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TelemedizinKann ein Telefonat mit dem Arzt den Besuch in der Praxis ersetzen?

Medizinischer Rat via Telefon und Chat: Die Telemedizin erlebt in der Pandemie einen Aufschwung. Dabei zeigen sich aber auch einige Stolpersteine.

Hilfe aus der Ferne: Bei ansteckenden Erkrankungen empfiehlt es sich, sich die ärztliche Beratung nach Hause zu holen.
Hilfe aus der Ferne: Bei ansteckenden Erkrankungen empfiehlt es sich, sich die ärztliche Beratung nach Hause zu holen. © (c) Getty Images/iStockphoto (Drazen Zigic)
 

Krankschreibung über das Telefon, Rezept via Onlinesystem und ärztlicher Rat durch den Videochat: All diese Dinge fallen in den Bereich der Telemedizin – also in die Behandlung von Patienten durch Zuhilfenahme elektronischer Mittel. Gerade durch die aktuelle Krise bekamen telemedizinische Methoden einen wahren Schub. Das bestätigt auch der Referent für Telemedizin der Ärztekammer, Dietmar Bayer: „Das war die Stunde der Telemedizin. Entwicklungen, die ansonsten noch Jahre gedauert hätten, waren in wenigen Monaten möglich.“

Die aktuelle Krise ist wie ein Turbo. Vieles was sonst vielleicht Jahre gedauert hätte, wurde in kurzer Zeit entwickelt.

Dietmar Bayer, Referent für Telemedizin

So seien neue Software-Lösungen für die Online-Beratung am Markt erschienen. Außerdem haben viele Ärzte auch selbst ausgetestet, was telemedizinisch möglich sei. Auch Patienten stellt sich seither die Frage: Muss ich wirklich für jeden ärztlichen Rat in die Praxis?

„Das kommt ganz darauf an, um welches medizinische Anliegen es sich handelt“, sagt der Experte. Während ein Chirurg eine Untersuchung nur in physischer Anwesenheit seines Patienten machen kann, können zum Beispiel Bewegungsanleitungen sehr gut aus der Ferne vermittelt werden.

Kommentare (1)

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Juli1030
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12
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Ein erfahrener Arzt

tätigte eine wichtige Aussage: „Durch das Telefon und durch die Hose stellt man keine Diagnose“ .