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Für freie Bewegungsentwicklung"Gute Motorik hilft auch beim Lernen"

Volksschullehrerin Ulrike Lederer-Perl erklärt, wie sich eine gestörte Bewegungsentwicklung im Kleinkindalter später auf Schule und Lernen auswirken kann.

© Thomas Leskoschek
 

Ulrike Lederer-Perl beobachtet als Volksschullehrerin, dass es immer häufiger Kinder mit Wahrnehmungsproblemen gibt. Seit sie selbst Mutter ist, hat sie zusätzlich Ausbildungen im Bereich der "Sensorischen Integration" absolviert und steckt mitten in der Ausbildung zur Pikler-Pädagogin. Die Erkenntnis daraus: Eine sichere Bewegungsentwicklung und das freie Spiel in den ersten Lebensjahren liefern einen wichtigen Beitrag für das Lernen in der Schule. Freies Spiel heißt ebenso, selbstständig Problemlösungen zu entwickeln. Genau das fordern auch die Bildungsstandards der Schule. "Wichtige Anforderungen in der Schule sind Ausdauer, Konzentration und vor allem, für einige Zeit sitzen bleiben zu können. Nun fällt aber gerade das einigen Kindern schwer, einige sind noch so sehr mit ihrem Gleichgewicht beschäftigt, dass sie Schwierigkeiten haben, während der Anforderung zu sitzen und dem Unterricht zu folgen",  erzählt Lederer-Perl aus ihrem Schulalltag.

Privat
Ulrike Lederer-Perl ist Volksschullehrerin und lebt in Gratwein © Privat


Verkrampfte Stifthaltung, Schwierigkeiten beim Ausmalen oder dabei, in vorgegebenen Zeilen zu schreiben, könnten auf die ersten Lebensjahre zurückgeführt werden. Hier lägen meist Probleme in der Eigenwahrnehmung und im Bereich des Tastsinnes vor. Das seien dann oft die "wilden" Kinder, die sich gerne auf den Boden werfen oder schwer Regeln einhalten können. So könne beobachtet werden, dass Kinder mit guter Motorik sich meist auch in der Schule leichter tun.

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