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CoronavirusWHO für Einsatz von AstraZeneca ohne Altersgrenze

Die WHO unterstützt den Einsatz des Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca ohne Alterseinschränkungen.

© APA (AFP)
 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt einem Medienbericht zufolge den Einsatz des Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca bei Erwachsenen in allen Altersgruppen. Das berichtet der "Daily Telegraph". Außerdem befürworte die WHO die Strategie, wonach die zweite Impfung bis zu zwölf Wochen verschoben werden könne. Zuvor hatten die WHO und die Covax-Initiative davor gewarnt, das Vakzin vorzeitig abzuschreiben.

Es sei "viel zu früh", den Impfstoff von AstraZeneca als zu wenig wirksam abzutun, sagte der Leiter der Forschungsallianz Cepi am Montag. Im Kampf gegen das Virus sei es "absolut entscheidend", alle verfügbaren Mittel "so effektiv wie möglich zu nutzen". Cepi, die Impf-Allianz Gavi und die WHO leiten gemeinsam die sogenannte Covax-Initiative, die sich der fairen Verteilung von Corona-Impfstoffen verschrieben hat. Ziel ist es, beispielsweise auch medizinisches und Pflege-Personal in Entwicklungsländern prioritär gegen das Coronavirus zu impfen.

In der ersten Hälfte dieses Jahres plant Covax die Verteilung von mehr als 337 Millionen Corona-Impfstoffdosen in insgesamt rund 145 Ländern. Fast alle der Dosen sollen von AstraZeneca kommen. Das britisch-schwedische Vakzin spielt auch eine wesentliche Rolle im österreichischen Impfplan.

Studien hatten zuletzt jedoch Zweifel an der Wirksamkeit des Präparats aufkommen lassen. Mehrere europäische Länder - darunter auch Österreich - haben den Impfstoff bisher nur für die Unter-65-Jährigen zugelassen, weil belastbare Daten für die Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen fehlen. Südafrika verkündete am Sonntag sogar, den Start seiner Corona-Impfkampagne zu verschieben. Hintergrund ist eine Studie, der zufolge der Impfstoff von AstraZeneca nicht umfassend gegen die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante wirksam ist.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bezeichnete die Studienergebnisse am Montag als "eindeutig besorgniserregend". Zugleich verwies er auf einige "wichtige Vorbehalte" gegenüber der Studie. So sei diese mit nur 2.000 Teilnehmern klein gewesen. Tedros will sich am Dienstag mit den Experten der Strategie-Gruppe der WHO (SAGE) treffen, um Empfehlungen im Umgang mit dem Impfstoff zu besprechen, den AstraZeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt hat. Er appellierte an die Staatengemeinschaft, jede neu entdeckte Virusmutation an die WHO zu melden. Nur so könne die Organisation die Entwicklung beobachten und entsprechend reagieren.

Die Leiterin des Bereichs Impfstoffe der WHO, Kate O'Brien, wies auch auf andere Studien hin, die gezeigt hätten, dass der AstraZeneca-Impfstoff gegen schwere Verläufe von Covid-19 schützen könne - auch bei Infektionen mit der zuerst in Südafrika entdeckten Mutante B.1.351.

Der WHO-Notfalldirektor Michael Ryan betonte, dass es in der aktuellen Situation wichtig sei, alle zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Wichtigstes Ziel der Impfungen sei es derzeit, die Zahl der Patienten in Krankenhäusern sowie die Todesfälle zu reduzieren. "Wir brauchen möglicherweise bessere Impfstoffe, um mehr zu tun als nur die Todesfälle und Krankenhausaufenthalte zu stoppen", sagte Ryan. Im "Katastrophenmanagement" müsse jedoch "getan werden, was getan werden kann".

Kommentare (6)
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argus13
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WHO

soll sich impfen lassen, ich sicher nicht- solange es nicht wirklich geklärt ist.

CloneOne
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AstraZeneca für alle Politiker

dann wird er wenigstens verbraucht und mit den Kollateralschäden könnte jeder Leben.

Irgendeiner
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Naja Clone,das Problem ist nicht der Impfstoff sondern Idioten

die eine Mutante sich vermehren ließen,wo er weniger wirkt. Und dieselben Idioten haben es über die Verbreitung zugelassen, daß zwei neue Mutationen entstanden,ohne die Tiroler Virologin wüßten wir nichtmal von denen,ich hab nach Daten dazu gesucht,ich weiß darüber gar nichts und offenbar auch niemand anderer,womitma auch nicht wissen wie die auf unsere Impfungen reagieren,die Muttermutante hebelt eine aus,der Rest ist Schweigen.Und derweil toben die Alpinhillbillys weil man sie am Verbreiten hindert und ein Studienabbrecher will eine Impfung haben, die noch unter dubioseren Umständen zustandekam als unsere,bald werma Trumps Vorschlag mit den Desinfektionsmitteln aufgreifen.Weißt du Clone,ich bin schon als junger Mann schmerzhaft zur Erkenntnis gekommen durch meine Geburt unter die Trotteln gefallen zu sein, an Ihnen zu sterben hatte ich eigentlich nicht geplant.

Ratte
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Wir haben ja doch etwas gemeinsam...

"...ich bin schon als junger Mann schmerzhaft zur Erkenntnis gekommen durch meine Geburt unter die Trotteln gefallen zu sein, an Ihnen zu sterben hatte ich eigentlich nicht geplant...."

Dieses Statement ist schlichtweg genial! Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen.

Irgendeiner
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Ich sags ganz böse so,man kann mit etwas Glück und Geschick so

ein Impfrennen gegen ein Virus gewinnen,zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit,außer,naja außer man hat Tiroler an Bord,die sich kernig derberschten wo sie intellektuell nackt sind,dann sollte man doch eher den Klabautermann vorziehen,der faselt wenigstens weniger Unfug.
TIROL,Viren für die Welt!

Irgendeiner
3
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Und für den Fall daß der Strich nicht von der üblichen Verdächtigen

stammt sondern von erregten Lokalpatrioten des Speckknödeltums,mein Kind,ich kenn die vollverblödete Perversion des Lokalpatriotismus zur exkludierenden rücksichtslosen Bauchnabelschau gut genug aus eigener Anschauung,nur bei uns hat das zu Friktionen zwischen Volksgruppen und einer kompletten Landespleite geführt, ihr aber gefährdet Menschenleben,ich würd mich für den Strich schämen.