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Erhöhter Blutdruck

Leiden auch Sie am "Weißkittel-Syndrom"?

Wenn der Blutdruck beim Arztbesuch nach oben schnellt: Wir klären auf, was hinter medizinischen Phänomenen steckt.

Was ist das "Weißkittel-Syndrom"?
Was ist das "Weißkittel-Syndrom"? © Fotolia/Andrey Popov
 

Haben Sie schon vom sogenannten Weißkittel-Syndrom gehört? Und falls ja: Denken Sie, das gibt es wirklich? Wenn Sie nicht davon gehört haben, hier die Auflösung: Unter dem Weißkittel-Syndrom versteht man ein Phänomen, das auch unter dem komplizierteren Begriff Weißkittel-Hypertonie läuft.

Helle Aufregung

Was dabei passiert, ist folgendes: Ein Mensch kommt zum Arzt und bekommt den Blutdruck gemessen. Nicht nur der weiße Kittel des Arztes - daher der Name - sondern die gesamte Umgebung in der Arztpraxis machen den Patient so nervös, dass vor lauter Aufregung der Blutdruck ansteigt. Für den Arzt kann es nun so aussehen, dass der Patient, den er vor sich hat, an Bluthochdruck leidet - obwohl derjenige vielleicht gar keine Hypertonie (so der Fachausdruck für Bluthochdruck) hat.

Zur Absicherung sollte man immer eine 24-Stunden-Messung machen.  

Robert Zweiker, Kardiologe

"Der Blutdruck unterliegt immer starken Schwankungen", sagt Robert Zweiker, Kardiologe an der LKH-Uniklinik Graz. Bei Anstrengung kann er ebenso ansteigen wie in Situationen, die uns in Aufregung versetzen. Das ist völlig normal - zum Problem wird es aber dann, wenn der Blutdruck nur in der Ordination gemessen wird und der Betroffene fälschlicherweise die Diagnose Bluthochdruck bekommt.

30 Prozent betroffen

"Daher sollte man zur Absicherung immer eine 24-Stunden-Messung machen", sagt Zweiker. Dabei bekommt der Betroffene ein Blutdruckmessgerät mit nach Hause, das automatisch insgesamt etwa 80 Messungen vornimmt. "Über den Mittelwert hat man dann eine sehr exakte Messung", sagt Zweiker.

Dieses Weißkittel-Syndrom ist gar nicht selten: Laut Zweiker haben etwa 30 Prozent der Patienten diesesn kurzzeitigen und situationsabhängigen Bluthochdruck. Daher gelte: Eine Messung in der Ordination ist nicht ausreichend für die schwerwiegende Diagnose Bluthochdruck!

Ab wann hat man Bluthochdruck?

140 zu 90 mm Hg: Wird dieser Blutdruck-Wert in der Ordination gemessen, geht man von  Bluthochdruck aus. Diese Messung soll aber durch eine 24-Stunden-Messung abgesichert werden!

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Danke für Ihr Verständnis.

itty86
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Echt jetzt?

Da tut man einem Patienten gleich ein 24 std ekg an? Wie wärs zuerst mal mit einer Woche Selbstmessungen zu Hause. Eine 24-Std-Selbstmessung ist nämlich net so angenehm. Also so ein Blödsinn...

itty86
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Re: Echt jetzt?

Ah ich mein natürlich ein 24 std RR

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Zwei wahre Expertengruppen!

Ärzte und Lehrer!
Die Spitze:(Be-)lehrende Ärzte...

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Ist das gleiche wie Politikersyndrom!

AlBundyFan
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schön deppat

solange der arzt nicht irgendeine schlechte diagnose haben könnte oder irgendetwas tut, das einen schmerzen verursachen könnte, ist es doch völlig widersinnig eine stresssituation zu haben.

joe1406
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Okay ....

Auch die Ärzte lernen dazu - vor zwanzig Jahren habe ich nur ein mildes Lächeln der Ärzte geerntet wenn ich gesagt habe zuhause ist mein Blutdruck ganz normal. Gezählt hat nur was der Arzt mit eigenen Augen gesehen hat.

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Stimmt, wir Ärzte sind lernfähig

allerdings erst dann, wenn irgendwelche internationale Studien uns das beweisen, was eh klar ist --- dann wird's an den Unis durchgeführt - und nach weiteren Jahren kommt's nach Kärnten.

Selbstironie muss mal sein !!