Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Tag des Waldes Was ein Waldspaziergang für die Gesundheit bringt

Heute ist der Tag des Waldes. Waldluft sei Doping für das Immunsystem, sagt der Biologe Clemens Arvay. Studien bestätigen die positive Wirkung.

Adorable little girl picking foxberries in the forest
Gesunder Wald © MNStudio - stock.adobe.com
 

"Der Wald ist ein riesiger kommunizierender Organismus, Pflanzen tauschen Botschaften aus, um sich über Angreifer wie Insekten zu informieren." Das sagt Clemens Arvay, ein Biologe, der in seinen Büchern die vergessene Heilkraft der Natur wieder aufleben lässt. Diese Kommunikation passiere über chemische Substanzen, sogenannte Terpene. Der Wald sei voll mit diesen bioaktiven Substanzen. "Man hat in zahlreichen wissenschaftlichen Studien gesehen, dass das Einatmen dieser Terpene positiv auf unser Immunsystem wirkt", sagt Arvay.

Die Anzahl der natürlichen Killerzellen im Blut steigt. "Diese Zellen sind dafür verantwortlich, Viren, aber auch Frühformen von Krebszellen in unserem Körper zu zerstören", sagt Arvay. Somit sei Waldluft ein umfassendes Doping für unser Immunsystem.

Mehr Bäume, mehr Gesundheit

Forscher verglichen Satellitenbilder von Toronto mit den Gesundheitsdaten der Bewohner. Das Ergebnis: Je mehr Bäume in einem Viertel, desto gesünder sind die Bewohner. Es gab weniger  Zivilisationskrankheiten und weniger Medikamente wurden eingenommen.

Langfristiger Effekt

Um sein Immunsystem langfristig zu stärken, sollte man laut Untersuchungen aus Japan zwei bis drei volle Tag pro Monat im Wald verbringen.

THEMENBILD: WETTER / HERBST / BAeUME
Gesunder Wald Foto © APA/BARBARA GINDL

Schnelle Wirkung

Ein ganzer Tag im Wald ließ die natürlichen Killerzellen des Immunsystems im Blut von Versuchsteilnehmern um 40 Prozent ansteigen.

Waldspaziergang gegen Diabetes

Studien haben gezeigt, dass Waldspaziergänge bei Diabetikern zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen - nicht aber Spaziergänge in einer städtischen Umgebung.

Ausblick zählt

Forscher Roger Ulrich hat gezeigt, dass schon der Anblick eines Baumes heilende Wirkung hat: Patienten, die nach einer Operation ein Zimmer mit Baumblick hatten, konnten früher nach Hause gehen als jene, die auf eine Hausmauer blickten.

Ein Bad im Wald nehmen

Es ist eine Praxis aus Japan: Shinrin-yoku bedeutet so viel wie Waldbaden und beschreibt, in den Wald zu gehen und die Atmosphäre des Waldes in sich aufzunehmen, mit allen Sinnen. Studien haben gezeigt, dass dadurch der Spiegel des Stresshormons Cortisol im Blut sinkt und das Immunsystem besser arbeitet. Außerdem wirkt sich Bewegung in der Natur auch auf die Stimmung aus: Nach einem Spaziergang oder der Gartenarbeit sind Menschen positiver gestimmt und haben mehr Selbstbewusstsein.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren