Zahlen am Steigen Coronaprognose: So viele Intensivbetten werden in den nächsten Wochen gebraucht

Expertinnen und Experten erwarten, dass sich die Krankenhaus- und Intensivbetten in den nächsten Wochen mit Covid-Patientinnen und -Patienten füllen werden. In einigen Bundesländern könnte hier eine kritische Auslastung erreicht werden.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Krankenhaus; Corona; Betten
In den nächsten Wochen dürfte es in österreichs Krankenhäusern wohl etwas voller werden © sveta - stock.adobe.com
 

Das Covid-Prognosekonsortium geht davon aus, dass in zwei Wochen zwischen 300 und 435 stationär aufgenommene Covid-19-Patientinnen und -Patienten intensivmedizinisch betreut werden müssen. Am heutigen Mittwoch wurden 250 Schwerkranke auf Intensivstationen behandelt. Auf Normalstationen werden am 11. November zwischen 1149 und 2148 Patientinnen und Patienten erwartet. Aktuell hält man bei 1007.

Diese Entwicklung könnte in einzelnen Bundesländern dazu führen, dass der Covid-19-Belag auf Intensivstationen am Donnerstag in zwei Wochen die kritische Auslastungsgrenze von 33 Prozent übersteigt. Der aktuellen Einschätzung der Experten zufolge liegt diese Wahrscheinlichkeit in Vorarlberg bei 35 Prozent, in Wien bei 15 Prozent und im Burgenland bei zehn Prozent.

Die täglichen Neuinfektionen - am Mittwoch wurden mehr als 4200 verzeichnet - dürften dem Prognosekonsortium zufolge am 11. November zwischen 4595 und 6322 zu liegen kommen, was zeitverzögert einen weiteren Anstieg in den Spitälern im Spätherbst befürchten lässt. Die Experten warnen jedenfalls vor einem "signifikanten Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz (Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner)", die am kommenden Mittwoch österreichweit über 360 betragen und möglicherweise 495 erreichen wird.

Am düstersten sieht es den Prognosen zufolge in Salzburg aus, wo die Inzidenz zwischen 514 und 819 Fällen je 100.000 Einwohner ausmachen wird. In Oberösterreich wird mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 450 bis zu 717 gerechnet, über dem Österreich-Schnitt werden am 4. November vermutlich auch Vorarlberg (377 bis 603) und Kärnten (372 bis 594) liegen. Mit der geringsten Sieben-Tages-Inzidenz wird in Wien gerechnet, sie soll am 4. November zwischen 200 und 319 ausmachen. Allerdings dürften allein in der Bundeshauptstadt dann schon zwischen 94 und 156 Covid-Patientinnen und -Patienten intensivmedizinischen Betreuungsbedarf haben.

Kommentare (19)
Ragnar Lodbrok
5
7
Lesenswert?

Notwendige Operationen können zum.

Teil nicht stattfinden weil die Intensivbetten zu 90% mit Ungeimpften belegt sind? Wer sich freiwillig entscheidet, sich nicht impfen zu lassen, sollte auch die Eier haben und auf ein Spital verzichten! Wie kommen alle anderen dazu? Leider hat auch diese Regierung nicht die Eier 1G im kompletten öffentlichen und beruflichen Raum durchzusetzen.

eston
9
35
Lesenswert?

Wielange

wird sich die Regierung noch von den Impfverweigerern auf der Nase herumtanzen lassen. Ich sehe nicht ein, dass das Gesundheitssystem und die Mitarbeiter abermals völlig unnotwendig überlastet werden.

Hazel15
19
18
Lesenswert?

Impfverweigerer

Klinikum Bad Hersfeld Grippewelle: Krankenhäuser stoßen an Kapazitätsgrenzen
192 Grippe-Fälle im Landkreis Bundesweit sind in der Grippesaison 2017/18 bereits 165 000 Menschen an Grippe erkrankt, 358 starben.
Österreich Oktober 2018 bis zum 24. Februar 2019 616 Menschen an der Influenza gestorben
Laut den Fachleuten gab es 2015/2016 in Österreich um die 247 Influenza-Todesfälle. 2016/2017 waren es mit 4.454 (errechnet) deutlich mehr. Etwa 2.868 Influenza-Opfer 2017/2018 waren es laut den Schätzungen in der vergangenen Saison im vollständigen Beobachtungszeitraum für die saisonale Virusgruppe..
Abgesehen von den Todesfällen stellt die jährliche Grippewelle eine erhebliche Belastung für das Gesundheitswesen dar. Ein beträchtlicher Anteil der Patienten, die wegen Influenza ins krankenhaus muss, muss nämlich auf Intensivstationen - und das oft wochenlang - betreut werden.
"Die Betroffenen sind wirklich schwer krank. Bei uns dauert ihr Aufenthalt auf der Intensivstation oft Wochen", sagte Anfang dieses Jahres Rudolf Likar.
Impfverweigerer: Hab ich bei Grippeimpfung noch nie gehört...die paar hundert Tote und die paar Intensivbettenbelegung

vonnixkummtnix
0
6
Lesenswert?

Wir hatten und haben unzählige Maßnahmen inklusive Lockdowns und eine massiv höhere Impfquote

bei Covid-19 als bei der Grippeimpfung und trotzdem eine deutlich höhere Todeszahl, eine in Spitzen deutlich höhere und auch eine durchgehende Krankenhaus- und Intensivbettenbelegung und jahreszeitunabhängige Covid-Wellen/Saisonen.

