Gedächtnistraining"Es liegt mir auf der Zunge"

Wer kennt es nicht, das unangenehme Zungenspitzengefühl? Ein Begriff erscheint zwar zum Greifen nah, möchte uns aber nicht über die Lippen kommen. Kognitionswissenschaftlerin Katharina Turecek verrät drei Übungen, die hier helfen.

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Use it or lose it, dieses Prinzip gilt nicht nur für unser Gedächtnis, sondern auch für unsere Sprachflüssigkeit.

Begriffe und Namen, die wir nicht regelmäßig aussprechen, geraten darum in Vergessenheit. Gerade jetzt, da wir weniger unter Menschen kommen, treten Wortfindungsschwierigkeiten verstärkt auf. Gezieltes Training kann entgegenwirken.

  1. Synonyme finden.
    Synonyme sind bedeutungsgleiche oder auch sinnverwandte Begriffe wie etwa gehen: spazieren, schreiten, schleichen…
    Suchen Sie möglichst viele Synonyme für das Wort „sprechen“.
    Wie viele Synonyme fallen Ihnen ein?

    Wahrscheinlich merken Sie durch diese Übung, wie reich unsere Sprache eigentlich ist – wenn wir jedoch immer nur „sprechen“ sagen, wird uns irgendwann auch nur noch dieses Wort einfallen. Achten Sie auch im Alltag darauf, möglichst vielfältige Begriffe einzusetzen.

  2. Weltreise daheim.
    Machen Sie in Gedanken eine Weltreise. Finden Sie zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Land und ein mögliches Souvenir.

    A: Aus Argentinien bringe ich einen Anzug mit (zum Tango-Tanzen?).

    B: In Belgien besorge ich eine bunte Bonbonniere (mit vielen belgischen Pralinen).

    Keine Sorge, wenn nicht jedes Souvenir auch perfekt zum entsprechenden Land passt, vielleicht fallen Ihnen mit der Zeit noch weitere Beispiele ein.
  3. Wörter raten.
    Die Schulen sind zu und Sie sind mit Ihrem Kind daheim? Vertreiben Sie sich die Zeit mit der nächsten Übung:
    Denken Sie sich einen beliebigen Begriff aus, und sagen Sie ihn, ohne dabei die Selbstlaute auszusprechen.
    Aus „Zeitung“ wird so „Ztng“. Kann Ihr Spielpartner den Begriff erraten? Wechseln Sie sich ab!
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    Im Alltag geistig fit bleiben: Weitere Anregungen finden Sie in dem Buch „Geistig fit ein Leben lang“ von Katharina Turecek

     

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