Ist das noch gesund?Nur müde? Oder doch schon mehr? Warum wir über Depressionen reden müssen

Wir sind erschöpft, müde und antriebslos - und wir sind damit nicht alleine. Die Corona-Pandemie hat zu einem massiven Anstieg von Depressionen und Angstzuständen geführt. Im "Ist das noch gesund?"-Podcast sprechen wir mit Mental Health-Expertin Bernadette Frech über die Folgen.

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„Es geht den Menschen nicht gut und es geht ihnen zunehmend schlechter. Das muss uns allen bewusst werden.“ Das sagt Bernadette Frech, sie ist Gründerin und CEO des steirischen Gesundheits-Startups instahelp. Auf dieser digitalen Plattform kann man rund um die Uhr Hilfe und Beratung von Psychologinnen und Psychologen in Anspruch nehmen. Doch das massive Wachstum auf ihrer Plattform macht Frech auch große Sorgen - weil Angst und Müdigkeit, aber auch Erschöpfung und Burnout jetzt plötzlich sehr viele betreffen, die noch nie damit zu kämpfen hatten. "Die Pandemie ist eine Krise der psychisch Gesunden", stellt die Expertin fest - und die Studien scheinen das ebenfalls zu sagen. In der ersten Folge des "Ist das noch gesund?"-Podcast der Kleinen Zeitung (ehemals Corona Update) geht Podcast-Leiterin Barbara Haas im Gespräch mit Bernadette Frech der Frage nach, welche Themen uns denn gerade besonders belasten, ob man Depressionen mit Prävention vermeiden könnte und fragt zudem, ob diese gemeinsame psychische Krise am Ende vielleicht sogar eine Chance sein könnte. Spoiler: Ja, sie könnte.

Bernadette Frech von instahelp im Podcast-Gespräch mit Barbara Haas (li.) Foto © Jürgen Fuchs

Was aber überhaupt eine Depression genau ist, wie sie sich anfühlt und wie die Lage dazu konkret in der Steiermark ist, haben wir im Faktencheck mit der Psychiaterin Dr. Adeleh Hildebrand geklärt.

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Kommentare (16)
kukuro05
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16
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Sich Hilfe suchen....

Ja, aber wie und wo?
Gesprächstherapie kostet viel Geld wenn man sie konsequent macht, viele Therapeuten verrechnen gar nicht mit den KK ab. Mit der Telefonseelsorge habe ich pers keine guten Erfahrungen gemacht, man wird gedrängt sich kurz zu fassen, Ich hatte eine gute Erfahrung mit einem Priester, aber als es dann ins religiöse abdriftete, musste ich abbrechen weil ich mich nicht bekehren lassen muss....
Schnelle Hilfe findet man sowieso nicht.....
Nicht einfach, die Sache!

Barbara Haas
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Hilfe, aber wie und wo?

Lieber User, liebe Userin - leider kann ich an Ihrem Namen nicht genau erkennen, wie ich Sie ansprechen darf. Sie haben natürlich recht, es ist nicht leicht, gute Hilfe zu finden und auch das ist ein Thema, das in diesem Podcast besprochen wurde - dass es nämlich eine Grundversorgung für psychische Gesundheit für alle geben sollte. Es gibt Psychotherapie auf Krankenschein, aber im Vorfeld können Sie vielleicht einfach eine der Telefonnummern versuchen, die auf der Seite des Gesundheitsministeriums aufgelistet sind - hier eine nur als Beispiel, die Ö3 Rotes Kreuz Kummernummer: Rufnummer 116 123 bei allen Sorgen von 16 bis 24 Uhr. oder wenn Sie auf der Suche nach Psychotherapie sind, einmal einen Blick da drauf zu werfen. www.psychotherapie.at. Alles Gute, Barbara Haas

Barbara Haas
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Danke für Ihre Rückmeldung

Schön, dass es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht allen schlecht geht und Sie nicht alle unter Depressionen leiden. Leider leiden aber durch all die Belastungen, die wir gerade erfahren, viele Menschen an depressiven Verstimmungen - im Podcast habe ich versucht, genau diese verschwimmenden Definitionen herauszuarbeiten und all jenen Menschen, denen es leider nicht so gut geht, zu vermitteln, dass sich niemand schämen muss, wenn es gerade nicht so gut läuft. Ich danke Ihnen aber für Ihre ehrliche Rückmeldung und würde mich freuen, wenn Sie den Podcast hören - vielleicht gefällt Ihnen ja der eine oder andere Aspekt dennoch. Herzliche Grüße, Barbara Haas

EvilC
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Es ging nur um das Wort ALLE…

… ansonsten ist nicht am Artikel oder dem Podcast auszusetzen. Ersetzen Sie einfach ALLE mit VIELE.
Ich finde das Wortwahl wichtig ist. Es reicht ja wenn Politiker sich immer heraus nehmen für alle zu sprechen obwohl das ganz sicher nicht stimmt.

