Worüber niemand sprichtWie sich psychische Erkrankungen enttabuisieren lassen

Leises Leiden: Menschen, die an psychischen Störungen erkranken, verstecken ihr Schicksal oft vor dem Rest der Welt. Was helfen kann, dem Stigma entgegenzuwirken: Offenheit und Aufklärung.

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Psyche; krank
Psychische Erkrankungen laufen oftmals versteckt ab © lassedesignen - stock.adobe.com
 

Durch die Pandemie ist das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher für Krankheit und Gesundheit wieder angestiegen. Symptome werden genauer beobachtet, jeder kennt die Nummer der Gesundheitshotline und Fragen nach dem Befinden werden wieder ernsthafter gestellt.

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onyx
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Guter Artikel !

Als diesbezüglich Betroffener danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit und die sachliche Zuwendung für dieses Thema!

Ich habe vor knapp 20 Jahren eine Psychotherapie begonnen. Dass das Thema, wie im Artikel beschrieben, schambehaftet war bzw. noch immer ist, kann ich bestätigen. Psychisch Erkrankte galten/gelten als "gefährliche Verrückte" denen sich "Irrenärzte" in der "Klapsmühle" zuwandten. Filme und Serien im TV untermauerten dieses Image.
Die Therapie brach ich bald ab. Wegen der Geheimnistuerei, die anstrengend wurde - und wegen den Kosten.

Auch heute ist es noch so, dass eine regelmäßige Psychotherapie für viele Betroffene - die sich obendrein sehr häufig in prekär finanzielle Situationen befinden - unmöglich zu finanzieren ist. Ich appelliere eindringlich an die Politik hier für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Es gibt viele Betroffene, deren Leid mit der Zeit chronisch wurde auf Grund fehlender adäquater Behandlung in der Vergangenheit.

Dr.B.Sonnenfreund
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Dummheit

Die Vorurteile über psychische Erkrankungen beruhen leider oft auf Fehlinformationen oder schlichtweg Dummheit. Es sind Erkrankungen wie jede andere auch. Ich bin selbst Betroffener und spreche aber offen mit fast jedem Menschen darüber, da ich auch das entsprechende Fachwissen als Mediziner darüber habe.