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CoronaverdachtMinisterium verkürzt Quarantäne-Phase

Neue Erkenntnisse machen 14 Tage Quarantäne nicht mehr notwendig.

Die Quarantänedauer wird verkürzt.
Die Quarantänedauer wird verkürzt. © Fabio Principe - stock.adobe.com (FABIO PRINCIPE)
 

Wie in anderen Ländern muss eine Quarantänezeit nach einer Corona-Infektion oder auch für Kontaktpersonen eines Infizierten auch hierzulande nun nur zehn statt 14 Tage dauern. Eine dementsprechende Regelung gibt es schon seit Beginn der Pandemie in der Schweiz, auch in Norwegen und Spanien wird es so gehandhabt. Dass Österreich jetzt nachgezogen ist, liegt an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Dabei ist eben zwischen Infizierten und deren Kontaktpersonen zu unterscheiden. Die Infektiosität von bereits positiv getesteten Personen ohne Symptome wird nach derzeitiger Evidenz auf maximal zehn Tage geschätzt, wie es am Donnerstag aus dem Gesundheitsministerium gegenüber der APA - Austria Presse Agentur hieß. Aus diesem Grund ist vom Gesundheitsministerium per 23. Juli auf Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine Anpassung vorgenommen worden.

Davon zu unterscheiden ist für Kontaktpersonen die Inkubationszeit, also die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit. Diese liegt durchschnittlich zwischen fünf und sechs Tagen. Eine Studien zusammenfassende Metaanalyse berichtet laut Gesundheitsministerium von maximal 10,6 Tagen. In Österreich werden Kontaktpersonen verpflichtend getestet, und das bis zu zweimal - gleich nach der Identifikation sowie sechs Tage nach dem Letztkontakt.

Quarantäne kann aber auch länger dauern

"Wichtig ist, sofort die Kontaktperson zu testen", verdeutlichte Bernhard Benka, Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium, am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal. "Da könnte man einen positiven Fall finden, der weitere Kontaktpersonen generiert, die man absondern muss. Allerdings ist es so, dass, wenn man einen infektiösen Kontakt hatte, dass der Test noch negativ sein kann. Da macht es dann Sinn, zwischen fünf und sieben Tagen einen zweiten Test zu machen."

Auf diese Personengruppe ausgerichtet wurde die zehntägige Quarantäne vom Gesundheitsministerium zuletzt am 30. Juli mit dem Dokument "Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2-Kontaktpersonen: Kontaktpersonennachverfolgung" festgelegt. Benka dazu: "Da gibt es auch mehr Studien, die zeigen, dass ich spätestens am zehnten Tag in Quarantäne Symptome zeige, wenn ich mich angesteckt habe."

Laut einem Bericht von orf.at gilt die kürzere Quarantänezeit auch bei einer Einreise aus Risikogebieten, und zwar bereits seit 27. Juli. Das trat mit der jüngsten Novelle der entsprechenden Verordnung in Kraft, die am späten Abend des 24. Juli bekannt wurde.

In keinem Fall soll das aber heißen, dass eine Quarantäne fix nach zehn Tagen vorbei sein muss. Für die Beendigung einer Quarantäne muss man 48 Stunden lang symptomfrei sein. Wer schwer erkrankt war, also beatmet wurde, braucht für die Beendigung der Quarantäne einen PCR-Test, wie im Morgenjournal auch betont wurde.

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Danke für Ihr Verständnis.

rehlein
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Also mal zum besseren Verständnis

Die 10 Tage gelten, wenn man seit 48 Stunden symptomfrei ist, oder eine Testung ein neg. Ergebnis liefert.

Hat man noch Symptome, oder weitere pos. Tests, bleibt die Quarantäne aufrecht.

Für die wirklich Kranken ändert sich nicht viel, denn die wenigsten schwerer Erkrankten sind nach 8 Tagen wieder so fit, dass sie dann 48 Std. symptomfrei wären um die 10 Tage zu vollenden.

Wichtiger ist es für z.B. Kontaktpersonen, die als Verdachtsfälle in Quarantäne sind.

lieschenmueller
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Gut so

-

samro
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asymptomatische

''Wer nach zehn Tagen keine Symptome mehr hat, kann auch niemanden mehr anstecken.''
wie ist das bei den asymptomatischen die schon davor kaum symptome hatten oder gar etwas spuerten?
zur zeit haben wir immer jugendliche bei denen der verlauf sanft ist erwiesenermassen.
eine schwierige frage.

Mein Graz
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@samro

Wenn jemand gar keine Symptome hat wird er auch nicht in Quarantäne sein.

Und wer lässt sich testen bzw. wird getestet, wenn er ein bissl hustet? Wenn es stimmt was man so liest wird man nicht einmal bei einem Anruf der Hotline gesagt, dass man in Quarantäne muss, es wird auf Aspirin & Co. verwiesen...

erstdenkendannsprechen
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wenn jemand keine symptome hat, kann er in quarantäne sein,

wenn er kontaktperson eines infizierten ist.

