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Krebserregend Viele Kinder haben bereits Weichmacher im Körper

Rückstände aus Plastikprodukten in Urinproben festgestellt. Perfluoroktansäure ist laut Umweltbundesamt schädlich für die Fortpflanzung und wirkt lebertoxisch.

© (c) AP (KATSUMI KASAHARA)
 

Bei sehr vielen Kindern und Jugendlichen hat eine Studie Inhaltsstoffe von Plastik im Körper nachgewiesen. Das berichtete der "Spiegel" am Freitag vorab unter Verweis auf eine Untersuchung des Umweltbundesamts und des Robert-Koch-Instituts.

Demnach wurden Urinproben von 2500 Studienteilnehmern zwischen drei und 17 Jahren ausgewertet. In fast allen Proben seien Rückstände von Plastikinhaltsstoffen gefunden worden, insbesondere von Weichmachern. Die Studie wird dem Bericht zufolge in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage zur Belastung der Bevölkerung mit Chemierückständen zitiert. Die Untersuchung zeige "eindeutig, dass Plastikinhaltsstoffe mit steigender Produktion auch vermehrt im Körper auftreten", sagte Mitautorin Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt dem Magazin.

Untersucht wurden laut "Spiegel" 15 verschiedene Stoffe. Für einige existierten keine gesundheitskritischen Grenzwerte, für zwei andere seien die geltenden Grenzwerte überschritten worden. Kolossa-Gehrings Angaben zufolge waren in der Studie die jüngsten Kinder am stärksten betroffen. Das sei "wirklich besorgniserregend", da die Jüngsten auch die sensibelste Gruppe seien.

Die Grünen-Umweltpolitikerin Bettina Hoffmann sagte dem "Spiegel", es sei zu wenig erforscht, "wie die vielen Stoffe in ihrer Summe auf unsere Körper wirken". Bedenklich seien die in der Studie entdeckten hohen Werte von Perfluoroktansäure (PFOA). Bei 20 Prozent der Untersuchten lagen sie laut "Spiegel" über dem Grenzwert, bei jüngeren Kindern war die Quote sogar noch höher.

"Es kann nicht sein, dass jedes vierte Kind zwischen drei und fünf Jahren so stark mit Chemie belastet ist, dass langfristige Schäden nicht sicher ausgeschlossen werden können", sagte Hoffmann. PFOA wird beispielsweise für Outdoorkleidung verwendet. Laut Umweltbundesamt ist der Stoff schädlich für die Fortpflanzung und wirkt lebertoxisch. In Textilien ist er ab kommendem Jahr EU-weit verboten.

Kommentare (13)

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sincerely
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Wundert das...

...jetzt wirklich jemanden? Sind doch die Glasflaschen fast völlig verschwunden! Mit den Plastikflaschen bekommt jeder seine tägliche "Weichmacher"-Dosis direkt ins Hirn! 🍻

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sincerely
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Übrigens...

...genauso ist es mit Aludosen und Tetrapacks, die ja innen mit Plastik foliert sind!

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10solach
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ganz ehrlich,

es wird irgendwann ein radikales Plastikverbot und zwar global von Nöten sein um diese Welt vor dem Erdölprodukt noch zu retten... Von heut auf morgen kein Plastik mehr - die einzige Lösung. Wattestäbchen und co sind nur ein Tropfen am heißen Stein.

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Trieblhe
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da muss ich Ihnen recht geben

.

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ichbindermeinung
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ein plastischer EU-Hauch von nichts:... Luftballonhalter, Wattestäbchen...

deswegen ist das von der EU-Zentrale auf den Weg gebrachte Plastikverbot von Luftballonhaltern! Wattestäbchen, Einwegessgeschirr u. Plastiktrinkhalme genau für nichts u. womöglich aus noch diskriminierend, da all die anderen mengentechn. interessanten Plastikprodukte nicht verboten worden sind wie z.B. Windeln, Getränkeflaschen, Tuben, Microplastik in Cremen, Zahnpasten etc. Tablettenblister, Blister, Käse/Wurst/Süssigkeitenverp.; Plastiktextilfasern; Einwegtrinkbecher etc....

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notokey
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Es lebe die Wirtschaft....

... und erst die Arbeitsplätze! Da ist die Gesundheit ja egal! Und über die Entsorgung brauchen wir uns keine GEdanken machen, das Plastik schütten wir dann einfach ins Meer und dort wird es schon versinken. Also bitte schön weiter wählen die wirtschaftsnahen Parteien, damit die Industrie gut verdienen kann und dann wiederrum die Parteien mit "Spenden" unterstützen kann! Alles Gute unserem Österreich!

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pescador
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Wovon lebst du, wenn nicht von dieser so bösen Wirtschaft?

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notokey
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Sg. Pescador!

Wirtschaft über alles, weil wir leben ja davon, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Wenn jedoch Asbestfasernemissionen für einen Industriebetrieb von 18 Milliarden Fasern pro Tag (und das jeden Tag auf das Neue) von den steir. Behörden genehmigt worden sind und man mit Wirtschaft und Arbeitsplätzen argumentiert, dann frage ich Sie wie es dann wohl den Menschen im Murtal ergehen mag, wenn Sie an Krebs erkranken und Menschen Partner, Kinder & Freunde dadurch verlieren könnten? Asbest ist krebserregend. Ein Stand der Technik um die Asbestfasern angemessen zu entsorgen ist mir bei diesem Projekt nicht bekannt. Ich habe mich für dieses Thema interessiert, weil ich es nicht glauben konnte, wie ich zum ersten Mal davon gelesen habe! Aber, Pescador, die Betroffenen im Murtal können dann wenigsten sagen: "Wir haben unseren Beitrag zur Wirtschaft geleistet und mit unserer Gesundheit bezahlt."

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pescador
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Wirtschaft und Umwelt- und Klimaschutz müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Man kann ökologisch wirtschaften, man kann klimaschonend Wirtschaftswachstum generieren und man kann dabei auch auf die Gesundheit von Mensch und Tier achten wenn man will. Auf das Wolken kommt es an. Was ich aber nicht verstehe, ist der Beißreflex mancher Menschen gegen allem was mit Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand zusammenhängt. Dabei leben und profitieren wir alle von diesem System und ich glaube dass es das richtige ist.

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notokey
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@pescador

Ich glaube nicht, dass Sie sich über mein Leben - ich bin Privatperson - Gedanken machen müssen! Sondern schon lieber um ein Österreich und die Gesundheit unserer Kinder! Und dieses Leben könnte von den Politikern auch in eine andere Richtung gelenkt werden!

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jaenner61
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Wir schütten nichts ins Meer

das geschieht leider in ländern, auf die wir keinen einfluss haben. zugegeben, die entsorgung ist auch bei uns noch nicht optimal, aber sie funktioniert hier nicht so schlecht. der müll wird getrennt gesammelt, und der restmüll nochmal sortiert . aber ich frage mich trotzdem, warum wir kein pfandsystem nach deutschem vorbild für die petflaschen einführen.

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brosinor
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Des is uns wurscht!

Die Schultuete is auch aus Plastik und der Ramsch der drin is is auch aus Kunststoff...den Kindern gfallts, also wos wullts ihr denn?!

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isteinschoenerName
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Den Kindern gefällt es so lange,

bis sie eines Tages drauf kommen, dass wir als Erwachsenengeneration ihnen ihre Lebensgrundlagen und die Möglichkeit, ein halbwegs gesundes Leben zu führen, komplett geraubt haben.

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