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Sonnenschutz

Der Fleck, der ein Melanom war

Sie bekam mit 30 ein Melanom und stellte fest: Die Menschen wissen viel zu wenig über Hautkrebs. Deshalb startete Marije Kruis eine Kampagne. Von Sonja Saurugger

Das Model zeigt es vor: Ein Punkt im Gesicht, um auf Hautkrebs aufmerksam zu machen
Das Model zeigt es vor: Ein Punkt im Gesicht, um auf Hautkrebs aufmerksam zu machen © Adrian Bilek
 

Ein kleiner dunkler Fleck auf ihrem Oberschenkel veränderte das Leben der gebürtigen Holländerin Marije Kruis völlig: Der Fleck war ein Melanom und sie mit 30 Jahren Krebspatientin. Noch während ihrer Therapie startete sie die Kampagne „Spot the Dot“, um das Bewusstsein für den Schutz der Haut zu fördern.

Wie wurde Ihre Krebserkrankung entdeckt?
MARIJE KRUIS: Vor eineinhalb Jahren habe ich den kleinen Fleck auf meinem linken Bein entdeckt. Er sah aus wie ein Muttermal, nicht gefährlich. Doch ein Freund sagte, ich solle es anschauen lassen. Also ging ich zum Hautarzt, doch ich wurde zunächst nach Hause geschickt – ich sollte den Fleck nur beobachten. Doch ich hatte ein schlechtes Gefühl und wollte ihn entfernen lassen. Dann stellte sich heraus, dass das kleine Mal ein Melanom im fortgeschrittenen Stadium war.

 

Mitmachen

So kann man mitmachen:

  • Einen bunten Punkt im Gesicht platzieren (Make-up, Lippenstift, Konfetti).
  • Ein Selfie mit dem Punkt machen.
  • Die Bilder mit #spotthedot #skincancerawareness taggen.
  • Das Foto über Instagram, Facebook, Twitter teilen.

Was war Ihre erste Reaktion?
KRUIS: Für mich war das so schockierend, weil ich nie viel in der Sonne war. Da ich helle Haut habe, war ich schon immer vorsichtig. Ich habe mit Freunden gesprochen und festgestellt, wie viel Unwissen es zum Thema Hautkrebs gibt.

Zum Beispiel?
KRUIS: Die erste Frage von vielen war: „Warst du oft im Solarium?“ Menschen wissen nicht, dass man seine Haut auch dann regelmäßig kontrollieren sollte, wenn man nicht viel in der Sonne liegt.

Wie wurde der Krebs behandelt?
KRUIS: Das Muttermal und einige Lymphknoten wurden entfernt. Da das Melanom tief in die Haut eingedrungen war, ist die Chance groß, dass der Krebs zurückkommt. Daher habe ich eine vorsorgliche Immuntherapie bekommen, um das Risiko, wieder zu erkranken, zu senken.

 

Wie leben Sie heute damit?
KRUIS: Es beeinflusst mein Leben sehr: Durch die Behandlung konnte ich lange nicht arbeiten, jetzt kehre ich langsam in mein Leben zurück. Auch emotional ist es anstrengend, denn ich weiß, ich habe dieses Krebsrisiko.
Warum haben Sie Ihre eigene Infokampagne gestartet?
KUIS: Ich bekam viele Informationen von Ärzten, aber ich fühlte mich nicht angesprochen: Die Folder waren voll von alten Menschen oder Bildern von riesigen Hauttumoren. Auch ich hatte solche Bilder im Kopf – aber ein Melanom kann auch nur ein kleiner Fleck sein.

Was ist Ihr Appell an Menschen im Umgang mit der Sonne?
KRUIS: Man sollte nicht aufhören, die Sonne zu genießen, aber sich der Gefahr bewusst sein und sich schützen. Auch das frühe Entdecken von möglichen Hauttumoren ist wichtig: Man sollte jeden Monat selbst seine Haut kontrollieren und einmal im Jahr zum Hautarzt gehen. Und über das Thema sprechen!

Selfie schießen und mitmachen
Selfie schießen und mitmachen Foto © Adrian Bilek

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