Mein Graz
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@erstdenkendannsprechen

Die Betonung liegt wohl auf "wenn er kontaktperson eines infizierten ist".

Wenn mir kein solcher Kontakt bekannt ist und ich habe keine Symptome, warum sollte ich mich in Quarantäne begeben?
Dann müsste ich jedes Mal, wenn ich beim Lebensmitteleinkauf einer Person ohne oder mit falsch getragener Maske begegne in Quarantäne gehen!

langsamdenker
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@Mein Graz Warum hier "vermuten"?

Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums steht:

"Quarantäne bedeutet, dass Personen, bei denen ein positives Testergebnis vorliegt oder die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, durch einen Bescheid des Amtsarztes (Gesundheitsbehörde) für 10 Tage abgesondert werden. Bei schweren Fällen kann das ein Krankenhaus sein, bei milden Symptomen können diese Personen eine Heimquarantäne auch zu Hause verbringen."

1450 verhängt keine Quarantäne.

Zu 1450 (laut Gesundheitsportal)

"Bei Verdacht auf eine Infektion und auftretenden Symptomen soll man zu Hause bleiben und die Gesundheitsnummer 1450 anrufen. Sie steht auch für medizinische Fragen zur Verfügung."

Darum ist es im Grund unerheblich "was man so liest".
Meine Eltern waren betroffen und so ziemlich alles, "was man so liest" war nicht zutreffend.
Die Eigenverantwortung kann Ihnen weder 1450 noch der Bundesminister noch sonstwer abnehmen Mein Graz.
Bleiben Sie gesund.

Mein Graz
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@langsamdenker

Also wenn ich jetzt mit der Bahn unterwegs war, die Leute ihre Masken schlampig (oder gar nicht) getragen haben und munter durch die Gegend husten, muss ich dann zu Hause bleiben, weil es könnte ja einer dabei gewesen sein, der das Virus spazieren tragt.
Oder kann ich mich unter Leute begeben?

Ich persönlich versuche, nach Fahrten mit den Öffis, nach dem Einkaufen, den Kontakt zu anderen zu vermeiden. Wahrscheinlich ist das Blödsinn, weil mir ja kein Kontakt zu einer infizierten Person nachgewiesen wurde und ich ja auch keine Symptome habe...

langsamdenker
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@Mein Graz

Das ist a bisserl sehr theoretisch. Wenn Sie den begründeten Verdacht haben, dass Sie da auf jemanden getroffen sind, der Covid-19 gehabt hat, dann würd ich 1450 anrufen und mal nachfragen.
Wenn ein Positiver Sie als Kontaktperson angibt, dann werdens eh benachrichtigt.

Das reicht meiner Ansicht nach, wenn Sie sich an die Abstands-, Masken und sonstige Regeln halten.

Mein Graz
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@langsamdenker

Ach, und die, die im Lebensmittelgeschäft herum husten, die im Zug hinter mir sitzen, kennen mich mit Namen?
Ich wüsste nicht woher.

rehlein
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@Mein Graz

Ja, aber dann müßten Sie sich sicherheitshalber ja die ganze Zeit selbst in Quarantäne begeben....

samro
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keine

ja keine sind sehr selten.
trotzdem gibts elichte und solche die schon jetzt keine quarantaenen einhalten.
wenn alles gut ist passts ja.
wird sich alles zeigen.

rehlein
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@Mein Graz

Doch, als Kontaktperson ist man z.B. in Quarantäne, auch ohne Symptome.

Mein Graz
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@rehlein

Wenn mir kein Kontakt bekannt ist begebe ich mich nicht in Quarantäne, wenn ich keine Symptome habe.
Und trotzdem kann ich infiziert sein.

rehlein
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@Mein Graz

Es kann sein, dass jemand anders Sie als Kontaktperson angibt und Sie sozusagen in Quarantäne geschickt werden.

Beispiel:
Irgendjemand aus Ihrem Umfeld z.B. bei der Arbeit infiziert sich, und gibt Sie als Kontaktperson an - dann wird von den Behörden ermittelt ob Sie Kontakperson der Gruppe 1 sind, dann werden Sie in Quarantäne geschickt.
Gruppe 2 - man ampfiehlt Ihnen keine Öffis zu benutzen, soziale Kontakte zu beschränken, und nur aus dem Haus zu gehen für dringenden Besorgungen.
Zur Arbeit dürfen Sie, wenn der Mindestabstand gesichert ist.
Bei Krankenpflegepersonal ist das etwas anders - die müssen dann bei Patientenkontakt FFP3 Masken tragen, wenn sie Gruppe 2 sind.

Mein Graz
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@rehlein

Ja, das ist die Theorie.
Und wenn keiner meinen Namen kennt? Wenn ich etwa in der Bahn keine Platzreservierung habe?
Wie kommen die zu meinen Daten?

