Die Tür fliegt auf und Raffael wird von seinem Papa Robert Rötzer in seinem kleinen Rollstuhl in das Café im Grazer Univiertel geschoben, das der Familie gehört. Im Gesicht hat er schwarze Flecken, auch die Nase und die Augenbrauen sind schwarz bemalt. „Ich bin ein Dalmatiner“, erklärt Raffael den Gästen und macht ein knurrendes Geräusch – ganz in seiner Rolle als Hund. Wenig später setzt ihn sein Papa auf den Tresen, wo Raffael mithilft, einen Cappuccino für die Besucher zu machen. Währenddessen kommt seine Schwester Mirabell zur Tür hereingelaufen. Als die Familie sich für das Interview an den Kaffeetisch setzt, wird Raffaels Rollstuhl eingeparkt, Mirabell klettert auf den Schoß ihrer Mama. Raffael, dreieinhalb Jahre alt, und Mirabell, zwei Jahre alt, sind Geschwister und sie tragen die gleiche Erbkrankheit in sich – und doch ist Mirabell ein gesundes Kind, während Raffael keinen Tag ohne fremde Hilfe schafft.