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Laut WHO-ExpertenNach Epidemie drohen massive mentale Störungen

Experten nennen als mentale Belastungsfaktoren der Krise auch die Sorgen um Arbeitsplatz und Lebensunterhalt, die durch die Corona-Auflagen erzwungene Trennung von Nahestehenden und die Ausgangssperren.

© (c) Stanislaw Mikulski - stock.adobe.com
 

Als Folge der Corona-Pandemie droht der Welt nach UN-Angaben auch eine massive Verbreitung psychischer Störungen. Selbst wenn das Virus unter Kontrolle sei, würden danach noch von der Krise ausgelöste "Trauer, Angst und Depression" Menschen und Gemeinschaften rund um den Globus beeinträchtigen, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft.

In einer Publikation verweist die UNO auf den mentalen Stress, welche die Furcht vor der eigenen Ansteckung oder jener nahestehender Menschen sowie vor möglicherweise tödlichen Folgen der Infektion bei zahllosen Menschen auslösen. Die UN-Experten nennen als mentale Belastungsfaktoren der Krise auch die Sorgen um Arbeitsplatz und Lebensunterhalt, die durch die Corona-Auflagen erzwungene Trennung von Nahestehenden und die Ausgangssperren.

Als besonders durch die psychischen Folgen der Krise gefährdet bezeichnet die Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Devora Kestel, die Beschäftigen des Gesundheitswesens und der Rettungsdienste. Sie verwies auf Berichte, wonach die Zahl der Suizide unter medizinischem Personal anscheinend zugenommen hat.

Auch andere Gruppen leiden in der Corona-Krise der UN-Publikation zufolge unter besonders starkem mentalen Druck. So empfänden Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in die Schule könnten, oft Ungewissheit und Beklemmung. In den Risikogruppen der älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen wirke die Furcht vor dem Coronavirus oft besonders tief.

Die UN-Experten appellierten an Länder rund um die Welt, die Versorgung psychisch Kranker auszubauen. Nach UN-Angaben geben die Staaten im weltweiten Schnitt nur zwei Prozent ihrer Gesundheitsbudgets für die Therapie und Versorgung von Patienten mit mentalen Problemen aus.

Kommentare (7)
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fliegenpilz123
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ad pero53

das ist eine arrogante Aussage denn Ängste haben nichts damit zu tun ob ich mit mir was anzufangen weiss oder nicht.Es ist halt nicht jeder ein grenzenloser Optimist aber Realist der nichts zu beschönigen hat.

pero53
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wer mit sich nichts anzufangenweis

wird immer ein Problem haben,ob in Guten oder schlechten Zeiten.

Fotomandalas
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Massive Störungen gab es auch schon vorher

Vielleicht gab es diese Störungen auch schon vorher, und
werden nun stärker. Welche Perspektive hatten die Menschen
nach dem Krieg?

erstdenkendannsprechen
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stimme ihnen mit kleinen vorbehalten zu.

aber im großen und ganzen bin ich der meinung, dass menschen mit krisen viel besser umgehen können, als sie denken. als sie selber vor der krise denken.
es ist ja nicht so, dass es mentale störungen nicht auch ohne corona gibt - und es ist auch nicht so, dass es keine krisen ohne corona gibt.
jetzt ist die krise universeller - dh. es betrifft viele menschen weltweit. doch erlebte und erlebt nicht jeder von uns dauernd krisen? verlust von geliebten menschen, verlust von arbeit, eigene krankheit, unvorhergesehende änderungen, etc.
ja, natürlich wird diese krise eine auswirkung auf viele menschen haben. aber viele, sehr viele werden damit gut umgehen können. weil sie das mit anderen krisen auch können. dass es viele trifft, kann es sogar leichter machen (und ich finde die ganze situation ausdrücklich nicht gut, aber es geht weiter und es wird wieder besser)

fliegenpilz123
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die Lebensfreude

weicht einem steten Unbehagen wenn man an die Zukunft denkt.Alles ist so unberechenbar und unsicher geworden,die ganzen Massnahmen eine Behinderung für alle Altersgruppen und fast alle Branchen.Wie sinnvoll sie sind weiss man auch nicht so genau aber das Virus ist allgegenwärtig und kann nicht ignoriert werden.So vergehen die Tage mit Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen und es bleibt nur die Hoffnung auf eine Normalisierung unseres Alltags,irgendwann.

erstdenkendannsprechen
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7
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in meinen augen die unmittelbare zukunft vielleicht

weil man noch nicht weiß, wie sich die viren-situation entwickeln wird.
langfristig sehe ich eigentlich positive entwicklungen.

hermannsteinacher
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Aus welchen Gründen

sind Sie langfristig optimistisch?