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Rat vom HirnforscherWas man von „Stehaufmännchen“ in der Krise lernen kann

Der deutsche Hirnforscher Raffael Kalisch über Resilienz, das Immunsystem der Seele, und was man von „Stehaufmännchen“ lernen kann.

Jede(r) von uns hat das Potenzial, Krisen zu meistern
Jede(r) von uns hat das Potenzial, Krisen zu meistern © (c) 1STunningART - stock.adobe.com
 

Es gibt Menschen, an denen prallen alle Widrigkeiten des Lebens irgendwie ab. Egal, wie schlimm es kommt, sie bleiben seelisch heil. Resilienz nennt die Wissenschaft diese psychische Widerstandskraft. Der deutsche Hirnforscher Raffael Kalisch untersucht am Resilienz-Zentrum der Universitätsmedizin Mainz seit vielen Jahren alle Facetten dieses Phänomens. Und er hat in Zeiten von Corona tröstliche Nachrichten parat: „In der Hirnforschung hat man lange geglaubt, Resilienz sei so eine Art Wesens- oder Charakterzug. Entweder man hat sie oder man hat sie nicht. Es stellt sich aber mehr und mehr heraus, dass es sich dabei eher um dynamische Lern- und Anpassungsprozesse handelt, die dafür verantwortlich sind, dass manche Menschen trotz Traumatisierungen psychisch gesund bleiben.“
Anders gesagt: Als Stehaufmännchen wird man nicht geboren. Freilich gebe es auch erbliche Faktoren und stabile Wesenszüge, die hier eine Rolle spielen – „aber das ist nur ein Teil des Ganzen“. Man könne deshalb bisher auch nicht gut vorhersagen, ob jemand, wenn er in eine Krise gerät, gut durch diese Krise kommen wird.

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