Barbara Haas
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Dankeschön für die Sensibilisierung

Vielleicht haben Sie ja Lust, auch den Podcast zu hören und darauf Feedback zu geben. Das würde mich freuen. Herzlichst, Barbara Haas

EvilC
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Werde ich bestimmt machen Frau Haas

Nur um das klar zu stellen, ich finde es wichtig das man diese Probleme vor den Vorgang bringt. Meine Kritik bezog sich nur auf das Wort ALLE.

henslgretl
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Ich

fühle mich nicht müde und krank. Kann eigentlich nun sehr gut mit der Situation fertig werden. Bei mir war nur der Beginn der Pandemie eine Belastung.

EvilC
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Wie bitte? Wir alle?

Es stimmt, dass es vielen Menschen nicht gut geht, aber deshalb gleich ALLE krank zu reden ist schon etwas übertrieben.

EvilC
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Hier gibts einen…

… Rotstrichler der glaubt er kann auch für mich sprechen. Mir gehts ausgezeichnet daher stimmt ALLE schon mal nicht.

Barbara Haas
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Danke für Ihr Feedback

Ich freu mich, dass es Ihnen gut geht und habe den Hinweis, dass man ALLE hier nicht meinen kann, jetzt gerne aufgegriffen und den Titel noch einmal überdacht. Ich denke, dass wir über depressive Verstimmungen aber durchaus offener sprechen sollten - was wir in diesem Forum jetzt schon einmal machen. Ich wünsch Ihnen einen guten Tag, herzliche Grüße, Barbara Haas

EvilC
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Unbedint muss man darüber sprechen…

… und ich finde es toll das die KLZ das Thema aufgreift. Vielen Dank dafür.

selbstdenker70
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..

Der rotstrichler war ich. Ich bin überzeugt, diese 2 Jahre hat mit jedem etwas gemacht. Vielleicht merkst du es nicht bewusst, aber im Inneren hat jeder einen Knacks bekommen. Und die Kombination Pandemie und von der Politik manipuliert geworden zu sein ist für eine Mischung aus Wut und Kontrollverlust. Sei es daß du unbewusst plötzlich Abstand zu anderen Menschen hälst, sei es, und das betrifft vor allem mental starke Menschen, ein Gefühl der Machtlosigkeit und Kontrollverlust über den eigenen Alltag durch das viele einsperren, das Gefühl es ist der Alltag extrem kompliziert geworden weil simple Dinge plötzlich aufwendiger sind oder sogar unmöglich, ein Gefühl daß man ein Stück seiner gewohnten Freiheit verloren hat, Probleme mit Kindern, Sorge um Eltern oder Großeltern usw usw. Wie gesagt, vielleicht spürst es nicht direkt, aber es wird Momente geben, wo du einen Unterschied zu früher merken wirst. Und das knappert innerlich. Menschen denen ALLES egal ist gibt's kaum.

pescador
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10
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"von der Politik manipuliert geworden zu sein"

Ich fühle mich von der Politik nicht manipuliert.

EvilC
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Danke pescador…

… ich nämlich auch nicht. Ich verstehe nicht warum man die Politik braucht um im Leben auf Spur zu bleiben. Ich bin auch nicht enttäuscht und Kontrollverlust spüre ich auch keinen. Alle Dinge die mir im Leben Sinn und Halt geben hab ich auch der Pandemie unverändert gehabt. Wenn man sich nur wohl fühlt wenn man regelmäßig shoppen oder ins Gasthaus geht dann wird es natürlich schwer. Es gibt genug Dinge die nicht viel Geld kosten und Sinn im Leben stiften.

EvilC
1
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Das ist ihre Meinung aber lasse mich nicht vereinnahmen

Ob Sie sich das vorstellen können, oder nicht. Mein Leben war immer sehr privilegiert und daran hat auch die Pandemie nichts geändert. Ich weiß sehr wohl das Menschen darunter leiden. Ich weiß das es ein Glück ist privilegiert zu leben. Ich werde mich aber nicht dafür schämen. Daher bitte ich Sie, lassen Sie mich aus der Rechnung draussen, es steht Ihnen nicht zu mich einer Gruppe zuzuordnen.
Und mir ist nichts egal. Ich bzw meine Familie unterstützen monatlich seit der Pandemie einen alten Herren und ein 7 jähriges Waisenkind finanziell weil beide seit der Pandemie einen speziellen Bedarf haben. Das Mädchen bekommt Lerntherapie und für den Herren bezahlen wir den Einzelzimmerzuschlag im Pflegeheim weil er sich aus psychischen Gründen im Doppelzimmer nicht wohl gefühlt hat. Mir geht es dabei gut wenn ich was beitragen kann, und vielleicht ist ja genau das Grund warum mir die Pandemie bisher nichts ausgemacht hat.

pescador
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Finde ich auch

Es wird schon vieles herbei geredet bzw. geschrieben. Die Medien berichten davon und plötzlich fühlen sich viele krank.

Menschen denen es wirklich schlecht geht, brauchen selbstverständlich Hilfe.