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Zwiebel, Sauerkraut & Co. Lebensmittel, die wie Medikamente wirken

Das Gemüseregal als Medizinschrank: welchen gesundheitlichen Mehrwert Sauerkraut, Kren, Walnüsse & Co. liefern und in welcher „Dosis“ sie eingenommen werden sollten. Eine Auswahl der Medizin zum Essen.

 

Kren: Antibiotikum aus dem Garten

Tränende Augen, rinnende Nase: Die Nebenwirkungen des Kren-Essens sind den enthaltenen Senfölen zu verdanken – und auch die gesundheitliche Wirkung der Wurzel geht auf diese Inhaltsstoffe zurück: Sie können schützend vor Krebs wirken. Die Beinamen „Penicillin des Gartens“ und „bayrische Zitrone“ des Krens haben ihre Berechtigung: Kren wirkt gegen eine Reihe von Bakterien und enthält mehr als das Doppelte an Vitamin C als die Zitrusfrucht.

Wie essen? Als Beilage, auf Broten, mit Äpfeln als Apfelkren.

Walnuss: Schlanker Cholesterinsenker

Nüsse waren lange als Kalorienbomben verschrien – heute ist aber bestätigt, dass sie eigentlich Schlankmacher sind. Das gilt auch für die Walnuss. Die Zusammensetzung ihrer Fettsäuren ist besonders gesund: Ungesättigte Fettsäuren machen den Hauptanteil aus. Und sie sind die Nussart mit dem höchsten Gehalt an Alpha-Linolensäure. Dadurch können Walnüsse das Gesamtcholesterin sowie auch das „böse“ LDL-Cholesterin senken. Nüsse reduzieren auch das Risiko zahlreicher Altersleiden, darunter das Krebsrisiko um 15 Prozent, die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um knapp 30 Prozent.

Daher lautet die Empfehlung: Eine Portion (30 g) Walnüsse täglich essen – am besten pur knabbern, über Speisen streuen oder Walnussöl verwenden.

Kren wirkt antibiotisch
Kren wirkt antibiotisch Foto © (c) photocrew - stock.adobe.com

Kürbiskerne: Radikalen keine Chance

Kürbiskerne bestehen zu 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren, dem „guten“ Fett, das u. a. Entzündungen vorbeugt und dem Zellaufbau dient. Sie sind der Ausgangsstoff des „grünen Golds“, wie Kürbiskernöl auch genannt wird. Die Kerne sind auch wirksame Radikalfänger: Eine Untersuchung der TU Graz hat gezeigt, dass Kürbiskernöl im Vergleich mit anderen Ölen die größte antioxidative Kraft hat. Und: Schon eine Portion (10 ml) Kürbiskernöl deckt 20 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin E.

Kürbiskerne sollte man am besten getrocknet knabbern, über Speisen streuen oder Kürbiskernöl als Salatöl verwenden.

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