ESSEN GEGEN DIE KÄLTESo wird uns von innen warm

Wollmütze und Daunenjacke gehören zum Standardprogramm gegen die Kälte. Aber auch von innen kann man sich wappnen: Mit dem Ernährungsprogramm der traditionellen chinesischen Medizin.

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Scharfe Gewürze kurbeln den Stoffwechsel an und erhöhen die Verbrennungsleistung des Organismus. Dadurch steigt die Körpertemperatur. Die Ernährungslehre der traditionellen chinesischem Medizin (TCM) macht sich diesen Effekt zunutze und empfiehlt in der kalten Jahreszeit explizit das Würzen mit Chili, Paprika, Ingwer, Curry, Zwiebel, Knoblauch & Co.

Gekocht & gedünstet

„Was die Zubereitung anlangt, sollte man im Winter kochen und im Wasserbad dünsten", lautet der Rat der TCM-Experten. Kalte und schwer verdauliche Speisen sind hingegen zu vermeiden. Zu den jetzt angesagten Lebensmitteln zählen unter anderem Hirse, Buchweizen, Lamm-, Rind-, Hühnerfleisch, Azukibohnen, schwarze Bohnen, Champignons, Sesam, Maroni, Walnüsse, Longane, Bärlauch, Koriander, Shrimps, Garnelen, Honig, Malzzucker, Äpfel, Mandarinen, Trauben, Süßkartoffeln, Karotten und Spinat.

Alles im Fluss?

Laut chinesischer Lehre soll man im Winter seine Körperenergie ("Qi") - und damit das Immunsystem - stärken. Die Kälte greife vor allem die Yang-Energie an, ihre wärmende und antreibende Funktion wird herabgesetzt. Das hemme den Fluss von Blut und anderen Körperflüssigkeiten, dadurch trete Stau auf. Die Folgen: Kältegefühl in Händen und Füßen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen etc. „Wenn der Kälteeinfluss bereits die Nierengegend erreicht und das Nieren-Yang-Qi beeinträchtigt, hat das Blässe im Gesicht, häufiges Urinieren, Müdigkeitserscheinungen und Erschöpfungszustände zur Folge", lautet die Erklärung der TCM-Spezialisten, die dagegen einfache Rezepte parat haben.

Das wärmt!

Zum Frühstück ein Azukibohnenbrei: 50g Azukibohnen, 100g Süßkartoffeln Azukibohnen über Nacht einweichen, im Wasser eine dreiviertel Stunde kochen, Süßkartoffeln schneiden, 20 min. weiterkochen, leicht süßen. Äpfelgetränk (Milz und Magen erwärmend):
2 Äpfel, 3g Mandarinenschale, 1 Esslöffel Malzzucker Mandarinenschalen und geschnittene Äpfel in 1l Wasser 20 min. kochen, mit Malzzucker süßen, am Tag verteilt warm trinken.

TCM-Abendsuppe (Immunsystemstärkung): halbes Huhn, 30g Buchweizen, 50g Maronikörner Fleisch klein schneiden, mit Buchweizen im Wasser 1 Stunde kochen, Maronikörner dazugeben, 10 min. weiterkochen, leicht würzen. Gebratene Shrimps mit Walnuss (gegen Kälte-Kreuzschmerzen): 250g Shrimps, 150g Walnüsse, Salz, Stärkemehl, Öl, Zwiebel Walnüsse ohne Öl kurz rösten, Shrimps mit Salz und Stärkemehl vermischen, im Öl mit Zwiebel rösten, Walnüsse dazugeben, würzen. Gebratenes Rindfleisch mit Bärlauch (gegen Kälteempfindlichkeit): 200g Rindfleisch, Bärlauch, Salz, Stärkemehl, Mehl, Ingwer, Zwiebel Rindfleisch in dünne Scheiben schneiden, mit Salz und Stärkemehl mischen, mit Öl, Ingwer und Zwiebel rösten, Bärlauch dazu, würzen.

Gekochtes Ingwerwasser

Ein Fußbad in warmem Ingwer-Wasser ist vor dem Schlafengehen eine Wohltat. Es lässt nicht nur Qi und Blut frei fließen und trägt dadurch zur Erwärmung bei, es beseitigt auch die Erschöpfung. Dazu werden 30 Gramm Ingwer mit Schale in kleine, dünne Scheiben geschnitten und in einer für ein Hand- und Fußbad ausreichenden Menge Wasser 20 Minuten gekocht. Bei der Anwendung sollte das Wasser noch möglichst heiß sein.

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