Mein Graz
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Korrektur:

Ich hätte schreiben sollen, dass das viele so machen.

Ich persönlich vermeide nach der Benutzung von Öffis und sogar nach dem wöchentlichen Lebensmitteleinkauf möglichst Kontakte mit Personen, die hochgradig gefährdet sind - wie z.B. meine Mutter. Ich habe sie seit dem 1. Auftreten des Virus nicht mehr in den Arm nehmen können. Und das schmerzt. Aber es schützt meine Mama.

rehlein
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@Mein Graz

Dass Sie nach Öffis oder Lebensmitteleinkauf pers. Kontakte vermeiden, macht keinen Sinn, denn so kurz nach einem eventuellen Kontakt, wären Sie noch nicht infektiös.

Und ich denke, Sie dürfen Ihre Mama ruhig mal umarmen - vorher gut Hände waschen, vielleicht Nicht Mund-zu- Mund Bussi, aber ein in den Arm nehmen, ist ein geringes Infektionsrisiko.

Sie spucken sich dabei weder an, noch schreien Sie dabei, noch singen sie, etc;)
Nur mal drücken und Zuneigung zeigen, wäre ein ganz kurzer Moment des Kontakts und wenig gefährlich.

Ihre Mama würde es sicher freuen, und Ihnen würde es vielleicht auch gut tun.

Ich habe das am Anfang bei meinen Eltern auch nicht gemacht, habe dann aber zunehmend gemerkt, dass sie emotional darunter leiden.

Also kurz mal in den Arm nehmen sollte kein Problem sein.

Viel Freude beim Drücken und GLG an die Fr. Mama!

Mein Graz
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@rehlein

Danke für die aufmunternden Worte!

rehlein
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@Mein Graz

Sehr, sehr gerne!

Man merkt in Ihren Beiträgen, dass Sie sehr verantwortlich sind, und das ehrt Sie sehr!

Bitte bleiben Sie so, aber vergessen Sie nicht, dass unsere Lieben auch menschliche Zuneigung brauchen - also unter Einhaltung der Hygienregeln, dürfen Umarmungen, denke ich sein.

Sie liegen mit Ihrer Mama ja sicher nicht stundenlang im Arm ;)

Imer daran denken - wir haben unsere Eltern nicht ewig, also Zuneigung mit Qualität;)

UHBP
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@sam..

10 Tage sind 10 Tage, egal ob mit oder ohne Symptome davor.
Eigentlich recht einfach!

samro
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davor

ja
denke man an die medizinischen fachkraefte die wochenlang keinen negativen test lieferten dann denkt man halt nach.
muessen sie aber nicht.

UHBP
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@sam..

Die Fachwelt/Experten sind halt der Meinung, dass man 10 Tage nach einem postiven Test nicht mehr ansteckend ist, egal wie ein möglicher weiterer Test danach ausschaut.
Nur gut das diese Maßnahme von der Regierung getragen wird, sonst würdest dich ja bis zum geht nicht mehr aufregen. Aber so, alles halb so schlimm, gell.

rehlein
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@UHBP

Also dem ist nicht so, dass man nach 10 Tagen nicht mehr ansteckend sein kann, egal wie ein weiterer Test ausschaut.
Wird man weiterhin positiv getestet, gilt man noch als infektiös, und die Quarantäne würde auch nicht aufgehoben werden nach 10 Tagen, auch wenn man selbst keine Symptome mehr spürt.
Solange noch Virenmaterial gefunden wird, hat man eine Virenlast und gilt als infektiös.

Das Problem ist nur, dass es bei den meisten Menschen keine Abschlußtestung gibt, sondern, dass der Gesundheitsstatus nur abgefragt wird, und ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen sagen sie hätten keine Symptome mehr, nur um endlich raus zu können, egal ob noch gehustet oder gerotzt wird.
Viele fühlen sich ja schon wieder fit, wenn sie kein Fieber mehr haben, ob sie dann noch husten, stört die wenigsten - und gerade husten oder schwerer und somit tiefer zu atmen, erhöht die Aerosolausbreitung, und somit ist solange die Infektionsgefahr nicht gebannt, bis gar keine Symptome mehr sind.

Ob da alle wirklich ehrlich Auskunft geben, lassen wir mal dahin gestellt.

Prinzipiell ist die Entscheidung der Regierung richtig - denn es sind sehr viele Kontaktpersonen in Quarantäne, die nie Symptome entwickeln, und je schneller die wieder ihre Arbeit aufnehmen können, oder zurück in den Alltag gehen, desto besser für die Wirtschaft und das soziale Leben.

UHBP
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zusatz

wenn man keine Symptome (mehr) hat.

samro
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bedenken

ich hab nicht ihr denken uhbp
ich aeussere meine bedenken egal wer es beschliesst oder sich damit outet.
sie koennen offensichtich nicht den sinn meiner saetze verstehen.
macht nix. fragens wen aus der zentrale damit er uebersetzt fuer sie.