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Kleine KinderzeitungWieso kann man Sommerregen riechen?

Der Sommer hat vergangene Woche endlich auch offiziell begonnen. Die Temperaturen steigen. Zeit drei Fragen des Alltags zu beantworten, die du dir nur in der heißen Jahreszeit stellst.

Sommerregen riecht einzigartig - und das ist der Grund © (c) Konstantin Yuganov - stock.adobe.com (Yuganov Konstantin)
 

1. Wieso kann man Sommerregen riechen?

Findest du auch, dass Sommerregen herrlich riecht? Schon kurz bevor die ersten Regentropfen fallen, steigt dir der einzigartige Geruch in die Nase. Aber warum ist das so? Reines Wasser riecht man ja nicht. Damit es zu dem besonderen Duft kommt, braucht es folgende drei Dinge: den Boden, Pflanzen und Steinstaub. Und es sollte länger nicht geregnet haben. Im Boden leben winzige Lebewesen, die auch Bakterien genannt werden. Wenn diese, nachdem es länger trocken war, mit Wasser in Kontakt kommen, setzen sie einen Stoff frei. Dieser sorgt für den typischen Geruch nach Erde. Hat es länger nicht geregnet, bildet sich auch auf den Pflanzenblättern eine Schicht. Es ist ein Art Öl, das besonders intensiv riecht. Dazu kommt noch der Staub von Steinen. Warum aber riecht es schon, bevor der erste Tropfen vom Himmel gefallen ist? Das ist ganz einfach: Schon bevor es wirklich zu regnen beginnt, steigt die Feuchtigkeit in der Luft. Diese Feuchtigkeit reicht schon, damit das Beschriebene in Gang gesetzt wird. Besonders intensiv ist der Duft übrigens, wenn es sehr heiß war und wenn der Regen ganz sanft fällt.

2. Warum leuchten Glühwürmchen?

In lauen Sommernächten kannst du derzeit Glühwürmchen beobachten. Das ist ein wunderschönes Naturschauspiel, das zu folgender Frage führt: Warum leuchten Glühwürmchen? Zuerst solltest du wissen, dass Glühwürmchen gar keine Würmer, sondern Käfer sind. Und: Sie glühen nicht, sondern sie leuchten. Sie werden auch nicht heiß dabei. Das Licht entsteht im Hinterteil der Käfer. Dort erzeugen sie ein kaltes Licht, aber kaum Wärme. Im Hinterleib haben die Käfer nämlich ein Leuchtorgan, das Lichtzeichen aussenden kann. Mithilfe dieser Zeichen sprechen die Käfer sozusagen miteinander. Die Weibchen können nicht fliegen. Weil ihnen die Flügel fehlen, sieht man das Leuchten ihrer Hinterteile besonders hell. Wenn sie auf der Suche nach einem Partner sind, krabbeln sie auf eine Pflanze und locken mit ihren Lichtzeichen die Männchen an. Die Weibchen leuchten so lange, bis ein passendes Männchen herangeflogen kommt. Die Männchen können nämlich fliegen. Auch sie leuchten, aber etwas schwächer. Das Leuchten hat auch noch einen zweiten Zweck: Es soll Feinde davon abhalten, die Glühwürmchen zu fressen.

3. Warum haben Fliegenpracker Löcher?

Es gibt es fast in jedem Haushalt. Wofür sie gut ist, ist klar: Lästigen Fliegen und Gelsen wird damit im Sommer der Garaus gemacht. Das gefällt nicht jedem, den Fliegen schon gar nicht. Warum aber haben die meisten Fliegenpracker kleine Löcher? Ein deutscher Mann mit dem Namen Erich Schumm hat diese Art des Fliegenprackers vor knapp 67 Jahren erfunden. Ihm ging das Schlagen mit einer Zeitung einfach zu langsam. Oft entwischte die Fliege. Dann hatte er die Idee zum Fliegenpracker. Durch die vielen kleinen Löcher kann die Luft beim Schlagen durchströmen. So lässt sich der Schlag viel schneller ausführen. Außerdem werden die lästigen Tierchen nicht von der Welle aus Luft, die dem Schlag vorangeht, gewarnt. Weil seine Idee so gut war, hat der Mann seine Erfindung sogar zum Patent angemeldet. Das bedeutet, dass man eine gute Idee oder eine ganz neue Erfindung vor Diebstahl schützt. Für Tierliebhaber gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten, Gelsen und Fliegen loszuwerden. Einfach mit einem Glas einfangen und in die Freiheit hinaus entlassen!

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