mensch hat den Planeten so stark und irreversibel verändert, dass Forscher ein neues Erdzeitalter ausrufen wollen. Überall auf der Welt finden sich Belege für das Anbrechen des „Anthropozän“.

Beispielhaft für die tiefen Wunden des Planeten: Der Kohletagbau im deutschen Rheingebiet © (c) 4th Life Photography - stock.adobe.com (Dariusz T. Oczkowicz)
 

Für die Forscher ist der Vergleich nicht übertrieben: Die Veränderungen, die der Mensch seit Mitte des vorigen Jahrhunderts dem Planeten zugefügt hat, führen zu einer ähnlichen Situation, wie sie der verheerende Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren bewirkt hat. Gemeint ist damit nicht, dass die Menschheit wie einst die Dinosaurier bald vom Antlitz der Erde verschwunden sein wird. Doch das Wirken von Homo Sapiens war in den vergangenen 70 Jahren auf der Erdoberfläche so tief greifend, dass die Welt für immer eine andere geworden ist. Ein Weg zurück vor diese Zeit ist nicht mehr möglich.

Kommentare (4)
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Shiba1
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Wir sollten natürlich nicht vergessen,

dass sich die Bevölkerung seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts um teilweise das vier- bis fünffache vermehrt hat. Auch heute wächst die Weltbevölkerung pro Tag um 230000 Menschen, das ist nahezu die Einwohnerzahl von Graz. Im Jahr ergibt das rund 90 Millionen. Die alle verbrauchen natürlich Ressourcen und hinterlassen dementsprechend mehr Dreck.
Es gehört also auch hier ein Umdenken eingeleitet.

GordonKelz
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Man sollte auch sämtliche Gifte....

...von geschätzten über 100 Milliarden Menschen die je auf unserem Planeten gelebt, nicht verbrannt sondern begraben wurden, nicht außer acht lassen, alles kommt eines Tages an die Oberfläche!
Gordon Kelz

feringo
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@GordonKelz

Das Eingraben eines Verstorbenen zur Verwesung ist ein natürlicher Prozess, GordonKelz. Durch Verbrennung vergeuden wir unnötig Energie und produzieren unnötig CO2.

feringo
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Die Waage überdehnt?

Es ist Augen aufreißend erstaunlich was eine einzige Spezies in nur 70 Jahren im Vergleich zu etwa 200.000.000 verändert hat. Ob die Großhirnrinde des Menschen wohl schon groß genug ist oder eventuell noch eine sich selbst vernichtende Komponente in sich trägt?
In Anbetracht der Klimaveränderung drängt sich die Frage auf, ob nicht durch die massive Einwirkung des Menschen das Verhältnis zwischen Yin und Yang stark einseitig beladen wird und die andere Seite zurück schwappt. Dabei ist dieser Dualismus nicht esoterisch gemeint sondern durchaus im physikalischen Sinne.
Danke, Herr Günter Pilch, für den nachdenklich stimmenden Bericht.