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Muttersein in Zahlen ausgedrücktMamas müssten mindestens 3200 Euro verdienen

Knapp 70 Prozent der Österreicher sind der Meinung, Mütter sollten bezahlt werden. Gemessen an ihren Aufgaben, läge ihr Gehalt bei 3200 Euro aufwärts.

© ADOBE STOCK
 

Der Muttertag steht vor der Tür und damit dreht sich einmal im Jahr der Spieß um und die Kinder kümmern sich um ihre Mamas, machen ihnen Frühstück und führen sie zum Essen aus. Quasi als Dankeschön für die restlichen 364 Tage, in denen Mütter Lebensberater und Tröster, Fels in der Brandung, Koch der Lieblingsspeisen, Privat-Chauffeur, Hausmädchen und Nachhilfelehrer sind.

Das Dienstleistungsportal ProntoPro.at hat berechnet, wie viel Mütter eigentlich verdienen müssten, wenn sie für ihre ohnedies unbezahlbaren Tätigkeiten zumindest ansatzweise entlohnt würden: Das Mindestgehalt müsste demnach bei 3200 Euro pro Monat liegen.

Die Österreicher sind sich ausnahmsweise einmal einig: Satte 69 Prozent finden, dass Mütter ein Gehalt bekommen sollten. Die Männer stimmen der Aussage mit 70 Prozent sogar noch etwas stärker zu. Nur knappe 12 Prozent würden die mütterliche Fürsorge nicht mit barer Münze aufwiegen.

So wurde gerechnet

Bei der Berechnung des "Mindestgehalts" für Mütter wurde der durchschnittliche aktuelle Stundenlohn professioneller Dienstleister für alle laufenden Tätigkeiten der Mütter herangezogen. Die tägliche Betreuung von Kindern ist eine der anspruchsvollsten und verantwortungsvollsten Aufgaben. Mütter sorgen dafür, dass täglich eine warme Mahlzeit auf den Tisch kommt und bringen Ordnung in das familiäre Chaos. Ein Profi-Koch erhält rund 75 Euro pro Stunde, eine Reinigungskraft etwa 12 Euro pro Stunde. Wenn Mama für nur fünf Mahlzeiten in der Woche sorgt und sich dem Wohnungsputz widmet, kommen pro Monat rasch 1600 Euro zusammen.

Auch der Privat-Chauffeur ist unerlässlich, wenn Kinder in die Klavier- oder Turnstunde oder zu ihren Freunden geführt werden müssen: Wenn Mütter das nur einmal pro Woche übernehmen und Väter viermal, so addieren sich 140 Euro hinzu. Bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung auf die Englisch-Schularbeit sind Mamas oft als Nachhilfelehrer im Einsatz: Für eine Stunde Nachhilfe verdient ein Privatlehrer durchschnittlich 30 Euro. Nicht zu unterschätzen ist die Rolle des Kinder-Animateurs: Für eine Stunde Arbeit berappt der Profi-Kinder-Animator durchschnittlich 50 Euro. Gemeinsames Kuchen backen und laufende Ernährungsberatung gehören zum Standard-Repertoire des mütterlichen Alltags.

Und wie oft wird Mama zur Personal Shopperin? Der Einkaufsberater hat einen Tagessatz von 264 Euro: Das kommt locker zusammen, wenn man bedenkt, dass Mamas Rat nicht nur Schuhe und Kleidung, sondern auch Bücher, Schreibwaren, Sportartikel und Spielzeug und Geschenke für die nächste Geburtstagsfeier der Freunde umfasst.

Kommentare (15)

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erstdenkendannsprechen
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ja, und dann gibts halt auch noch die mütter/väter,

die ihrem job nicht nachkommen. wenn man glück hat, gibt es dann eine oma oder einen opa oder eine tante - die müssten auch was verdienen.

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selbstdenker70
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...

