Dass der Welt-COPD-Tag im November stattfindet, ist kein Zufall: Der November ist für Menschen mit dieser chronischen Lungenerkrankung besonders gefährlich. „Nach einer stabilen Phase mit Sonnenschein und Wärme wird es im November feucht und kalt – die Witterung, bei der sich Erkältungsviren besonders gut vermehren“, erklärt Horst Olschewski, Leiter der Abteilung für Lungenkrankheiten am LKH-Uniklinikum Graz. Solche Viren führen bei gesunden Menschen zu Husten, Schnupfen, Heiserkeit – bei Lungenkranken aber können solche Infektionen dazu führen, dass sich die Funktion der Lunge noch weiter verschlechtert (medizinisch: Exazerbation). „COPD-Patienten lernen, mit ihrer Erkrankungen zu leben, der Körper stellt sich auf die Atemeinschränkungen ein – kommt nun aber ein Virus dazu, gerät dieses labile Gleichgewicht aus der Balance“, sagt Olschewski – die schlimmste Folge: ein Lungenversagen.