Selbst ein milder Grippeverlauf geht immer mit so viel "krank sein" einher, dass man von sich aus das Bett hütet und nicht auf Party macht und dementsprechend auch weniger Personen ansteckt..

Und wichtig: Auch bei den Grippeverstorbenen kann man immer ein "an" oder "mit" einsetzen. Denn in aller Regel gibt es auch hier Vorerkrankungen oder Faktoren (Alter) die einen intensiven/letalen Verlauf begünstigen.

checker43
5
6
Lesenswert?

Haben

Sie kein Grippejahr mit deutlich mehr Toten gefunden, so dass es mit Covid auch ohne irgendwelche Maßnahmen vergleichbar wäre?

zlatorog
12
14
Lesenswert?

Thema verfehlt!

Siehe Überschrift!

VH7F
12
9
Lesenswert?

Mittlerweile fast 50% Schwankungsbreite?

Für den 20. Oktober waren 300 bis 380 Intensivpatienten prognostiziert.

checker43
0
2
Lesenswert?

Das ist falsch.

Es wurden am 5.10. für den 20.10. 216 bis 312 Intensivpatienten mit 68 % Kondifidenz prognostiziert.

VH7F
0
0
Lesenswert?

Ich zitiere nur die Kleine

Den Screenshot kann ich leider nicht laden.

checker43
0
1
Lesenswert?

Die

Kleine machte aus den von mir geposteten Zahlen des Prognosekonsortiums (sind im Internet immer noch abrufbar) das da:

"In ihrer aktuellen Vorschau gehen die Experten davon aus, dass in 14 Tagen deutlich mehr als 300 Covid-19-Fälle auf Intensivstationen liegen werden. Schlimmstenfalls könnten es bis zu 380 sein."

Ist falsch, da das Konsortium nie sagte, dass es mehr als 300 sein WERDEN.

Sepp57
0
16
Lesenswert?

Pünktlich zur Skisaison

explodieren die Corona-Zahlen. Das wird wohl eine ähnlich erfolgreiche Saison wie letztes Jahr . . .

harri156
11
18
Lesenswert?

Liebe Kleine!

Super dass Ihr die Aufrufe zur Impfung hinter der Paywall versteckt! Warum wird das gemacht? Ihr habt doch auch sicher Interesse, dass sich in Kärnten so viel wie möglich impfen lassen, damit endlich wieder Normalität im Alltag einziehen könnte. Oder wartet Ihr auf eine Inseratenkampagne der Regierung? Ok, Ihr könnt auch nicht auf das Steuergeld das dann ausgegeben wird verzichten…. Aber moralisch wäre hier mal besser einfach selbst zu „inserieren“! Sonst sterben Euch im wahrsten Sinne des Wortes die Käufer weg!

Avro
49
19
Lesenswert?

Und täglich grüßt das Murmeltier

Die nächsten 2 Wochen werden entscheidend sein.
Wie hoch ist der Prozentsatz von Alkoholikern, Fettleibigen, Drogensüchtigen usw. die den doppelt geimpften angeblich einen Platz wegnehmen?

Klgfter
5
17
Lesenswert?

du hast dumme vergessen ….

die fallen in der letzten zeit sehr auf !

darfst dich ruhig betroffen fühlen …….

HansWurst
6
17
Lesenswert?

Soziale Menschen

lassen sich impfen.
Und sie haben schon ein Problem mit der Windel.

checker43
7
14
Lesenswert?

Der

ist gering und unerheblich, weil er nicht binnen weniger Wochen ansteigt, sondern immer recht konstant bleubt. Es werden fast nur Ungeimpfte auf die Intensiv kommen in den nächsten Wochen. Die nehmen Plätze weg. Aber war deren Entscheidung.

Steiermark14
37
102
Lesenswert?

Impfverweigerer

Mir tun die ganzen Pflegekräfte, Krankenhauspersonal, Ärzte jetzt schon leid was auf sie noch zukommt, es wäre alles so einfach, wenn sich alle impfen lassen würden aber wir leben in einem Land von Egoisten.

rb0319
3
17
Lesenswert?

Mir

tun die Pflegekräfte und Krankenhauspersonal seit Beginn der Pandemie leid. Was die seitdem leisten (müssen) ist unbeschreiblich.

microfib
2
6
Lesenswert?

Intensivbetten

Und Sie glauben, wenn es kein Corona mehr gibt, wären die Intensivbetten leer. Die wären genauso voll, (wie vor Corona) nur ohne Coronapatienten. wobei es keine reinen Coronapatienten sind, sondern alle mit schweren Vorerkrankungen die früher oder später auch ohne Corona auf der Intensiv landen würden. So hatte ich 2017 (also vor Corona) einen Herzinarkt, mußte über eine Stunde (gut versorgt) in einem Nebenzimmeer auf ein freies Bett auf der Intensiv warten. Ja, das Personal kann einem leid tun, denn als nach dem Frühjahr die Intensivbettenbelegung fast auf null war, wurden auf teufel komm raus Operationen fast rund um die uhr nachgeholt, anstatt dem Personal etwas Erholung zu geben, mit dem Fazit, das viele ihren Job aufgaben. Das Ärzte schon vor Corona teils bis zu 80 Stunden in der Woche arbeiteten....