Was natürlich wieder total ausgeklammert wird, sind die Väter...die machen anscheinend sowieso nichts

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erstdenkendannsprechen
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ich habe das so verstanden, dass davon ausgegangen wird,

dass eine person ausschließlich haushalt/kinder unbezahlt macht, und es wurde aufgerechnet, wie viel diese arbeit kosten würde, wenn man jemanden dafür einstellt. meist sind das halt noch immer die mütter, während die väter einer erwerbsarbeit nachgehen.
natürlich gibt es familien, in denen die arbeit geteilt wird. um ehrlich zu sein, sind in meinem bekanntenkreis aber auch bei zwei erwerbstätigen eltern die hausarbeiten meist frauensache. obwohl sich die väter einbringen, aber nicht so.

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joe1406
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Was für ein romantischer Hirnsch....

In Österreich leben etwa 1,5 Mio. Kinder und Jugendliche. Wenn wir großzügig rechnen sind das 750.000 Mütter. Das wären dann 2,400.000.000 Euro im Monat. Bei Sozialausgaben machen sich schon alle in die Hose wenn es mal um mehr als 10 Mio. Euro geht.

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erstdenkendannsprechen
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wird keiner gezwungen, den job zu machen

und wer meint, es is ihm zuviel, der solls lassen. ganz ehrlich - für die "arbeit" mit den kindern geld zu wollen, wäre mir nie in den sinn gekommen. meine kinder waren mein wunsch (unser wunsch), unsere entscheidung und unsere arbeit. und wie schon oben gesagt: ich kenne auch eltern, die machen das halbe nicht, was sie sollten. wer würde das kontrollieren?

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panoptikum
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Für 3200 Euro....

mache ich den Job sofort! Ich bin ein Mann, geschieden (weil die Frau sich einen anderen Lover gesucht hat), arbeite selbstständig, mein Sohn ist mind. 50% bei mir und ich koche, putze, wasche, kümmere mich voll um meinen Sohn, Schule, Pubertät und alles was so im Alltag anfällt.... Zahle dafür auch noch volle Alimente (wofür eigentlich) und kann mir dann solche Artikel durchlesen! Eine Frechheit! Komischerweise lerne ich auch nur Frauen kennen die selbst nur 20 Std arbeiten und das Leben gerne geniessen weil sie eh genug Alimente und vom Staat bekommen. Und dann wundern sie sich dass sie keine Pension bekommen!!! Unglaublich! Können gerne mit mir tauschen und sich auch beruflich 120% rein hängen und trotzdem voll für ihr Kind da sind!! Im übrigen arbeitet meine Ex-Frau auch über 100% und lässt sich nicht die Sonne auf den Bauch scheinen. Wenn wir uns auch nicht mehr verstehen aber das schätze ich an Ihr! Leistung bringen und auch voll für die Kinder da sein!

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erstdenkendannsprechen
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ganz ehrlich - auf zwei hochzeiten tanzen geht nicht.

was sie schreiben: 100% job und noch für das kind alles machen - das ist eine illusion. ich arbeite voll, meine partnerin hat voll gearbeitet (ab dem zweiten lebensjahr) - das kind war in der zeit bei der oma (der gebührt ein orden). später beim zweiten ging das nicht mehr, da hat meine partnerin reduzieren müssen. und das hab ich an ihr geschätzt - das sie es getan hat trotz der einbußen für ihr weiteres leben. die alternative wäre fremdbetreuung gewesen, wobei wir für das kleinere kind keinen platz gefunden hätten damals.

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Kristianjarnig
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Wenn man VOLL im Job aufgeht...

...kann man nicht zu 100% für die Kinder da sein. Ohne Sie zu kenne dürfte das wohl auch das Problem gewesen sein.

Kinder bedürfen Fürsorge und Gottseidank habe ich eine Partnerin die sich von 0630 bis 2130 am Abend zu 150% für die Familie aufopfert.

Das fängt an die beiden Minderjährigen Kinder fertig für die Schule zu machen, sie dort hinbugsieren, dann weiter Erldedigungen zu machen, Haus(Wohnung putzen), Kochen, erstes Kind von Schule abholen, später dann das 2.
Mittagessen, Aufräumen, Hausaufgaben(teilweise bis 1800) mithelfen, daneben den Haushalt weiterschupfen.

