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Corona-Folgen für die PsycheExtremer Anstieg von Essstörungen bei Jugendlichen

Psychische Probleme häufen sich bei Kindern und Jugendlichen: Die Zahl der Akut- und stationären Behandlungen ist stark gestiegen. Bei Mädchen und jungen Frauen nehmen vor allem Essstörungen in der Corona-Krise massiv zu, berichten Experten.

Extremer Anstieg von Essstörungen bei Jugendlichen
Extremer Anstieg von Essstörungen bei Jugendlichen © terovesalainen - stock.adobe.com
 

Die Coronakrise schlägt sich auch auf die Psyche – das beweisen einmal mehr die alarmierenden Zahlen von jungen Patienten mit psychosomatischen Leiden, die an der LKH-Universitätskinderklinik Graz behandelt werden müssen. „Die Zahl unserer Patienten hat sich verdoppelt bis verdreifacht“, bestätigt Kinder- und Jugendpsychiater Wolfgang Kaschnitz (Med Uni Graz) – besonders auffällig sei die Zahl an jungen Patientinnen mit Essstörungen, vor allem Magersucht, die behandelt werden müssen. „Der Anstieg der Fälle hängt eindeutig mit der Corona-Situation zusammen, hat die Erkrankung bei den allermeisten Patienten schon mit dem ersten Lockdown und den damit verbundenen Schulschließungen begonnen“, sagt Kaschnitz.

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Ifrogmi
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eine frage an den experten:

warum sind die, speziell im städtischen bereich oft mehrheitlich vertretenen, ausländischen / muslimischen jugendlichen davon ebenso wenig betroffen wie die kinder afrikanischstämmiger eltern? auch ansonsten sind die zuwandererkinder in den psychiatrien mehr als unterrepräsentiert.
der lockdown kann mmn nur der auslöser sein. die probleme liegen wohl anderswo. z.b. in der intakten familienstruktur mit einer mutter als rückgrat.

mosaik53
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Die Kollateralschäden

dieser Lockdowns sind um ein vielfaches höher als der Virus anrichtet. Aber wenn man sowas laut sagt oder schreibt, ist man gleich ein Coronaleugner.

DannyHanny
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Kollateralschäden?

Wirtschaftlich war das zu erwarten und geht wohl nicht anders, bei einem Herunterfahren über fast einem Jahr!
So eine Pandemie könnte man aber auch benutzen....Menschlich und charakterlich zu wachsen und sich weiter zu entwickeln! Nur ist es halt einfacher bei jedem Kopfweh, Schlafstörungen und Blähungen, gleich Depressionen und Essstörungen zu schreien!
Kinder und Jugendliche sind belastbar und halten schon etwas aus.....nur wir Erwachsenen waren die letzten Jahrzehnte damit beschäftigt, Ihnen das abzugewöhnen! Indem wir Ihnen als zum Hintern hin richten... " das es den Kindern ja gut geht"! Das ist jetzt kontraproduktiv und rächt sich weil auch die derzeitige Elterngeneration auch schon so erzogen wurde!

zweigerl
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Ohnmacht

Hinzu kommt, dass die therapeutische Kompetenz der Psychologen so machtlos ist wie die Prognosefähigkeit der Seismologen, ein Erdbeben (wie gestern) vorauszusagen. Die Psychotherapeuten streicheln die verwundeten Seelen, an der Ursache und am Zwang der Verhältnisse zeigt sich ihre Ohnmacht. Sie findet ihren Ausdruck im Gerede über die Fähigkeit zur "Resilienz", also zum Erdulden.