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Ratgeber

Wie wirkt sich multiple Sklerose auf Sexualität aus?

Heute ist der Welttag der multiplen Sklerose: Diese Erkrankung des Nervensystems kann sich auch auf die Sexualität auswirken, was viele Betroffene nicht wissen. Die Sexualmedizinerin Elia Bragagna klärt auf.

MS hat auch Auswirkungen auf die Sexualität
MS hat auch Auswirkungen auf die Sexualität © (c) Photographee.eu - Fotolia (Photographee.eu)
 

Liebe Fr. Dr. Bragagna!

Ich bin 29 und seit drei Jahren in einer sehr guten Beziehung. Ich liebe meine Partnerin. Umso stärker hat es mich getroffen, als wir erfahren haben, dass sie an multipler Sklerose (MS) erkrankt ist. Wir waren zuerst nur erschüttert und hatten Tausende negative Bilder im Kopf. Ihr Neurologe konnte uns aber in Bezug auf die Erkrankung beruhigen. Er meinte, dass es heute schon gute Therapiemöglichkeiten gibt, die Erkrankung einzudämmen, und einem Kinderwunsch nichts im Wege steht. Worüber wir aber nicht geredet haben, war das Thema Sexualität.

Uns wurde erst durch Recherchen im Internet bewusst, dass MS sich negativ auf die Sexualität auswirken könnte. Es gibt dort so viele gegensätzliche Informationen - können Sie uns weiterhelfen?

Es kann auch Phasen geben, in denen man mit der Erkrankung hadert, was sich auch negativ auf die Sexualität auswirken kann. 

Elia Bragagna, Sexualmedizinerin

ELIA BRAGAGNA ANTWORTET: Ich bin froh, dass Sie beide sich nicht Fehlinformationen hingeben, sondern nachfragen. Es stimmt, dass MS Sexualstörungen verursachen kann. Die Erkrankung kann im Gehirn oder im Rückenmark Areale zerstören, die für die Sexualität zuständig sind. Auch können Symptome wie chronische Erschöpfung, Muskelkrämpfe oder Blasenentleerungsstörungen die Sexualität stören.

Es kann auch Phasen geben, in denen man mit der Erkrankung hadert, was sich auch negativ auf die Sexualität auswirken kann. Es könnte sein, dass Ihre Partnerin lustlos wird oder Erregungsprobleme entwickelt.

Das soll sie aber auf keinen Fall aus der Bahn werfen. Wir ALLE müssen uns im Laufe des Lebens Veränderungen stellen, sei es gesundheitlicher oder familiärer Art. All das kann Sexualstörungen verursachen. Wir dürfen nicht vergessen, dass 46 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens mit anhaltenden sexuellen Problemen kämpfen.

Sollte Ihre Partnerin einmal bemerken, dass sich ihre Sexualität negativ verändert, dann sollten Sie mit ihrem Neurologen darüber sprechen.

Fragen Sie die Expertin!

Senden Sie Ihre Fragen zum Thema Sexualität und Sexualmedizin an unsere Expertin elia.bragagna@sexmed.at.

Alle Anfragen werden anonymisiert. Infos zur sexualmedizinischen Praxis Sexmed: www.sexmed.at

Kommentare (7)

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v8a99ur55kyglp7mynl3xkd41380iy16
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Wenn ca. jede 2.Frau an einer Sexualstörung leidet, müsste ich statistisch jetzt meiner Traumfrau begegnen!


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satiricus
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Nein, nur....

... an geraden Tagen, heut ist aber der 25.

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v8a99ur55kyglp7mynl3xkd41380iy16
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Heute geht es sowieso nicht!


Ich warte auf die Startflagge...

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Therapiemöglichkeiten um die Erkrankung einzudämmen

Unter anderen auch Cannabis mit nur 5% THC und dafür 5% CBD-Anteil, aber wie bei so vielen Krankheiten muss der Patient zuerst durch die Chemiehölle, bevor ihm die Naturheilkraft quasi der Himmel geboten wird.

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Katza
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Also darauf....

würde ich mich in dieser Situation nicht verlassen... die positive Wirkung solche Medikationen wird in der Regel ziemlich überbewertet. Sogar wenn es wirkt, dann sicher schlechter als Medikamente bzw vor allem schlechter als jene die erst heuer auf den Markt gekommen sind (Durchbruch in der Behandlung, der schwersten, bisher kaum behandelbaren Form).
Denn wenn Cannabis wirklich funktionieren würde, hätte vermutlich schon irgendein Pharmakonzern Wirkstoff herausgefiltert, leicht verändert und patentiert, um ihn teuer zu verkaufen.

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differentialrechnung
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wäre es denkbar,

dass Einzelwirkstoffe weniger bringen, als Direktprodukte aus den Pflanzen, selbst wenn sich da die schwierige Frage der Standardisierung erhebt?

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Katza
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eine Bearbeitungsfunktion wäre wirklich super, bei meinen Fehlern.....

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