Das sind jetzt so die BASISDINGE einer Hausfrau ohne weiter auf die komplexeren Dinge einzugehen(Amtsbesuche, Artzbesuche, Schulprojekte, Begleitperson, und und und). WIE soll das jemand schaffen der berufstätig ist, auch wenn nur Halbzeit?
Das entspricht dann nicht mehr dem Sinn einer Familie wenn es nur noch um Karriere, Pension oder ganz simpel - ums Geld geht. Da müßte man sich die "Sache" mit dem Kinderkriegen eventuell vorher genauer überlegen.

Nun, ich stimme Ihnen zu, manche Mütter nehmen es nicht ganz so genau mit der Aufsicht über ihren Nachwuchs. Das ist aber bei weitem keine Mehrheit, somit haben Sie wohl etwas Pech gehabt in Ihrem Leben, das entspricht aber durchaus NICHT dem Standard.
Ich bin sehr froh darüber das meine Frau für meine Kinder, trotz abgeschlossener Ausbildung, da sein WILL und kann. Es reicht oft wenn einer in der Familie berufstätig(im klassischen Sinne) ist.

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Kristianjarnig
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Ich möchte der Vollständigkeit halber hinzufügen...

.... wir sind in der glücklichen Lage nur mit meinem Einkommen überleben zu können was leider, dank eines doch recht niedrigem Lohnniveaus im allgemeinen, für bei weitem nicht alle Familien möglich ist.

Was wohl auf ein weiteres Versagen der "Sozialpartner" hinweißt.

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Widotom
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Ich bin dafür,

dass die Frauen diese Zeiten zumindest zu 100% als Pensionszeiten angerechnet bekommen. Das wäre schon mal ein schöner Anfang!
Der Dienst an der Zukunft der Gesellschaft ist ohnehin unbezahlbar.

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erstdenkendannsprechen
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das wäre mein gedanke, ja.

bin gegen bezahlung, aber für pensionsanrechnung und versicherung.
der dienst an der gesellschaft ist nicht in jeder familie und bei jeder mutter gegeben.

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Holzerl
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Profi Koch

Wenn ein Profi Koch 75,-- € pro Stunde bekommt - das sind bei 160 Stunden pro Monat
12.000,-- €, dann lass ich mich sofort umschulen. Weil so grauslich kann i dann gar net Kochen dass i net 3.000,--€/Monat kriag,...

Aber es stimmt schon, die Leistung der Mütter kann man nicht hoch genug schätzen - und das meine ich nicht monetär!

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ctsch
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Allein das Gefühl

MAMA zu sein ist unbezahlbar.

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wirklichnicht
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Schön gerechnet - aber wer soll das bezahlen?

70% meinen, die Mütter sollten ein Gehalt bekommen. Schön, aber warum bezahlt dann keiner? Vielleicht sollte man Ehemänner fragen, ob sie bereit wären, ihrer Frau ein Gehalt dafür zu bezahlen. Da würden sicher nicht 70% so antworten.
Es könnte aber auch der Staat jeder Mutter 3200 Euro zahlen, dann würde aber niemand mehr arbeiten gehen (auch der Mann) und nur mehr Kinder kriegen und das Wirtschaftssystem zusammenbrechen. Man kann die Leistung der Mütter auch anders würdigen, mann muss nicht alles unrealistisch in Geld aufrechnen.

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Kristianjarnig
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@wirklichnicht

Ich mache das bereits(weil der Staat ja so fantastisch versagt bei der Thematik).

Nur ich "arbeite"(im Sinne das ich Geld für meine Lesitung bekomme was bei Hausfrauen ja komischerweise nicht der Fall ist) in unserem Haushalt, somit "bezahle" ich auch meine Frau die , natürlich, freien Zugang zu UNSEREM Girokonto hat.

Was ist so besonderes dran? Der Staat versagt mal wieder, wir Bürger müssen uns darauf einstellen. Wichtig ist mir letztlich nur das Wohl meiner Kinder und das meiner Frau. Da Sie sich um die beiden Kinder kümmern kann während ich mich mit dem modernen, unsozialen , Arbeitsmarkt rumschlage empfinde ich als Win Win Situation für meine Familie.

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