Das nationale Impfgremium (NIG) gibt auch weiterhin keine generelle Empfehlung für eine vierte Corona-Schutzimpfung ab. Allerdings wird das Alterslimit für eine solche nun von 80 auf 65 Jahre gesenkt, berichtete das "Ö1"-Mittagsjournal. 

Grundsätzlich ist man für acht bis zwölf Wochen nach der Impfung auch sehr gut vor einer Infektion geschützt. Das spielt eine Rolle, da das Sterberisiko mit dem Alter ansteigt. Zwar gibt es aufgrund der ausgeprägten BA.2-Welle, die in Österreich viele Menschen Anfang des Jahres erfasst hat, eine gewisse Immunität gegen BA.5, aber nichtsdestotrotz ist diese Variante vor allem für Risikopatienten bedrohlich. Aus diesem Grund wird der vierte Stich auch Risikopersonen und Vulnerable empfohlen. Auf persönlichen Wunsch ist die Auffrischungsimpfung derzeit für alle Personen vier Monate nach der Drittimpfung möglich, geraten wird zu einem Abstand von sechs Monaten.

Auffrischung auch vier bis sechs Monate nach Infektion

Impf-Experte und Mitglied des Nationalen Impfgremiums Herwig Kollaritsch empfiehlt eine Auffrischungsimpfung auch vier bis sechs Monate nach einer Infektion, sagte er gegenüber "Ö1". Wer sich ohne Symptome mit Corona infiziert hat, soll sich vier bis sechs Monate nach dem Drittstich eine weitere Impfung geben lassen.

Die aktuelle Anwendungsempfehlung des NIG liegt derzeit zur Begutachtung im Gesundheitsministerium, berichtete "Ö1". Aus dem Ressort hieß es wiederum, dass die Beratungen im NIG noch laufen würden. "Uns liegt noch keine finale Version vor. Wir erwarten diese in den kommenden Tagen", sagte Pressesprecher Thomas Neubauer. Wenn die Aktualisierung vorliegt, werde diese "aktiv kommuniziert".

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