AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

RatgeberSchaden Flip-Flops den Füßen?

Sandalenzeit: wie sich das Schuhwerk auf die Füße auswirkt und warum Sie „unten ohne“ gehen sollten.

Selfie of woman feet wearing flip flops on a beach, vintage process
© Delphotostock - Fotolia
 

1. Schaden Flip-Flops den Füßen?

Vor verkrampften Zehen und einem schlampigen Gang hört man Kritiker der Flip-Flops warnen - das stimmt so nicht ganz, sagt Orthopäde Mathias Glehr. „Flip-Flops können das Fußgewölbe sogar trainieren und haben dadurch einen positiven Effekt.“ Da der Schuh mit den Zehen am Fuß gehalten werden muss, wird das Fußgewölbe aufgebaut - das kann jedoch auch zu einer Überlastung des Fußes führen, die sogar zu Entzündungen der Sehnen führen kann. Auch verändere sich durch Flip-Flops das Gangbild - man macht kürzere Schritte, das Bein schwingt weniger. „Daher ist Abwechslung beim Schuhwerk so wichtig“, sagt Glehr.

Flip-Flops können das Fußgewölbe sogar trainieren und haben dadurch einen positiven Effekt.

Orthopäde Mathias Glehr

2. Ist barfuß gehen gesund?

„Ja“, ist die eindeutige Antwort des Orthopäden, denn dadurch werden die Muskeln im Fuß trainiert. Fehlt der stützende Schuh, ist der Fuß selbst gefordert, die notwendige Balance herzustellen. Das trainiere den fußeigenen Stützapparat - damit könne man Fehlstellungen, die meist durch zu kleines oder zu enges Schuhwerk entstehen, entgegenwirken. Fehlstellungen wie der Spreizfuß können aber auch der Grund sein, warum das Barfußgehen Schmerzen bereitet: dann lieber ins passende Schuhwerk schlüpfen. Das gilt auch fürs Laufen: An sich sei es zwar gesund, barfuß zu laufen, aber der schuhverwöhnte Fuß ist dieser Belastung in den meisten Fällen nicht mehr gewachsen. Massive Überlastungsprobleme können folgen.

3. Sind Sandalen mit Fußbett die bessere Wahl?

Was früher als Gesundheitsschlapfen verschrien war, gehört heute zum sommerlichen Stadtbild: Schlapfen mit Fußbett und breiten Riemen haben Flip-Flops auf die nächste Evolutionsstufe gehoben. „Damit sind das Gangbild und auch die Sicherheit beim Gehen besser“, sagt Glehr.

4. Welche Schuhe schaden den Füßen am meisten?

„Schuhe mit hohen Absätzen“, sagt Glehr. Durch dieses Schuhwerk verlagert sich das ganze Gewicht auf die Köpfchen der Mittelfußknochen, der Vorfuß wird überlastet und auseinandergedrängt. Die Folgen: der Schmerz in der Mitte des Fußes, ein Spreizfuß bis hin zum Hallux valgus. Prinzipiell ortet Glehr das Zivilisationsproblem enge Schuhe: Laut einer Studie tragen 70 Prozent der Kleinkinder zu kleine Schuhe, so wird der Fuß über die Jahre in eine Fehlstellung verformt. Daher sollte für jedes Schuhwerk gelten: Passen muss es!

Fußpflege-Tipps

Schritt 1.
Jede Fußpflege sollte mit einem entspannenden Fußbad beginnen. Dafür werden die Füße circa 20 Minuten lang in warmem Seifenwasser gebadet.
So werden Haut und Nägel weicher und schonend auf die Pediküre vorbereitet.

Schritt 2.
Die überschüssige Hornhaut an Fersen, Ballen
und Zehen wird vorsichtig mit einem Bimsstein oder einer Feile entfernt.

Schritt 3.
Die Zehennägel werden mit einer Nagelschere oder einem -knipser gekürzt. Achten Sie darauf, die natürliche Form der Nägel beizubehalten und sie nicht zu rund zu feilen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie einwachsen. Kleine Nägel sollten auch nicht allzu kurz abgezwickt werden, damit
das Nagelbett durch den Nagel weiterhin
geschützt ist.

Schritt 4.
Anschließend sollte zur Pflege der Nagelhaut noch
Nagelöl oder ein Nagelhautentferner aufgetragen werden. Die Nagelhaut wird nach kurzer Einwirkungszeit mithilfe eines Holzstäbchens entfernt.

Schritt 5.
Nägel mit Polierfeile auf Hochglanz bringen.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren