BoosterAlle Corona-Impfstoffe wirken bei "drittem Stich"

Die dritte Impfung ist gegen Sars-CoV-2 notwendig. Aber mit welchem Impfstoff? Diese Frage scheint nach einer neuen Studie eher zweitrangig zu sein.

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Booster, Impfstoff, Wirkung
© (c) imago images/epd (Rolf Zoellner via www.imago-images.de)
 

Für einen ausreichenden Schutz gegen Covid-19 sind nach derzeitigem Wissensstand drei Teilimpfungen notwendig. Dabei scheint es ziemlich egal zu sein, womit die dritte Impfung erfolgt, der Effekt ist gut. Das geht aus einer neuen aus öffentlichen Geldern finanzierten Studie in Großbritannien mit sieben Vakzinen (sechs davon zugelassen oder weiterhin in Entwicklung) hervor, die jetzt in der Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht worden ist.

"Sechs verschiedene Covid-19-Booster (dritte Teilimpfung; Anm.) sind sicher und bewirken starke Immunantworten bei Menschen, die zuvor zwei Teilimpfungen mit ChadOx1-nCov19 (AstraZeneca; Anm.) oder BNT162b (Pfizer/BioNTech; Anm.) erhalten haben", heißt es im "Lancet". Alasdair Munro (Universitätsklinik von Southampton) und seine Co-Autoren nahmen im gesamten Juni dieses Jahres 2.878 Personen in die Cov-Boost-Untersuchung auf. Es handelte sich um Personen entweder im mittleren Alter von 51 oder 53 Jahren oder im mittleren Alter von 76 oder 78 Jahren. Sie waren mit der AstraZeneca- bzw. der Pfizer/BioNTech-Vakzine durchgeimpft worden.

Dritter Stich mit verschiedenen Vakzinen

Im Anschluss daran erhielten die Probanden die dritte Impfung mit AstraZeneca-, oder Pfizer/BioNTech-, dem Novavax-Impfstoff (in der EU jetzt erst vor der Zulassung), der Janssen-Vakzine (Vektor), jener von Moderna (mRNA), der noch in Entwicklung stehenden Valneva-Vakzine/Wien (inaktivierte Covid-19-Erreger) oder mit dem mittlerweile nicht mehr weiter entwickelten mRNA-Impfstoff von Curevac. "Die Daten zu den Nebeneffekten bei allen sieben Vakzinen zeigen Sicherheit mit akzeptablen Entzündungsreaktionen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen und Müdigkeit", sagte Saul Faust von der Universitätsklinik in Southampton.

Die dritte Dosis der Vakzine war den Teilnehmern an der Studie zehn bis zwölf Wochen nach der ersten Durchimpfung verabreicht worden. In allen Gruppen der Untersuchten wurde ein Anstieg der Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Spike-Protein registriert. Der Anstieg war aber im Vergleich zu der Kontrollgruppe ohne weitere Impfung nach AstraZeneca- (Erhöhung um das 1,8- bis 32,3-Fache) bzw. nach Pfizer/BioNTech-Durchimpfung (Erhörung um das 1,3- bis 11,5-Fache) je nach verwendeter Vakzine für den dritten Stich unterschiedlich.

Fehlendes Schutzkorrelat

Die Wissenschafter weisen allerdings darauf hin, dass es derzeit keinen scharfen Grenzwert bei der Konzentration von Antikörpern im Blut nach Covid-19-Impfung gibt, ab dem von einem sicheren Schutz auszugehen ist. Noch problematischer ist das bei der sogenannten zellulären Immunantwort mit durch die Impfung entstehenden, auf SARS-CoV-2 "spezialisierten" Immunzellen, welche genauso zum Schutz beitragen. Jedenfalls kann offenbar bei den Drittimpfungen sowohl mit dem gleichen oder einem anderen Impfstoff als bei den ersten beiden Teilimpfungen vorgegangen werden.

Kommentare (3)
samro
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liebe schwurbler

wie heissts bei euch?
"TEILEN IN ALLE NETZE. wir sind das volk."

dann teilt diesen artikel doch doch mal in all eure netze, in allen euren postings!
vielen dank

himmel17
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2
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Cool down Samro

Einen Booster mit Würstln vom Bauer deines Vertrauens, dazu Worcester
und die Welt ist, eventuell zusätzlich mit einem Doserl, wieder schwer in Ordnung.:)))

samro
0
7
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ein essen zusammenstellen

ist leider nicht jedermanns sache.
ich seh schon...........

kochkurs statt demo mal einplanen!