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Livestream zum NachschauenImmunabwehr: Diese drei Impfungen stärken Sie in diesem Winter

Neueste Meldungen sagen zumindest die starke Hoffnung auf einen Corona Impfstoff für den Beginn des nächsten Jahres voraus. Doch welche Impfungen stärken uns schon in diesem Herbst/Winter? Zwei Experten erklären, welche Impfung Sie heuer überlegen sollen.

Im Zuge der stark diskutierten Impfdebatten und der aktuell herrschenden Pandemie stellen Sie sich vielleicht auch die Frage WAS denn gerade in diesem Herbst sinnvoll wäre © DDRockstar (Dada Lin)
 

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Vielleicht fühlen Sie sich unsicher, was die momentane Impfdebatte angeht. Ein Corona Impfstoff lässt noch auf sich warten, allerdings gibt es durchaus (Auffrischungs)Impfungen, die sie für die kommende kalte Saison andenken sollten. Wir haben bei Experten aus Medizin und Pharmazie nachgefragt und wissen jetzt: 

Mit diesen drei Auffrischungsimpfungen stärken Sie Ihre Lunge und Ihr Immunsystem:

1.) Wann war Ihre letzte Grippe Impfung?

Die echte Grippe (Influenza) ist manchmal kaum von einer harmlosen Erkältung (grippaler Infekt) zu unterscheiden. Leiden Sie an der echten Grippe, son kann diese auch schwer verlaufen und etwa Lungenentzündungen hervorrufen und sogar zum Tod führen. Komplikationen betreffen Sie vor allem, wenn Sie an Vorerkrankungen leiden, oder Menschen in höherem Alter. Sind Sie schwanger? Dann haben Sie auch ein erhöhtes Risiko für Lungenentzündungen. Die Grippe-Impfung ist für Ihr Ungeborenes oder Sie selbst als Schwangere völlig ungefährlich. 

Bald geht sie wieder los, die Grippesaison. Zwischen Anfang Oktober und Mitte Mai verbreiten sich Influenzaviren auf der nördlichen Halbkugel besonders intensiv. In diesem Jahr besteht laut Experten die Hoffnung, dass die Grippewelle eher mild verläuft. Denn durch die Hygiene- und Abstandsregeln, die durch die Corona-Pandemie allgegenwärtig sind, haben es auch Influenzaviren schwerer. Eine zusätzliche Belastung für unser Gesundheitssystem ist trotzdem abzusehen.

Eine einmalige Impfung bietet Ihnen in der Regel ausreichend Schutz für die gesamte Grippesaison. Grippeviren können sich allerdings sehr schnell verändern. Daher sollte die Impfung vor jeder Grippesaison mit dem aktuellen Impfstoff erneut durchgeführt werden.

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Die Grippesaison im Herbst könnte zu einer Überlastung von Arztpraxen und Kliniken führen Foto © Kzenon(Kzenon)

2.) Wann war Ihre letzte Pneumokokken Impfung?

Pneumokokken-Erkrankungen werden durch Bakterien aus der Familie der Streptokokken hervorgerufen. Sie sind weltweit verbreitet und werden von Mensch zu Mensch übertragen. Je nach Region der Welt und abhängig vom Alter sind verschiedene Pneumokokken-Stämme für unterschiedliche Krankheiten mit zum Teil lebensbedrohlichen Verläufen verantwortlich. So verursachen sie beispielsweise die Mehrzahl aller bakteriellen Lungenentzündungen.

Die Pneumokokken Impfung wird prinzipiell ab dem 60. Lebensjahr empfohlen. Der Impfstoff schützt vor verschiedenen Pneumokokken, die sonst lebensbedrohende Lungenentzündungen auslösen können. Ist Ihre letzte Pneumokokken-Impfung schon länger her? Dann nix wie auf zum Onkel Doc: Die Auffrischung dieser wichtigen Schutzimpfung für Ihre Lunge wird alle sechs Jahre empfohlen.

Impfungen stärken unsere Abwehrkräfte und sind in diesem Winter besonders relevant Foto © Robert Kneschke (Robert Kneschke)

3. ) Wann war Ihre letzte Keuchhusten Impfung?

Keuchhusten (Pertussis) wird durch Bakterien verursacht. Der Erreger ist weltweit verbreitet und kann auch von Personen weitergegeben werden, die daran unbemerkt erkranken. In jedem Lebensalter sind harmlose bis schwere Krankheitsverläufe möglich. Die Impfung ist die beste Möglichkeit, sich gegen Keuchhusten zu schützen. Sie verringert das Risiko überhaupt zu erkranken oder schwere Komplikationen zu erleiden.

In den letzten Jahren sind die Fälle von Pertussis stark angestiegen. Für Babies kein Thema, die werden mit der 6-fach-Impfung bereits ab dem 3. Lebensmonat gegen Pertussis geimpft. Riskant wird die Krankheit weil sich auch hier viele Österreicher als Impfmuffel beweisen und auf die Auffrischung der Keuchhusten-Impfung vergessen. Hier droht nicht nur die Gefahr selbst den ganzen Winter durch zu husten, sondern es ist auch möglich, dass Großeltern ihre neugeborenen Enkel anstecken. Sie sollten nicht nachlässig sein und die die Pertussis Impfung alle 5 bis 10 Jahre (je nach Lebensalter) unbedingt auffrischen.

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Keuchhusten oder Pertussis ist extrem ansteckend und wird von Erkrankten beim Husten, Niesen bzw. über die Atemluft (Tröpfcheninfektion) verbreitet Foto © Krakenimages.com

Wie das Impfen funktioniert:

Unsere körpereigene Abwehr, das Immunsystem schützt unseren Körper durch komplexe Mechanismen vor Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren. Eine von vielen körpereigenen Abwehrstrategien ist die Bildung von sogenannten Antikörpern. Das sind Abwehrstoffe, die Krankheitserreger abwehren und deren Ausbreitung in unserem Körper verhindern.

Gleichzeitig bildet unser Körper auch sogenannte Gedächtniszellen, die sich bestimmte Eigenschaften von eindringenden Krankheitserregern merken und – bei einem späteren Kontakt mit den gleichen Erregern – blitzschnell die Bildung der richtigen Antikörper veranlassen. So werden Erreger, die unser Körper bereits kennt sofort unschädlich gemacht.

Bei einer Impfung wird nun genau dieser Prozess nachgeahmt. Der Impfstoff enthält abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger, die keine Krankheit auslösen. Dennoch reagiert unser Körper und bildet Antikörper und Gedächtniszellen. Bei Kontakt mit dem echten Erreger reagiert unser Körper also sofort und wehrt die Erkrankung schnell ab – er ist immun gegen den Erreger.

Wissenswertes zum Thema Impfen:

Sie möchten gern mehr erfahren oder beim Expertentalk zum Thema Impfen mitreden? 

Klicken Sie am 15. September ab 18 Uhr diesen LINK um beim Live-Stream dabei zu sein!



Entstanden in Kooperation mit der Ärztekammer und der Apothekerkammer.
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