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Sex-Ratgeber

Warum komme ich immer zu früh?

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, sich aber nicht zu fragen getraut haben: Sexualmedizinerin Elia Bragagna beantwortet Ihre Fragen.

Er kommt zu früh - was tun?
Er kommt zu früh - was tun? © (c) Syda Productions - Fotolia (lev dolgachov)
 

Ich bitte Sie, mir dringend zu helfen. Ich fürchte, dass sonst meine Beziehung an meinem Problem zugrunde geht. Ich komme einfach immer zu früh und zwar wirklich zu früh, meist innerhalb von zwei Minuten. Das Problem begleitet mich schon seit meinem ersten Mal und hat sich nie gebessert. Ich bin jetzt 29 und habe schon alles, was man in Büchern lesen kann, versucht. Nichts hat geholfen. Meine Partnerin sagt, das sei nur psychisch.
Ihr verzweifelter Viktor

ELIA BRAGAGNA ANTWORTET: Was Sie schildern, betrifft in Österreich circa 150.000 Männer. Sie ejakulieren meist innerhalb von eineinhalb Minuten. Circa 30.000 Männer kommen, noch bevor sie in die Frau eingedrungen sind. Diese Form des vorzeitigen Samenergusses nennt man die angeborene Form und sie ist neurobiologisch verursacht.

Es liegt eine Störung der Botenstoff-Rezeptoren vor, die dafür zu sorgen hätten, dass die Ejakulation verzögert wird. Dagegen hilft ein Medikament, das Ihnen Ihr Arzt verschreiben kann. Gleichzeitig sollten Sie aber unbedingt mit Ihrer Partnerin besprechen, was ihr denn an der Sexualität mit Ihnen wichtig ist.

Fragen Sie die Expertin!

Senden Sie Ihre Fragen zum Thema Sexualität und Sexualmedizin an unsere Expertin: bragagna@sexmed.at.
Alle Anfragen werden anonymisiert.

Infos zur sexualmedizinischen Praxis Sexmed in Graz: www.sexmed.at

Neueste Studiendaten zeigen auf, dass Frauen von Männern mit vorzeitigem Samenerguss vor allem darunter leiden, dass sich ihre Partner überhaupt nicht mehr zärtlich mit ihnen beschäftigen, sondern sich nur noch darauf konzentrieren, den Geschlechtsverkehr hinauszuzögern und alles zu vermeiden, was sinnlich und erregend ist. Das reduziert aber die gesamte Begegnung zu einer Turnübung, die viele Frauen in die Lustlosigkeit treibt.

Das Medikament ist also der erste Schritt zur Behebung Ihres Problems, das Gespräch über eine gemeinsame befriedigende Sexualität ist der zweite, aber unverzichtbare.